Es ist ein riesengrosser Unterschied, ob du sagst: «Du bist ein Arschloch», oder: «Ich empfinde dich als Arschloch.» Denn der erste Satz ist ein Angriff. Der zweite ist ein Gefühl. Und bevor jetzt wieder jemand mit dem heiligen Gral der «konstruktiven Kritik» um die Ecke kommt: Bullshit!
Es gibt keine objektive, wohlwollende, für alle gültige «konstruktive Kritik»! Kritik ist immer subjektiv. Immer geprägt durch deine Sicht, deine Werte, deine Erfahrungen. Wenn du wirklich kommunizieren lernen willst, dann hör auf, mit dem Finger auf andere zu zeigen – und fang an, in Ich-Botschaften zu sprechen.
Nicht: «Du machst das falsch.»
Sondern: «Ich empfinde das so und so.»
Denn nur wenn du von dir sprichst, öffnest du die Tür für ehrlichen Austausch.
Alles andere ist Bewertung, Dominanz oder Rechtfertigung. Und ganz ehrlich? Viele reden, um zu antworten – nicht, um zu verstehen.
Und nein – ich schliesse mich da nicht aus. Ich bin selbst noch im Lernprozess. Aber ich bin bereit, hinzusehen. Mich zu reflektieren. Und nicht jedes Gefühl gleich als Wahrheit zu verkaufen.
Wer Kommunikation meistern will, lernt zuerst, den Spiegel zu halten – statt ständig mit dem Zeigefinger zu wedeln.

(via Serpil)






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