Man stelle sich vor: Eine globale Energiekrise bricht aus, Kriege entflammen den Nahen Osten, Millionen Menschen werden quer über den Planeten verschoben, Überwachungskameras spriessen wie Pilze nach dem Regen – und in einem klimatisierten Thinktank-Büro lehnt sich jemand zurück, nippt an seinem Mineralwasser und sagt: «Läuft.» Jacob Nordangård, schwedischer Forscher, Autor und – man beachte die Poesie – Musiker, hat sich die Mühe gemacht, die Strukturen hinter diesem globalen Schauspiel auseinanderzunehmen. Seine Bücher «Rockefeller: Die Kontrolle über das Spiel» und «Der globale Staatsstreich» lesen sich wie eine Bedienungsanleitung für die Übernahme des Planeten. Und das Erschreckende daran: Es ist keine Fiktion.
Der Ausgangspunkt ist der Iran-Krieg. Nicht als Katastrophe, als Fehler, als tragisches Versagen der Diplomatie – nein. Als geostrategisches Werkzeug. Die Zerstörung der Energieinfrastruktur im Nahen Osten tut nämlich etwas Wunderbares: Sie torpediert die multipolare Weltordnung, die die BRICS-Staaten so frech anstrebten und platziert Amerika wieder bequem im Zentrum der globalen Energiepolitik. Petrodollar adé, Kontrolle durch Chaos – willkommen. Die unsichtbare Hand des Marktes? Eine Faust im Handschuh.
Der Plan hat einen Namen
«Technaten» nennt sich das Konzept, das Nordangård aus den Tiefen der Planungsdokumente ausgräbt. Regionale Regierungseinheiten, die anstelle souveräner Nationalstaaten treten. Nordamerika als Block, Europa als Block, Eurasien, Afrika, Südamerika – alles ordentlich aufgeteilt, wie ein fertiges Puzzle, bevor die Öffentlichkeit die erste Ecke findet. Der Rockefeller Brothers Fund und das Stimson Center in Washington haben diese Zukunft bereits auf Papier entworfen – Berichte mit wohlklingenden Titeln wie «Logic for the Future.» Logik für die Zukunft. Deren Zukunft, versteht sich.
Und wer finanziert den Übergang? Wer stellt die Brückenfinanzierung bereit, während Europa seine Schulen schliesst, um Panzer zu bauen? Wer gibt Schweden – das seit 1814 keinen Krieg mehr geführt hat – die Mittel, sich wieder in eine Militärmacht zu verwandeln? Die Antwort ist so simpel wie deprimierend: Kredite. Und wer die Kredite vergibt, schreibt bekanntlich die Bedingungen.
Nordangård hat den Klimawandel als Vehikel identifiziert, lange bevor es politisch bequem war, das auszusprechen. Nicht den Klimawandel als physikalisches Phänomen – das wäre zu einfach – sondern die Klimawandel-Narrative als Steuerungsinstrument. Die Rockefeller-Stiftung hat das bereits 1958 verstanden, unter Federführung eines gewissen Henry Kissinger: Ein globales Problem benötigt globale Lösungen und globale Lösungen brauchen globale Institutionen. Das ist keine Verschwörungstheorie. Das ist Protokoll.
Das Chaos als Dienstleistung
Die Massenmigration? Kein Unfall. In Schweden – acht Millionen Einwohner zur Jahrtausendwende, heute zehn Millionen – hat man das Labor beobachten können. Importiertes Chaos, gefolgt von einer Antwort, die schon in der Schublade lag: KI-gestützte Gesichtserkennung, digitale ID, Überwachungskameras auf jeder Strasse in Norrköping. Die Bevölkerung sagt Danke. Sicherheit gegen Freiheit – und die Leute kaufen es, weil vorher Schiessereien und Bomben den Preis gesenkt haben.
Das nennt sich nicht Zynismus. Das nennt sich Schockdoktrin und Naomi Klein hat ein ganzes Buch darüber geschrieben. Krise erzeugen, Reaktion provozieren, Lösung präsentieren. Die Lösung war immer schon fertig. Die Krise war die Dienstleistung.
Und die Transhumanisten? Die sitzen auf beiden Seiten des politischen Spektrums, wie Nordangård präzise beobachtet. Links: Wir verbessern die Menschheit für das Kollektiv. Rechts: Wir verbessern uns selbst, weil es unser Recht ist. Gleiche Agenda, andere Verpackung. Im Hintergrund dieselben Technokraten, dieselbe Philosophie: Die Menge ist zu dumm, um selbst zu entscheiden. Wir entscheiden. Für sie. An ihnen.
Psychopathen suchen immer die Schaltstellen
Nordangård formuliert am Ende eine Beobachtung, die man sich merken sollte: Egal welches System – sozialistisch, kapitalistisch, technokratisch – Psychopathen streben nach Macht. Sie finden die Schaltstellen. Sie besetzen sie. Die Frage ist nicht, ob das neue System besser ist. Die Frage ist, ob irgendjemand ernsthaft glaubt, dass ein globales Kontrollsystem weniger anfällig für Machtmissbrauch ist als das jetzige. Die Antwort kennen wir.
Was bleibt, ist ein nüchternes Bild: Der Iran-Krieg umstrukturiert die Energiegeopolitik. Die Energiekrise schafft neue Abhängigkeiten. Die Migrationskrise liefert den Vorwand für Biometrie und Überwachung. Der Klimawandel-Apparat liefert die Rechtfertigung für Ressourcenkontrolle. Und am Ende dieser Kette steht nicht die Demokratie. Nicht die Freiheit. Nicht der Wohlstand für alle.
Am Ende dieser Kette steht jemand in einem klimatisierten Büro. Mit seinem Mineralwasser. Und er lehnt sich zurück. «Läuft…»
(via The Wisdom Tradition)








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