«Mulan» ist ein weiterer Film in der Reihe der Zeichentrick-Klassiker, die von Disney als Realfilm für die grosse Leinwand adaptiert wurden. Nach den Erfolgen von Neuauflagen wie «Cinderella» (2015), «The Jungle Book» (2016) und «Die Schöne und das Biest» (2017) reihte sich also auch «Mulan» in die Disney Live Action Remakes ein. Der 1998 in die Kinos gebrachte Zeichentrickfilm war seinerzeit Disneys erster Ausflug nach Asien und zog mit «Mulan 2» 2004 noch eine Direct-to-DVD-Fortsetzung nach sich. In Mulans Heimatland China existieren zahlreiche Mulan-Verfilmungen in Spielfilm- oder Serien-Form, zum Beispiel «Mulan – Legende einer Kriegerin» (2009). Ursprünglich basieren alle Filme auf der Legende von Hua Mulan, die auf einem chinesischen Gedicht fusst, das sich zwischen 420 und 589 n. Chr. im Volksmund verbreitete. Darin zieht eine Kämpferin verkleidet an Stelle ihres Vaters in den Krieg und kämpft 12 Jahre lang ruhmreich für das Kaiserreich, ohne einen Lohn dafür einzufordern.
Mulan (Yifei Liu) fällt es schwer, die gesellschaftlichen Gepflogenheiten zu erlernen, die ein Mädchen sich aneignen sollte. Viel lieber würde das Mädchen all das tun, was laut den chinesischen Traditionen eigentlich in den Aufgabenbereich eines Jungen fällt. Als eine gegnerische Macht droht in China einzufallen, bekommt sie ihre Chance, jedoch auf andere Weise als gedacht: Der Kaiser zieht aus jeder Familie kampfesfähige Männer ein, um dem Feind im Norden etwas entgegenzusetzen. Weil ihr Vater jedoch sehr alt ist und die geschwisterlose Mulan um sein Leben fürchtet, stiehlt sie seinen Einzugsbefehl und gibt sich als sein Sohn aus. Obwohl sie während ihrer Ausbildung von so manchem Soldaten als das Exemplar eines recht schwachen Mannes angesehen wird, kann das Mädchen sich eine respektierte Position innerhalb den Truppen verdienen. Während sich unterdessen die Liebe zu einem anderen Kämpfer unvermutet an Mulan anschleicht, rückt die Schlacht mit den Hunnen immer näher.






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