In «Winnie the Pooh: Blood and Honey» werden aus A.A. Milnes Märchenfiguren blutrünstige Killer gemacht, um gleichermassen Neugier wie Entsetzen zu wecken. Die (morbide) Neugier hat natürlich überwogen und Regisseur Rhys Frake-Waterfield, der keine Zeit verschwendet hat, als Milnes erstes «Pu der Bär»-Buch am 1.01.2022 in die Public Domain übergegangen ist und daher ohne Urheberrechtsverletzungen von allen nach Belieben verfilmt werden durfte, investierte zusätzliches Geld, um die Effekte und die Kills des Low-Budget-Streifens aufzupeppen, denn plötzlich gab es weltweites Interesse an dem Film.
Für unsere Breiten hat er leider immer noch keinen Verleih gefunden, wird jedoch ab dem 15. Februar in den USA und mehreren anderen Ländern aufgeführt. Ursprünglich waren einmalige Event-Screenings am 15. Februar geplant, doch das überwältigende Interesse an den Tickets führte zu einer Verlängerung der Kino-Auswertung um eine ganze Woche. Einige Zeit später soll der Film, dann digital erscheinen. Anlässlich der Sondervorführungen hat der Veranstalter Fathom Events einen kurzen neuen Trailer zum Film zusammengeschnitten, der neue Eindrücke vom Amoklauf im Hundert-Morgen-Wald vermittelt. Der Hype um den Film in den einschlägigen Kreisen ist so gross, dass Frake-Waterfield bereits eine Fortsetzung plant, sowie einen Horrorfilm basierend auf Peter Pan mit dem Titel «Peter Pan: Neverland Nightmare».
Laut Frake-Waterfield waren «Halloween», «Texas Chainsaw Massacre» und «Wrong Turn» seine Inspirationen für den Winnie-Puuh-Slasher. Letzterer ist natürlich weniger bekannt als John Carpenters oder Tobe Hoopers Klassiker, gehört aber dennoch zu den besten modernen Backwoods-Horrorfilmen und ich denke, dass dessen Einfluss in den Trailern zu «Blood and Honey» ersichtlich ist. Es gab jedoch nicht nur Begeisterung über einen Winnie-Puuh-Horrorfilm. Frake-Waterfield verriet kürzlich, dass ihm auch viel Hass und Unverständnis bis hin zu Todeswünschen und -drohungen entgegenschlugen, weil er sich an Kindheitserinnerungen der Menschen vergehen würde.
In dem Film kehrt der erwachsene Christopher Robin (Nikolai Leon) in den Hundert-Morgen-Wald zurück, wo er als Kind mit Puuh, Ferkel, Rabbit, Eule und anderen Wesen befreundet war. Als er auf die Uni ging, hat er sie jedoch im Stich gelassen, ihre animalischen Instinkte nahmen Überhand und sie wurden zu blutrünstigen Kreaturen, die aus Hungersnot u.a. I-Aah gefressen haben. Es wird also nicht gerade ein freudiges Wiedersehen…






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