Jürgen Weichert, Korrespondent von n-tv, berichtet aus Kiew, nachdem die ukrainische Hauptstadt mit russischen Geran-2-Drohnen angegriffen wurde. «Wir können bestätigen, dass es vier Einschläge gegeben hat, hier in der Gegend. Und dieses Viertel, das jetzt von der Polizei teilweise abgesperrt wird, da liegen gleich mehrere Infrastrukturobjekte. Es gibt hier den Bahnhof in der Nähe, es gibt ein Rechenzentrum, der Energiebehörden und es gibt eben ein Kraftwerk, ein Stromkraftwerk.» Weichert weist darauf hin, dass die Behörden in Kiew die Journalisten «gebeten» hätten, nicht zum Ausmass der Schäden und zur Anzahl der Verletzten zu berichten. Der Feind (Russland) sieht schliesslich mit. Was das für einen Aufschrei gegeben hätte, wenn westliche Journalisten in Russland eine solche «Bitte» der Behörden erhalten würden…
Doch so ganz langsam dringt es durch. Die Ukraine konnte bis vor kurzem vor Kraft kaum noch laufen. Und zwar nicht nur die Regierung sondern durchaus auch das Volk auf der Strasse mehrheitlich. Claro, man bombardierte den Marktplatz von Donbass oder die Krim-Brücke und nichts passierte. Ausserdem läuft die «wir gewinnen»-Propaganda rund um die Uhr auf allen (erlaubten) Kanälen. Bis jetzt. Nachdem nun mehr und mehr klar wird, dass man eben ausserhalb des Donbass durchaus sehr wohl erreichbar ist und nicht unverwundbar, wie viele glaubten, ändert sich die Stimmung deutlich – da wird die Presse mit ihrer Jubelpropaganda nicht mehr wahr- und schon gar nicht für voll genommen.
Und nicht nur aus Kiew werden übrigens bitten erfüllt, auch Google zensiert in seiner Suche z.B. die äusserst interessante Dokumentation des “Wochenblick», bei dem ehemalige Mainstream-Journalisten zu Wort kommen, die über die Praxis in der heimischen Medienlandschaft sprechen.

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