Regenzeit. Schon wieder. Pure Obsessions & Red Nights nehmen sich nach ihrem gelungenen Schlag gegen „Enola Gay“ nun den nächsten heiligen Achtziger-Gral vor und beweisen: Nostalgie kann auch düster und kantig sein. «Here Comes the Rain Again» war schon 1983 kein fröhliches Lied, sondern eine elegante Depression mit Frisur. Annie Lennox sang, als würde sie dir gleichzeitig das Herz brechen und es fachgerecht sezieren, während Dave Stewart im Hintergrund präzise an den Nervenenden schraubte. Pop, ja. Aber mit Tiefe, Raum und dieser unheimlichen Ehrlichkeit, die man heute meist nur noch in Datenschutzerklärungen findet.

Pure Obsessions & Red Nights haben genau dort angesetzt, wo es weh tut. Sie lassen das Herz des Songs schlagen, aber pumpen ihm dunkleres Blut durch die Adern. Weniger Neon, mehr Schatten. Weniger Chart, mehr Kellerclub um drei Uhr morgens. Analoge Sounds knarzen wie alte Maschinen, Darkwave-Texturen ziehen sich wie kalter Nebel durch den Track, und der Gesang schaut nicht nach oben, sondern tief nach innen.

Das Ergebnis ist keine billige Cover-Version für Algorithmus-Futter, sondern eine respektlose Verbeugung. Fragilität trifft Wucht, Kontrolle trifft Kontrollverlust. Regen fällt hier nicht romantisch, sondern schwer. Und bleibt liegen. Diese Version will nicht ersetzen. Sie will begleiten. Neben dem Original. Für Nächte, in denen man lieber fühlt als funktioniert…

Pure Obsessions & Red Nights - Here comes the rain again  (Eurythmics cover)
Pure Obsessions & Red Nights - Here comes the rain again (Eurythmics cover)

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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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