Der Trailer zum Reboot der Mörderpuppe macht deutlich, wie sehr sich dieser moderne Chucky von der Variante unterscheidet, die Kinogänger 1988 kennen und lieben gelernt haben. Chucky mordet zwar wieder, aber nicht etwa angetrieben vom Geist eines verrückten Serienkillers, sondern als Folge unseres heutigen technischen Fortschritts. Bedingt durch sein modernes Innenleben ist Chucky angreifbar und ein leichtes Ziel für Übergriffe von aussen. Das lässt die Mörderpuppe eher wie einen Puppen-Verschnitt aus Terminator und Steven Spielbergs A.I. wirken. In ihrer 2019er Ausgabe kommt Buddi (nicht mehr Good Guy) nämlich mit «20 hochempfindlichen Sensoren, diversen Kameras und Cloud-basierter Spracherkennung» daher, die der Puppe zu einem erschreckend realistischen Auftritt verhelfen sollen.
Umgesetzt wurde der Film von Lars Klevberg, dem Regisseur des diesjährigen Geisterspuks «Polaroid». Don Mancini, der Schöpfer der Originalreihe, hält allerdings wenig von dem Neustart seines Kollegen, schliesslich ist der nur möglich, weil MGM derzeit noch die Rechte am Originalfilm hält, das Franchise an sich liegt dagegen bei Universal Pictures. Der neue Chucky (oder Child’s Play, wie der Film in den US&A heisst) wird am 21. Juni auf amerikanische Kinos losgelassen, kann derzeit aber noch keinen Starttermin für unsere Breiten vorweisen. «Buddi ist mehr als ein Spielzeug… Er ist dein bester Freund.» In diesem Glauben holen sich eine Mutter (Aubrey Plaza) und ihr Sohn (Gabriel Bateman) im Reboot von «Chucky – Die Mörderpuppe» die Puppe ins Haus. Doch schnell zeigt sich, dass die weit mehr als nur Freundschaft zu ihrem Besitzer im Sinn hat. Der Film soll vieles anders machen als das Original von Don Mancini. So handelt es sich im Remake um eine fehlerhafte Kumpelpuppe, deren Programmiercode gehackt wurde. Dadurch kann sie unbegrenzt lernen, unter anderem natürlich, wie man Gewalt anwendet. Beim verantwortlichen Übeltäter, der Chucky umprogrammiert, soll es sich um einen chinesischen Fabrikarbeiter handeln, der sich anschliessend das Leben nimmt.






«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








