Manchmal wirkt es fast so, als hätte unsere Gesellschaft eine Lieblingsfrequenz: Angst. Dauerbetrieb. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Wenn irgendwo gerade nichts Dramatisches passiert, findet sich garantiert schnell etwas. Krise, Alarm, Bedrohung, Ausnahmezustand – das Grundrauschen moderner Informationsversorgung.
Der Grund ist eigentlich banal. Ein ängstlicher Mensch funktioniert erstaunlich zuverlässig. Er gehorcht schneller, fragt seltener nach und unterschreibt im Zweifel auch Massnahmen, die er vor drei Wochen noch für absurd gehalten hätte. Angst ist kein Nebeneffekt politischer Kommunikation. Sie ist ein ausgesprochen effizientes Werkzeug.
Man könnte fast meinen, sie wird bewusst gepflegt.
Denn wer ständig damit beschäftigt ist, die nächste Katastrophe zu verdauen, hat selten Zeit, grundsätzliche Fragen zu stellen. Ein ruhiger, klarer Geist könnte auf die Idee kommen, Dinge zu hinterfragen. Warum Entscheidungen getroffen werden. Wem sie nützen. Wer davon profitiert.
Und genau da beginnt das Problem.
Ein Mensch, der seine Angst anschaut, statt vor ihr davonzulaufen, wird plötzlich unbequem. Er akzeptiert nicht mehr jede Schlagzeile als Naturgesetz. Er prüft Behauptungen. Er erkennt Muster. Kurz gesagt: Er funktioniert nicht mehr ganz so reibungslos im grossen Getriebe der Dauerpanik.
Das hat allerdings einen kleinen Nebeneffekt: Man fühlt sich dabei gelegentlich ziemlich allein. Denn während der Grossteil der Welt weiter durch die nächste Welle der Aufregung scrollt, steht man plötzlich daneben und fragt sich, warum alle so bereitwillig mitspielen.
Die gute Nachricht: Wer anfängt zu denken, ist selten wirklich allein. Nur deutlich weniger leicht zu steuern.

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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.
Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen
Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.
Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.
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