Ein Staat, der sich gern als ewiges Opfer des Terrors inszeniert, hat ihn selbst in mehreren Kostümen aufgeführt: Kämpfer in arabischer Arbeiterkluft im King David Hotel, jüdische Schläfer mit Brandsätzen in ägyptischen Postämtern, Mossad-Späher auf einem Lieferwagen am 11. September, ein Schiessbefehl, der am 7. Oktober auch die eigenen Geiseln traf. Und am 30. September 2026 stürzt eine Passagiermaschine Richtung Tel Aviv ins Bodenlose – einen Tag, nachdem Netanyahu verkündet hatte, die Feinde würden vor der Wahl zuschlagen.
Zufälle gibt es nicht. Dieser Staatsapparat hat das Wort «Zufall» in achtzig Jahren so gründlich entwertet, dass er diesen niemandem mehr verkaufen kann.
Milchkannen in Arbeiterkluft
Am 22. Juli 1946 schleppten Irgun-Kämpfer, als arabische Arbeiter verkleidet, sieben Milchkannen voller Sprengstoff in den Keller des King David Hotels in Jerusalem, wo die britische Verwaltung und das Militärkommando sassen. 91 Menschen starben, Schreibkräfte, Boten, Hotelpersonal. Die viel beschworenen Warnanrufe gingen laut Terrorismusforscher Bruce Hoffman wenige Minuten vor der Detonation ein – eine Warnung mit eingebautem Leichensack. Kommandant war der spätere Premierminister Menachem Begin. Zum 60. Jahrestag 2006 enthüllte man eine Gedenktafel, London protestierte gegen den Wortlaut und Netanyahu nutzte die Feier, um säuberlich zwischen «Terror» und legitimer Militäraktion zu unterscheiden. Die Irgun bekannte sich zur Tat, falsch war an dieser Flagge nur das Kostüm. Wie konsequent das Programm danach weiterlief, ist längst dokumentiert.
Operation Susannah: Bomben auf Bestellung, Urkunden auf Raten
Im Juli 1954 legte ein vom israelischen Militärgeheimdienst geführtes Netz ägyptischer Juden Brandsätze in Postämtern und in den amerikanischen Bibliotheken von Kairo und Alexandria. Der Zweck: Nassers Ägypten sollte vor London und Washington als unberechenbares Pulverfass dastehen. Dann zündete in Alexandria eine Bombe vorzeitig, das Netz flog auf. Zwei Männer nahmen sich nach brutalen Verhören das Leben, zwei wurden Anfang 1955 in Kairo gehängt, die übrigen wanderten in Haft. Verteidigungsminister Pinhas Lavon trat zurück. Noch 2015 gab das Verteidigungsministerium Protokolle frei, in denen Lavon und Geheimdienstchef Binyamin Gibli einander den Befehl zuschieben. Und die Reue? Am 30. März 2005 überreichte Staatspräsident Mosche Katzav den Überlebenden Dankesurkunden. Das Lehrbuchbeispiel der False Flag endet in Israel nicht vor Gericht, sondern im Festsaal.
9/11: Fünf Umzugsmänner und ein Geschenk für Jerusalem
Am 11. September 2001 verhaftete die Polizei in New Jersey fünf Israelis, die vom Dach ihres Lieferwagens aus den brennenden Türmen zugesehen und Erinnerungsfotos geschossen haben sollen. Ein halbes Jahr später berichtete der Forward, das FBI habe die Umzugsfirma Urban Moving Systems als Tarnfirma des Mossad eingestuft, die Männer hätten Araber ausgespäht, vom Anschlag aber nichts gewusst. Jerusalem entschuldigte sich laut derselben Quelle diskret – nicht für Terror, sondern dafür, die Spionage nicht angemeldet zu haben. Parallel zogen angebliche israelische Kunststudenten durch Bundesbehörden, einige wohnten in Hollywood, Florida, praktisch im selben Block wie Mohammed Atta. Mitwissen ist damit nicht belegt. Belegt ist, wer sich bedankte: Netanyahu erklärte 2008 an der Bar-Ilan-Universität, Israel profitiere von den Anschlägen auf Twin Towers und Pentagon. Das Muster kennt man schon von Kennedy.
7. Oktober: Lieber tot als Geisel
Ein 40-seitiger Angriffsplan der Hamas lag dem israelischen Apparat laut New York Times über ein Jahr vorher vor. Beobachtungssoldatinnen meldeten monatelang Übungen am Zaun und wurden mit dem Hinweis auf Bauern abgespeist. Ägyptens Geheimdienstchef soll Netanyahu Tage vorher persönlich gewarnt haben, sein Büro bestreitet jeden Kontakt. Am Tag selbst galt laut Haaretz kurz vor 11.30 Uhr der Befehl, kein einziges Fahrzeug dürfe nach Gaza zurück – wer darin sass, wusste jeder. Die Hannibal-Direktive, die eigene Tote billigend in Kauf nimmt, damit niemand als Faustpfand endet, war seit 2016 offiziell abgeschafft. Die 68-jährige Efrat Katz starb wahrscheinlich im Feuer eines israelischen Hubschraubers. In Be’eri liess ein General auf ein Haus mit Geiseln feuern, 13 Zivilisten kamen um, wessen Munition sie tötete, ist ungeklärt. Keine False Flag nach Lehrbuch – aber ein Staat, der eigene Leute lieber tot als gefangen sieht und die Toten danach als Kriegsgrund ins Schaufenster stellt.
Flydubai: Ein Klempner, ein Sturzflug, drei Wahrheiten
Am 29. September 2026 warnte Netanyahu auf dem Stützpunkt Tel Nof, die Feinde würden vor der Wahl vom 27. Oktober zuschlagen. Tags darauf tat ihm jemand den Gefallen. Auf Flug FZ 1073 von Dubai nach Tel Aviv griff der Co-Pilot den Kapitän an, die Boeing 737 Max stürzte laut Reuters in gut 30 Sekunden um mehr als 16’000 Fuss, rund 4900 Meter, das Seitenruder grösstenteils abgerissen, Experte Steve Arroyo staunte gegenüber AP, dass sie «nicht auseinanderbrach». Sauerstoffmasken fielen trotzdem keine.
Dann das Märchen: Trump erzählte, ein israelischer Klempner habe die Maschine mit Wissen aus dem Fernsehen abgefangen. Er wisse zwar nicht, ob es stimme, aber so habe es ihm «Bibi» erzählt. Der Klempner selbst sagt, er habe kurz gesteuert, gelandet habe ein dritter Pilot. Trump raunte von Iran, Netanyahu von Suizid statt Entführung, Ermittler laut CBS von einem Einzeltäter. Drei Versionen, ein Wahlkampf. Geübt hat der Kandidat zuletzt vor leeren UNO-Rängen und aus Washington rollt bereits ein gemeldetes Paket über 2,8 Milliarden Dollar mit Zehntausenden 900-Kilo-Bomben an.
Achtzig Jahre Kostümverleih
1946 trug der Terror arabische Arbeiterkluft, 1954 die Gesichter ägyptischer Juden, 2026 eine omanische Pilotenuniform – ob derselbe Schneider am Werk war, wird ein Premier kaum klären lassen, der schon für den 7. Oktober jede unabhängige Untersuchung abblockt. Ein Staat, der seinen Bombenlegern Dankesurkunden überreicht, darf sich nicht wundern, wenn ihm niemand mehr den fliegenden Klempner abkauft. Glaub dem Etikett erst, wenn du die Akte gesehen hast – bei diesem Absender liegt sie gern fünfzig Jahre im Keller!










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