Ich muss das einmal genau erklären, weil mir bis heute Immunitätsleugner und Stockholm-Syndrom-Geschädigte immer vorhalten, die Effektivität der Impfungen liege bei 90+ Prozent, was natürlich den Hersteller-Pressemitteilungen entstammt. Offensichtlich kennen viele den Zusammenhang nicht. Deswegen bitte ich euch darum, es erstens verstehen zu wollen und zweitens diesen Text abzuspeichern und ihn all denen zu schicken, die es bisher nicht verstanden haben. Das kann für eine persönliche Entscheidung sehr wichtig sein.
Nehmen wir eine Gruppe von 2000 Menschen an, z.B. die Teilnehmer einer wissenschaftlichen Studie. 1000 von ihnen bleiben ungeimpft und von diesen erkranken in dem Beobachtungszeitraum 50 an der ansteckenden Erkrankung. Aus diesen Angaben lässt sich das Risiko errechnen, sich als Ungeimpfter in diesem Zeitraum mit dieser Erkrankung anzustecken. Dieses so genannte absolute Risiko beträgt hier 5%. Soweit, so einfach. Eine Schutzimpfung soll dieses Risiko verringern. Auch klar.
Also werden 1000 von ihnen geimpft und von diesen erkranken in dem Beobachtungszeitraum 5 an der ansteckenden Erkrankung. Aus diesen Angaben lässt sich das Risiko errechnen, sich als Geimpfter in diesem Zeitraum mit dieser Erkrankung anzustecken. Dieses absolute Risiko beträgt hier 0,5%. Eigentlich auch ganz einfach. Das Ansteckungsrisiko der Geimpften beträgt nur 10% des Risikos der Ungeimpften (0,5% gegenüber 5%) – das ist das relative Risiko (RR – relative risk) Geimpfter in Relation zum Risiko Ungeimpfter. Das Ansteckungsrisiko der Geimpften wurde also im Verhältnis zum Risiko der Ungeimpften um 90% verringert (0,5% gegenüber 5%) – das ist die RRR für relative risk reduction, die bei Impfstoff-Studien als so genannte Impfstoffwirksamkeit, Impfstoff-Effektivität oder englisch vaccine efficacy VE bezeichnet wird.
Entscheidend ist hier zu verstehen, dass die Impfstoff-Effektivität VE die relative Verringerung des Risikos ist, also eine reine Verhältniszahl, die völlig unabhängig ist vom tatsächlichen Risiko, sich überhaupt anzustecken und zu erkranken. Sie sagt für sich genommen nichts (nichts!) über den Einfluss der Impfung auf das absolute Erkrankungsrisiko aus! Und damit zu den tatsächlichen Werten der Corona-Impfstoffe:
Eine im April 2021 im Lancet erschienene Studie stellt aus den bis zu diesem Zeitpunkt veröffentlichten Studien diese Kennzahlen für die bis dahin zugelassenen Impfstoffe zusammen (Olliaro 2021). Wichtig ist hier, wie oben erklärt, immer nur «ARR», das absolute Risiko (während VE/RRR eine reine Verhältniszahl ist und gar nichts aussagt):
BioNTech/Pfizer
VE/RRR: 95%
ARR: 0,84%
NNV: 117
Moderna
VE/RRR: 94%
ARR: 1,2%
NNV: 76
AstraZeneca
VE/RRR: 67%
ARR: 1,2%
NNV: 78
Johnson & Johnson
VE/RRR: 67%
ARR: 1,2%
NNV: 84
Sputnik V
VE/RRR: 90%
ARR: 0,93%
NNV: 80
Fazit: Die genannten Impfungen haben ein ARR zwischen 0,84 und 1,2. Oder anders gesagt, sie vermindern laut Lancet das Ansteckungs/Erkrankungsrisiko um 0,84 oder maximal um 1,2%. Jetzt entscheide selbst, ob du dich wegen eines EINprozentig verminderten Risikos anderen Risiken der Impfung aussetzen möchtest.
Wer dieses Thema verstehen will (und vieles andere auch), sollte unbedingt dieses Interview hören. Darin wird zum Beispiel deutlich, dass die oben erwähnte ARR nur 0,84 – 1,2% beträgt, sich schwere Nebenwirkungen einzufangen aber fast 2%. AUCH sollte man es hören, weil sich der Sender vor einem Jahr wegen des damaligen Wodarg-Interviews eine Rüge eingefangen hatte, sie aber jetzt trotzdem die Neuauflage bringen:







«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








