Ich habe zu lange gebraucht, um zu verstehen, dass manche Menschen, egal wie sehr ich meine Seite erkläre, sie so verdrehen, dass sie in ihre Erzählung passt. Früher schüttete ich mein Herz aus und hoffte verzweifelt, dass sie die Wahrheit sehen würden, aber ich habe auf die harte Tour gelernt: Wenn jemand wirklich verstehen wollte, würde er mich nicht darum betteln lassen.
Wenn du bereits entschieden hast, dass ich der Bösewicht in deiner Geschichte bin, gut. Ich werde mich nicht weiter verrenken, um zu beweisen, dass ich gut genug, würdig genug oder unschuldig genug bin. Die Wahrheit ist, je mehr ich erkläre, desto mehr Macht gebe ich jemandem, der es nicht hören will.
Sollen sie doch glauben, was sie wollen.
Sollen sie doch sagen, es sei alles meine Schuld.
Lass sie in ihrer Version der Ereignisse stecken bleiben.
LASS. SIE.
Ich werde mich nicht mehr verteidigen. Denn mir ist etwas Entscheidendes klar geworden – mich immer wieder zu rechtfertigen, bringt keinen Frieden. Es erschöpft mich nur. Es bestärkt sie nur in ihrem Narrativ, denn wenn sie es wirklich verstehen wollten, hätten sie beim ersten Mal zugehört. Ich gewinne meine Energie zurück. Ich verlasse die Endlosschleife von Rechtfertigungen und Debatten. Ich verdiene Verbindungen, bei denen ich nicht darum kämpfen muss, dass meine Wahrheit gesehen wird.
Wenn dir mein Schweigen unangenehm ist, dann sei ruhig unangenehm.
Wenn sich meine Entscheidung, nichts zu erklären, für dich wie eine Niederlage anfühlt, dann liegt das an dir.
Es geht mir nicht mehr darum, eine Schlacht zu gewinnen, die ich nie zu kämpfen bereit war.
Ich habe es satt, darum zu betteln, verstanden zu werden.
Ich habe es satt, um Freundlichkeit, Respekt und Einfühlungsvermögen zu betteln, die man mir freiwillig hätte geben sollen.
Ich habe es satt, mich vor einem Gericht zu verantworten, das von Anfang an nicht fair war.
ICH. BIN. FERTIG.
Die einzige Erklärung, die ich mir selbst schulde, ist, dass ich den Frieden dem Lärm vorgezogen habe.
Ich entscheide mich dafür, weiterzumachen, ohne die Last, ständig zu versuchen, von Leuten gehört zu werden, die darauf aus sind, mich misszuverstehen.
Sollen sie doch denken, was sie wollen.
LASS. SIE. GEHEN.
Ich werde mich nicht noch einmal erklären.
Denn, ehrlich gesagt, brauche ich das nicht.







«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








