Das Schwachsinnsargument schlechthin, in der Corona-Krise 1000x gehört. Das Argument entspricht in etwa dessen, dass womöglich schon wirklich schlechte Menschen der Fussballnationalmannschaft zugejubelt haben. Muss diese dann komplett zurücktreten? Oder der Trainer? Wegen Kontaktschuld? Und wer behauptet, Impfkritik sei nicht legitim, entlarvt sich selbst. Ich höre mir ja auch Pro-Impfung Argumente an. Allein mich hat bis jetzt nichts überzeugt. Und wenn die Impflinge jetzt schon jede Impfkritik per se als illegitim desavouieren, dann wird das auch nichts mehr…
Schwachsinns Argumente wiederholen sich die letzte 24 Monate ständig. Wer seine Äusserungen danach auswählt, wer ihm dafür applaudieren könnte, ist innerlich schon tot und nur noch Spielball derer, die den Diskurs vorgeben. Es kommt nicht darauf an, wer etwas sagt, sondern was er sagt und es ist uninteressant, wer applaudiert, wenn es wahr ist. Das ist der Hauptgrund, warum in unserem Land viele Dinge falsch laufen, niemand will mehr irgendetwas kritisieren oder sagen, aus Angst Applaus von den «Falschen» zu bekommen. Man (mich eingeschlossen) muss sehr aufpassen, dass man sich nicht selbst in seiner Meinungsfreiheit einschränkt, weil man Angst davor hat, Zustimmung von einer Gruppierung zu bekommen, die man selbst ablehnt. Dabei ist es so einfach, man stimmt jedem zu, der eben die selbe Meinung äussert. Man muss ja nicht zwangsläufig in allen Bereichen die gleiche Meinung oder Ansicht vertreten.
Die Angst vor dem ‚Beifall von der falschen Seite‘ ist nicht nur überflüssig. Sie ist ein Charakteristikum totalitären Denkens.
– Hans Magnus Enzensberger (1962)


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