Die Corona-Massnahmen scheinen nicht nur Normalsterblichen an den Nerven zu zehren. Auch in der Regierung liegen die Nerven offenbar blank. Die Sprecher von Spahn (CDU) und Heil (SPD) schoben sich heute gegenseitig den Schwarzen Peter zu – und Seiberts Versuche, die Lage zu retten, gingen eher nach hinten los. Boris Reitschuster schreibt dazu:
[…] Vor laufender Kamera zofften sich heute auf der Bundespressekonferenz das Gesundheitsministerium von Jens Spahn (CDU) und das Arbeitsministerium von Hubertus Heil (SPD). Der Auslöser: Der Streit um 380 Millionen Masken. Medienberichten zufolge waren diese unbrauchbar. Doch Spahns Haus versuchte demnach, sie bei sozial Schwachen wie etwa Hartz-IV-Empfängern oder Behinderten loszuwerden. Spahns Sprecher Hanno Kautz widersprach dem heute entschieden. Die Quintessenz seiner Aussage: Die Masken waren eigentlich brauchbar, nur habe das Arbeitsministerium mit dem unnötigen Beharren auf Normen verhindert, dass sie an den Mann (oder an die Frau oder die Diversen) kommen. Heils Sprecherin wollte das wiederum nicht gelten lassen – und verwies auf die bestehenden Vorschriften. Merkels Sprecher Steffen Seibert versuchte die Wogen zu glätten mit dem Hinweis, man müsse doch auch das Gute sehen, und nun hätte der Bund wenigstens eine schöne Notreserve. Der Regierungssprecher konnte dankbar sein, dass niemand im Saal laut auflachte. Dabei kam es auch zu ungewöhnlichen Innenansichten. So kam heraus, dass das Arbeitsministerium die Pandemie offenbar letztes Jahr für beendet hielt. Gibt es da Risse im Regierungs-Corona-Block, der wie ein Monolith wirkt? […]






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