Das Leben, dieser rätselhafte Zwischenfall im ewigen Atem des Universums. Ein göttlicher Irrtum mit System, ein Experiment, das Bewusstsein genannt wird. Wir kommen schreiend auf diese Welt, als ob unsere Seele ahnte, worauf sie sich eingelassen hat – und gehen wieder, während andere weinen, weil sie noch nicht verstanden haben, dass es nie ums Bleiben ging, sondern ums Erkennen.
Zwischen Anfang und Ende entfaltet sich das göttliche Theater: Lektionen getarnt als Rechnungen, Prüfungen in der Gestalt von Menschen, die wir «lieben» sollen und plötzliche WLAN-Ausfälle als karmische Erinnerung daran, dass Verbindung nichts mit Technik zu tun hat.
Der Mensch sucht nach seinem «Zweck», als wäre das Universum ein Büro und er ein vergessener Angestellter auf der Suche nach seinem Aufgabenbereich. Dabei war der Sinn nie zu finden – nur zu erinnern. Denn dein Zweck ist nicht etwas, das du tust, sondern etwas, das du bist, wenn du endlich aufhörst, dich zu suchen.
Das Universum selbst ist der Trickster unter den Göttern – launisch, verspielt, sarkastisch. Es schenkt dir alles, was du brauchst, aber nie in der Form, die du erwartest. Es ist der Spiegel, der dich mit deinen eigenen Widersprüchen konfrontiert und dabei flüstert: «Schau, das bist du – in göttlicher Verkleidung.»
Am Ende lacht niemand über diesen kosmischen Witz, weil jeder Teil des Pointenaufbaus ist. Doch vielleicht ist genau das der Humor des Göttlichen: Dass selbst das Leiden, die Verwirrung und das Chaos nur Masken des Erwachens sind.
Denn wenn du irgendwann begreifst, dass das Leben dich nie bestrafen, sondern nur lehren wollte – dann lachst du endlich mit. Und das Echo dieses Lachens hallt durch alle Welten…
Der vorliegende Text entfaltet eine weitreichende, provokative These: Die meisten Sprachen der Welt – von Maya-Sprachen über Japanisch, Arabisch, Ungarisch bis hin zu Russisch – gingen im Kern auf das Althochdeutsche (AHD) zurück. Nicht nur einzelne Wörter, sondern Grammatik, Namen, Mythen und Götterbegriffe seien angeblich durchgehend germanischen Ursprungs. Daraus leitet der Autor ein Weltbild ab, in dem «deutsche» Sprach- und Kulturspuren global dominieren – bis zur Behauptung, Juden, Araber, Chinesen u.a. seien sprachlich bzw. kulturell im Grunde «deutsch». Die gängige Linguistik, Etymologie und die Idee von „Lehnwörtern“ erklärt er dabei für grob fehlgeleitet.
Ausgangspunkt: Angstnarrativ und Identitätsfrage
Eingangs verweist der Text auf die (politische) Angst, «die Deutschen» sollten «ausgemerzt» werden – um dann sofort die Identitätsfrage zu stellen: Wer sind «die Deutschen» überhaupt? Als Indizien werden Exonyme herangezogen (z.B. «nemzki»/»nemsi»), die in mehreren Sprachen für «Deutsch(e)» stehen. Daraus wird eine generelle These gestrickt: Der «deutsche Geist» sei global verbreitet – nicht als moderne Nationalität, sondern als uraltes sprachlich-kulturelles Prinzip.
Linguistische Hauptbehauptung
Kernidee: Weltweit lassen sich Wörter, Lautverschiebungen und Morphologie als Varianten althochdeutscher Formen deuten. Beispiele:
«Wasser»: Der Text listet AHD-Formen («wak», «uwa/ovia», «o», «was») und behauptet, nahezu alle Sprachen liessen sich darauf zurückführen – von Nahuatl und Maya bis Japanisch («mitsu») oder Chinesisch («sui»)
Lautentsprechungen: Wiederkehrende Muster wie R ↔ L, B ↔ M, F ↔ B, D → Q/K sollen die Brücke zwischen AHD und heutigen Formen bilden (z.B. Berliner «ick/jeh», hessische Endsilben-Tilgung, italienisches «Firenze»/»Fiora»)
Toponyme & Hydronyme: Von «Uruguay/Paraguay» (als Varianten von AHD «wak») bis «Moskau» (als «mosige Aue»), «Gibraltar» (aus «Gebirg») oder «Zagreb» (Rückwärtsspuren von «Berg»)
Religiöse Begriffe: Arabisch «Allah» ~ AHD «Almahu»; «Koran» ~ AHD «Koran» (Prüfung); hebr./arab. «Schalom/Salam» ~ angeblich AHD-Formen; japanische Götterbezeichnungen im Nihongi mit Endungen «-mikoto» werden als zusammengezogene AHD-Sätze interpretiert («mein Gott» u.ä.)
Grammatikparallelen: Japanische Satzmuster («… mag gut sein») würden AHD-Strukturen entsprechen; ungarische Suffixe (-leg, -ság/ség) entsprächen deutschen Ableitungen (-lich, -schaft)
Generalabrechnung mit «Lehnwörtern»
Der Text greift die Lehnwort-Theorie an: Wenn moderne Erfindungen wie «Fussball», «Computer», «Radio», «Fernsehen», «Auto» schon in 100 Jahren so viele unterschiedliche Namen ausbilden konnten, dann seien globale Wortähnlichkeiten nicht zwingend Entlehnungen, sondern womöglich Spuren einer gemeinsamen Ursprache – die hier als AHD gesetzt wird. Die etablierte Einordnung in Sprachfamilien (indo-europäisch, finno-ugrisch etc.) wird als «Unsinn» verworfen.
Mythologie, Bibel, Heilige Bücher
Breiter Raum gilt der Deutung heiliger Texte als verschlüsselte AHD-Sätze:
Japanisches «Nihongi»: Lange Götternamen endeten auf «-mikoto» und ergäben – nach AHD-Lesart – komplette, sinnvolle Sätze; daraus konstruiert der Text eine alternative Lesart der Schöpfungsgeschichte
Bibel/Antike: «Pfingsten» soll von AHD «pfind-kosta» (Versuchung durch den Feind) stammen, nicht vom griechischen penta. «Tohu-bohu» sei AHD «teuva-bohu» (hauen/pochen) und beschreibe schlicht Baustellenlärm
Götternamen weltweit («Teut/Deus/Zeus/Theo») würden letztlich germanische Wurzeln bezeugen; «Votan»/»Verakot» in Amerika sei nur eine weitere Variante
Von Sprachvergleich zu Weltbild
Aus vielen Einzeldeutungen entsteht ein grosses Narrativ:
Turmbau zu Babel: Nicht semitische Sprachen, sondern das «Heilige Deutsch» sei die Ursprache, aus der die Vielfalt durch Dialektisierung/Schriftvarianten entstanden sei
Völker- und Stammesnamen (-man/-men/-mani) gälten als Ableitungen von «Mann/Mensch»; «Alemannen», «Sachsen», «Diuten/Juten» tauchten als Schlüsselstämme überall auf
Politische Hoffnung: Wenn «semitisch» als Kategorie hinfällig sei und viele Konflikte auf Sprach-/Identitätsmythen beruhen, könne das Konflikte entschärfen – so die optimistische, aber hochspekulative Brücke.
Kritische Einordnung
Der Text ist thesenstark, aber methodisch extrem selektiv: Er überspannt Lautgesetze, ignoriert systematische Rekonstruktionen (z.B. indogermanische Lautverschiebungen), kontextualisiert nicht, arbeitet mit Rückwärtsdeutungen, homophonen Zufällen, «anything-goes»-Korrespondenzen und bestätigungsgetriebener Auswahl. Etymologien werden einseitig germanisiert, Chronologie und Kontaktgeschichte bleiben unbelegt; Schriftquellen werden häufig sekundär (Übersetzungen) gelesen und «alldeutsch» umgebogen. Die Gleichsetzung von Sprachähnlichkeit mit ethnischer Identität ist ein Kategoriefehler und politisch heikel. Sprache, Volk, Religion und Staat sind verschiedene Dinge.
Fazit
Das Werk ist eine gross angelegte Gegen-Erzählung zur historischen Linguistik – reizvoll für alle, die an verborgene Stammbäume glauben, aber wissenschaftlich nicht tragfähig nach gängigen Standards. Es präsentiert eine Welt, in der Althochdeutsch den Schlüssel zu Mythen, Ortsnamen und Göttern weltweit liefert. Wer es liest, bekommt eine Tour de Force aus Lautassoziationen, toponymischen Kunstgriffen und kühnen Bibel-Neuinterpretationen. Als Essay-Provokation bemerkenswert – als Beleg für die Entstehung der Sprachen und Kulturen der Welt höchst zweifelhaft.
Es dauert eine Sekunde. Ein Klick. Eine Fehlermeldung. Dieser Kanal kann nicht angezeigt werden, weil er gegen lokale Gesetze in XYZ verstösst. Kein Prozess. Keine Anhörung. Kein Recht auf Erwiderung. Kein Hinweis, was genau den Verstoss konstituiert. Nur die höfliche, endgültige Mitteilung, dass jemand – irgendwo, irgendwann, ohne dich zu fragen – entschieden hat, was du heute nicht sehen darfst. Das ist Zensur im Jahr 2026. Sie trägt keinen Uniformmantel. Sie hat keine Stiefel. Sie kommt mit einer Fehlermeldung in dezenter Systemschrift und nennt sich Regulierung.
Die Sprache der freundlichen Kontrolle
Man muss den Architekten dieser Ordnung wirklich etwas lassen: Sie haben die Sprache perfektioniert. Desinformation bekämpfen. Inhalte regulieren. Sicherheit erhöhen. Schutzräume schaffen. Niemand ist dagegen. Niemand kann dagegen sein – weil die Begriffe so gebaut sind, dass Widerspruch automatisch als Parteinahme für das Schlechte erscheint. Wer Desinformationsbekämpfung kritisiert, verteidigt offensichtlich Desinformation. Wer Inhaltsregulierung hinterfragt, will offensichtlich unregulierte Inhalte.
Das Geniale daran: Man braucht gar keine Argumente mehr. Die Sprache erledigt die Abwehr selbst. In der Realität bedeuten diese Begriffe: Kanäle werden unsichtbar gemacht. Reichweiten brechen ohne Erklärung ein. Stimmen, die ausserhalb des institutionellen Mainstreams operieren, verschwinden – nicht laut, nicht dramatisch, sondern still, hinter einer Fehlermeldung, die niemand anfechten kann.
Das Muster, das kein Zufall ist
Die Länder in Europa sind kein Einzelfall. Es sind Datenpunkte in einem kontinentweiten Muster. Der Digital Services Act reguliert, was auf europäischen Plattformen sichtbar bleibt. Nationale Gesetze definieren, was lokale Normen verletzt. Behörden koordinieren sich. Plattformen setzen um – weil es einfacher ist, zu löschen als zu verteidigen, weil Compliance günstiger ist als Rechtsstreit, weil kein Algorithmus Meinungsfreiheit versteht.
Was dabei systematisch verschwindet: Nicht die grossen Medienhäuser mit Rechtsabteilung und PR-Budget. Nicht die zertifizierten Faktenchecker, die von Stiftungen finanziert werden, die Interessen haben. Es trifft die kleinen Stimmen. Die Unabhängigen. Die, die ohne institutionellen Rückhalt recherchieren und publizieren. Das ist kein Nebeneffekt. Das ist die Funktion.
Die Psychologie des Gewöhnens
Was diese Form der Zensur so effektiv macht, ist nicht ihre Reichweite. Es ist ihre Lautlosigkeit. Harte Zensur schafft Märtyrer. Sie erzeugt Widerstand. Sie macht das Verbotene begehrenswert. Die weiche Zensur macht keines davon. Sie normalisiert. Sie konditioniert. Sie gewöhnt den Bürger daran, dass bestimmte Inhalte nicht verfügbar sind – und lässt ihn annehmen, dass das schon seinen Grund haben wird.
Wir schützen dich. Das ist der Satz, mit dem Freiheit abgebaut wird, ohne dass es jemand bemerkt. Er klingt fürsorglich. Er klingt vernünftig. Und er funktioniert, weil die meisten Menschen aufgehört haben zu fragen, wer hier eigentlich wen vor was schützt – und wer die Schutzbedürftigkeit definiert. Die Menschen gewöhnen sich. Sie hinterfragen weniger. Sie delegieren Verantwortung. Und genau da beginnt der eigentliche Verlust – nicht der sichtbare, der ärgerliche, der bekämpfbare. Sondern der unsichtbare, der sich anfühlt wie Normalität.
Die Antwort, die Aufwand kostet
Gegen weiche Zensur hilft keine Empörung. Empörung verpufft. Gegen ein System, das sich nicht offen zeigt, hilft nur Eigenständigkeit. Eigene Infrastruktur. Verschlüsselte Kommunikation. Browser, die nicht protokollieren. Mailserver, die nicht mitlesen. Redundanz – mehrere Kanäle, mehrere Plattformen, mehrere Wege, damit eine Fehlermeldung nicht das Ende ist.
Und dahinter, fundamentaler: Wissen, das unabhängig von Netzwerken existiert. Fähigkeiten, die ohne Strom funktionieren. Gemeinschaften, die sich im echten Leben kennen – nicht nur als Follower, nicht nur als Abonnenten, sondern als Menschen, die einander vertrauen. Das klingt nach Vorbereitung für den Ernstfall. Es ist Vorbereitung für den Alltag – für eine Zeit, in der digitale Infrastruktur immer öfter dafür genutzt wird, Informationsfluss zu steuern, statt ihn zu ermöglichen.
Was die Fehlermeldung wirklich sagt
Dieser Kanal kann nicht angezeigt werden. Übersetzt: Jemand hat entschieden, dass du das nicht sehen sollst. Nicht ein Gericht. Nicht eine transparente Behörde mit Einspruchsmöglichkeit. Irgendeine Kombination aus Gesetz, Algorithmus und Verwaltungsentscheid – in einer Sekunde, ohne Gegenwehr.
In einer Demokratie sollte das undenkbar sein. In der europäischen Gegenwart ist es Standard. Die Frage ist nicht mehr, ob Zensur stattfindet. Sie findet statt – dokumentiert, legal abgesichert, terminologisch camoufliert. Die Frage ist, wie lange die Bevölkerung bereit ist, die Fehlermeldung zu akzeptieren – ohne zu fragen, wer sie geschrieben hat.
Nicht verfügbar. Für jetzt. Solange du nichts tust…
Deutschland hat ein neues Staatsprojekt. Es heisst nicht Wirtschaftswende, nicht Friedenspolitik, nicht Rentenrettung. Es heisst: Collien Fernandes gegen Christian Ulmen. Und die Qualitätsmedien dieses Landes – allen voran der Spiegel und die Tagesthemen – haben sich geschlossen dazu entschlossen, dieses Thema mit der Inbrunst einer Weltpremiere zu behandeln, die das Schicksal der Menschheit entscheidet. Bravo. Wirklich. Standing Ovation für das konzertierte Wegschauen.
Fernandes-Ulmen: Rosenkrieg oder Medien-Propaganda?
Zur Faktenlage, soweit man das bei diesem medialen Nebelwerfer überhaupt noch Faktenlage nennen kann: Ein bekannter Schauspieler mit nachgewiesener Vorliebe für absurden Humor – der übrigens von genau demselben linksliberalen Feuilleton jahrelang als herrlich schräges Genie gefeiert wurde – hat anscheinend einen handfesten Fetisch ausgelebt, indem er Männer aus dem Umfeld seiner Frau anschrieb, Pornofilme verschickte und so tat, als wäre er sie. Weder besonders appetitlich noch besonders strafbar. Eher das Niveau eines übergriffigen 14-Jährigen mit Internetanschluss.
Keine Deepfakes im juristischen Sinne. Keine nachweisbaren Sexvideos mit ihrem Gesicht. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren ruhen lassen, weil – man staune – nichts geliefert wurde. Nichts. Null. Leere Hände. Und die Ermittlungen gegen ihn? Eingestellt. Aber das interessiert natürlich niemanden.
Denn was hier abläuft, ist kein Journalismus. Es ist Regierungstheaterpolitik in Reinkultur. HateAid – eine Organisation, deren Nähe zu den Grünen sich juristisch belegen lässt – sucht sich den Spiegel als Medienpartner, trommelt Prominente zusammen, die sich «solidarisch erklären» sollen, und schon läuft die Maschinerie. Titelgeschichte. Primetime. Bundesjustizministerin Hubig eilt herbei wie auf Stichwort und kündigt an, ein Gesetz aus der Schublade zu ziehen, das seit fünf Jahren dort liegt – ungenutzt, weil selbst den Juristen dabei die Haare zu Berge stehen. Eine Vorlage, die im Wesentlichen besagt: Wer sich angegriffen fühlen könnte, macht sich strafbar. Das ist kein Rechtsstaat. Das ist eine Einladung zur Denunziationsgesellschaft.
Und während das alles passiert, gehen in Rheinland-Pfalz die Landtagsergebnisse rein. Die SPD wird zur sterbenden Gattung deklariert. Klingbeil, von dem alle erwarten, dass er am nächsten Morgen die Konsequenzen zieht, setzt sich stattdessen ins Studio und redet über Fernandes. Man muss das auf sich wirken lassen: Der Vorsitzende einer im freien Fall befindlichen Partei nutzt eine Freitagabend-Talkshow, um über einen Promi-Ehestreit zu schwadronieren. Das ist kein Versagen. Das ist Methode.
Die Tagesthemen haben für dieses Thema eine halbe Sendung geopfert. Eine halbe Sendung öffentlich-rechtlichen Rundfunks, finanziert durch Zwangsbeiträge, bei einer Weltlage, die Krieg, Wirtschaftsabsturz und gesellschaftliche Erosion umfasst. Kein Wort darüber, dass es im Strafgesetzbuch mit §238 längst einen Stalking-Paragraphen gibt, der mehrfach nachgeschärft wurde und digitalen Identitätsmissbrauch explizit abdeckt. Kein kritisches Nachfragen. Keine Gegenmeinung. Stattdessen: Bundesjustizministerin darf unwidersprochen reden, Moderatorin nickt, alle einig, Sendeschluss.
Gleichzeitig – und das ist der eigentliche Skandal, über den diese Republik schweigt – gibt es in zwei Jugendheimen laufende Fälle echter, körperlicher Gruppenvergewaltigungen. Die werden weggeduckt, weil sie ein unbequemes Narrativ bedienen könnten. In Neukölln wird ein kurdisches Mädchen von muslimischen Jugendlichen über Wochen missbraucht, alle wissen es, keiner zeigt jemanden an. Aber die digitale Gewalt gegen Collien Fernandes – die juristisch nicht einmal greifbar ist – schafft es in die Tagesthemen-Hauptausgabe. Digitales Befinden schlägt körperliche Realität. Willkommen im 21. Jahrhundert.
Und dann wäre da noch Leonie Löwenherz – kein Klarname, versteht sich – die unter ihrem Pseudonym öffentlich fordert, alle Männer an Marktplätzen aufzuhängen und zu kastrieren, die Unschuldsvermutung für ein faschistoides Konzept erklärt und das Strafrechtssystem generell abbrennen sehen möchte. HateAid, das sich als Kämpfer gegen Hass im Netz versteht, schreitet nicht ein. Die Staatsanwaltschaft schreitet nicht ein. Die Medien berichten nicht. Wäre ein Mann mit identischem Inhalt gegen Frauen vorgegangen, hätte er heute eine Hausdurchsuchung. Diese Asymmetrie ist keine Unaufmerksamkeit. Das ist strukturelle Kollaboration.
Der Journalismus hat kapituliert. Nicht vor der Wahrheit, sondern vor dem Narrativ. Früher galt: Mindestens zwei Quellen, Pro und Kontra, dann berichten. Heute gilt: Welche Geschichte passt zur Kampagne? Wer darf Opfer sein, wer muss Täter sein? Der Rest ist Beiwerk. Recherche ist Zeitverschwendung, wenn man Klicks braucht und Einladungen ins Regierungsumfeld nicht riskieren möchte. Das Ergebnis: Ein Ehestreit zweier Schauspieler aus dem Musikansagebereich wird zur Staatsaffäre. Ein Gesetz, das Juristen für verfassungsrechtlich bedenklich halten, wird durch eine orchestrierte Empörungswelle hoffähig gemacht. Und Klingbeil redet über Fernandes, während seine Partei stirbt.
Der Geschichtslehrer in 50 Jahren wird seine Schüler fragen: Was hat Deutschland im Jahr 2025 beschäftigt? Und die Antwort wird lauten: Ein Schauspieler, der im Netz Pornos verschickt hat. Die Schüler werden lachen. Wir sollten es auch – wenn es nicht so verdammt ernst wäre…
Es gibt Bücher, die entstehen aus Leidenschaft. Aus Neugier. Aus dem Wunsch, etwas Schönes zu schaffen. Und dann gibt es Bücher, die entstehen aus Verzweiflung – aus dem Moment, in dem ein Mensch auf die Trümmer seiner Karriere schaut und denkt: Das muss aufgeschrieben werden. Nicht als Rache. Als Beweis. Als Dokumentation des Zustands einer Gesellschaft, die behauptet, Diskurs zu schätzen – und ihn systematisch bestraft. «Mut zum Widerspruch» ist ein solches Buch.
Die Bilanz des Widerspruchs
Lassen wir die Zahlen sprechen, bevor die Rhetorik es tut. Prof. Dr. Günter Roth – Verwaltungswissenschaftler, Hochschule München – ist nicht mehr Professor an der Hochschule München. Warum? Darüber hat er sich vertraglich verpflichtet zu schweigen. Was er sagen darf: Die nackten Tatsachen. Was die nackten Tatsachen bedeuten: Wer widerspricht, zahlt.
Prof. Dr. Wolfgang Stölzle – zwanzig Jahre Institutsleitung an der Universität St. Gallen – ist nicht mehr Institutsleiter. Er hatte sich hochschulöffentlich gegen die Coronamassnahmen ausgesprochen. Aufhebungsvereinbarung. Sommer 2024. Ende.
Prof. Dr. Harald Walach – Risiko-Nutzen-Analyse der Covid-Impfstoffe veröffentlicht. Resultat: 800’000 Downloads in einer Woche. Zwei wissenschaftliche Arbeiten zurückgezogen. Zwei Arbeitgeber los. Medizinische Universität Posen: raus. Universität Witten: raus.
Man bemerke die Effizienz. Kein Prozess. Keine öffentliche Anhörung. Nur die stille, saubere Maschinerie akademischer Entsorgung – so geräuschlos wie möglich, so endgültig wie nötig.
Die Gesichter des Preises
Aber es geht um mehr als Professoren. Es geht um Menschen, deren Namen ausserhalb akademischer Kreise nie gefallen wären – hätten sie nicht den Fehler begangen, nach ihrem Gewissen zu handeln.
Alessandra Asteriti. Professorin in Lüneburg. Äusserte sich zur Genderthematik aus der Perspektive des internationalen Rechts. Den Studierenden gefiel das nicht. Was folgte, nennt das Buch «kaltgestellt und abgeschossen». Ihre juristische Karriere: Am Nagel. Ihr Leben: Irgendwo in Italien. Der Aufbau von Jahrzehnten: Schutt.
Alexander Bittner. Soldat. Sein Vergehen: Er wollte sich nicht impfen lassen. Er blieb standhaft. Er zahlte die Geldstrafe nicht – konnte sie nicht zahlen. Er sass fünf bis sechs Monate im Gefängnis. Wegen eines Stichs in den Arm, den er nicht wollte.
Dr. Carola Javid-Kistel. Ärztin. Sie nahm Maskenatteste ernst – führte tatsächlich medizinische Untersuchungen durch, statt Formulare abzustempeln. Praxis dicht. Verhaftet in Zürich. Frauengefängnis in Deutschland. Freilassung unter Bedingungen, über die sie nicht sprechen darf. Exil in Mexiko. Rückkehr nach Deutschland: Nicht möglich.
Exil. In Deutschland. Im Jahr 2024. Man lese diesen Satz zweimal und frage sich, ob man ihn in einem anderen Kontext akzeptiert hätte.
Der Autoritarismus des Guten
Prof. Roth nennt es präzise: Den «Autoritarismus des Wahren und Guten». Jene besondere Form der Unterdrückung, die sich selbst nicht als solche erkennt – weil sie ja für die richtigen Ziele eintritt. Für Solidarität. Für Sicherheit. Für das Gemeinwohl. Wer gegen diese Ziele argumentiert, ist nicht Andersdenkender. Er ist Feind. Und Feinde müssen nicht überzeugt werden – sie müssen entfernt werden.
Das Verblüffende, so Roth: Gerade im Akademischen blüht dieser Autoritarismus besonders. Dort, wo Diskurs nicht nur möglich, sondern konstitutiv sein sollte für den Betrieb. Wo die Idee der Universität ursprünglich stand: Als Ort des freien Denkens, des Widerspruchs, der unbequemen Frage.
Studenten, die begeistert Zulassungsarbeiten über Demokratiekrisen schrieben – und dann nicht bereit waren, über die grösste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg zu diskutieren. Das Buch, das jemand schrieb, interessierte niemanden. Dass er es im falschen Medium veröffentlichte: Das war das Vergehen. Der Inhalt stand nicht zur Diskussion. Der Ort der Publikation schon.
Was ein Verlag bedeutet, wenn Verlage nicht mehr ausreichen
Discorso – nicht als regulärer Verlag gegründet, sondern als Genossenschaft. Weil die Gründer verstanden hatten: Wer den Diskursraum offenhalten will, darf nicht von denselben Strukturen abhängig sein, die ihn schliessen.
Das erste Buch des Verlags: «Mut zum Widerspruch». Das zweite: «Freisein von Innen«. Keine Bestsellerlisten. Kein Feuilleton. Keine Talkshoweinladungen für die Autoren – die sitzen in Mexiko, in Italien oder schweigen vertraglich.
Rolf Lenzen, 40 Jahre Verlagsarbeit, fasst es nüchtern zusammen: Nach Corona sah er alle Illusionen zerbrochen – wissenschaftliche, gesellschaftliche, politische. Und dann baute er etwas Neues. Nicht gross. Aber aufrecht.
Der Preis – und die Antwort
Das Bemerkenswerte an diesem Buch ist nicht das Leid, das es dokumentiert. Es ist die Haltung, mit der die Autoren auf dieses Leid zurückblicken. Alle sagen: Sie bereuen es nicht. Alle sagen: Sie würden es wieder tun.
Rolf Lenzen zitiert Emmanuel Levinas —-den Philosophen, der das abendländische Denken vom Ich zum Anderen verschob. Die Ethik liegt im Antlitz des anderen: In seiner Verletzbarkeit, seiner Bedürftigkeit, seiner Unendlichkeit. Wer dem anderen ins Gesicht sieht, wird in die Verantwortung gerufen – nicht durch Gesetz, nicht durch Vorschrift, sondern durch das schlichte Faktum der Menschlichkeit.
Das ist, so Lenzen, der Unterschied. Nicht Ideologie. Nicht Mut im abstrakten Sinne. Sondern der Blick auf den konkreten Menschen – den Patienten, den Schüler, den Soldaten – und die Unfähigkeit, wegzuschauen.
Was die Verantwortlichen tun
Jens Spahn trägt Orden. Karl Lauterbach hat einen Ministerposten. In der Schweiz verleihen sie einander Auszeichnungen. Die Ärzte, Professoren und Soldaten, die ihrem Gewissen folgten, sitzen in Mexiko, in Italien, oder haben vertraglich zugesichert, nichts Schlechtes zu sagen.
Verantwortungslosigkeit, so der treffende Begriff aus der Runde, gedeiht genau dann am besten, wenn Verantwortung auf so viele Schultern verteilt wird, dass sie bei niemandem mehr landet. Das Buch existiert trotzdem. Die Frage, die es stellt, bleibt: Wie viel Widerspruch lässt diese Gesellschaft noch zu? Die Antwort steht in den Lebensläufen seiner Autoren…
Sie widersprachen – und verloren alles… | Mut zum Widerspruch
Hinter allem, was du «Realität» nennst – deiner Kaffeetasse, deinem Herzschlag, deiner existenziellen Panik – verbirgt sich ein schimmernder Vorhang, nicht aus Stoff, sondern aus Wahrscheinlichkeiten. Der Quantenschleier.
Er ist die Grenze zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte. Eine dünne, zitternde Grenze, an der sich das Universum noch nicht endgültig entschieden hat. Bevor du hinschaust, ist es ein kosmischer Brei aus Überlagerungen – nachdem du hinschaust, gibt es vor, schon immer fest gewesen zu sein.
Es ist, als würde die Realität dich mit vollkommener Überzeugung manipulieren.
Jedes Atom, jedes Photon, jedes von dir oszilliert in Unentschlossenheit und wartet darauf, dass das Bewusstsein durch den Schleier lugt und sagt: «Okay, lasst uns dieses Chaos zu etwas Glaubwürdigem zusammenfügen.»
Mystiker nannten es einst Maya-Illusion. Physiker nennen es Wellenfunktionskollaps. Doch beide versuchen, denselben Trick zu beschreiben: Den Bühnenvorhang, der unendliches Potenzial vor endlicher Wahrnehmung verbirgt.
Der Quantenschleier umgibt dich nicht nur. Er ist du selbst.
Deine Gedanken, Gefühle, ja sogar dein Ich-Gefühl sind nur kleine Wellen in diesem unendlichen Feld der Ungewissheit – winzige Falten im Gewebe der Möglichkeiten, die für einen Augenblick so tun, als wären sie eine Person.
Und wenn die Vorstellung vorbei ist – wenn die Wahrnehmung aufhört zu beobachten – fällt der Schleier nicht. Er löst sich einfach leise auf und wartet darauf, dass ein anderes Bewusstsein ihn wieder hebt und spricht: «Es werde Licht.»
Erste Welle – Die Wegbereiter (1940er-1970er)
Geboren in einer Welt aus Steinmauern und eisernen Regeln.
Du hast die ersten Risse im Käfig durchbrochen.
Du hast die Vision der Freiheit an einen Ort getragen, der sie noch nie gesehen hatte.
Zweite Welle – Die Rebellen (1970er-1990er)
Du kamst mit Schwung, ohne Toleranz für Lügen. Ohne Geduld für Spielchen.
Du sahst die Ketten, selbst wenn sie als Sicherheit verkleidet waren.
Du hast der Autorität die Masken abgerissen, bevor die Welt bereit war.
Der Funke schlug 2012 ein – ein uralter Code erwachte in deinem Blut. Im Jahr 2020 wurde das Feuer unaufhaltsam.
Du warst nie hier, um dich zu fügen.
Dritte Welle – Die Erbauer (1990er-heute)
Du kamst an, verdrahtet für die neue Welt.
Du verbindest den uralten Code mit dem modernen Schlachtfeld.
Du erschaffst, verbindest und verankerst, was die ersten beiden Wellen zu öffnen kämpften.
Willkommen zur beruhigenden Nachricht des Tages: Der Iran hat eine Einkaufsliste veröffentlicht. Keine Lebensmittel, keine Elektronik – Brücken. Acht Stück, verteilt auf vier Länder, sorgfältig ausgewählt nach einem Kriterium, das in seiner Brutalität bestechend klar ist: Maximale Isolation bei minimaler Gegenwehr. Keine dieser Brücken ist austauschbar. Keine hat eine Alternativroute. Keine kann während eines laufenden Konflikts ersetzt werden. Aber keine Sorge – die internationale Gemeinschaft wird mit Bestimmtheit eine Pressekonferenz abhalten.
Fangen wir mit Kuwait an. Die Sheikh-Jaber-Al-Ahmad-Al-Sabah-Brücke erstreckt sich über 36 Kilometer Wasser und ist Kuwaits nördliche Lebensader. Nicht eine von mehreren. Die einzige. Wer diese Brücke trifft, trifft Kuwait – nicht symbolisch, sondern logistisch. Vollständige Isolation eines Landes durch einen einzigen Schlag. Das ist keine Kriegsführung, das ist Chirurgie. Die schlechte Nachricht: Der Patient hat keine zweite Lebensader in Reserve.
Weiter nach Saudi-Arabien. Der King Fahd Causeway ist die einzige Strassenverbindung zwischen dem Königreich und Bahrain – und damit die logistische Nabelschnur der US-Fünften Flotte, die dort stationiert ist. Man kann die strategische Eleganz kaum übersehen: Wer diese Verbindung kappt, isoliert nicht nur Bahrain, sondern sägt gleichzeitig der amerikanischen Marinepräsenz im Golf die Versorgungsroute ab. Ein Ziel, zwei Wirkungen, null Redundanz. Irgendwo in Washington sitzt gerade ein Analyst und erklärt seinem Vorgesetzten, warum das eigentlich kein Problem ist. Der Vorgesetzte nickt. Beide glauben es nicht.
Dann Abu Dhabi. Gleich drei Brücken auf der iranischen Liste – Sheikh-Zayed, Al-Maqta, Sheikh-Khalifa – und das ist kein Zufall, sondern Vollständigkeit. Abu Dhabi ist eine Insel. Verbindung eins, zwei, drei zur Küste, alle drei auf der Liste. Alle drei Verbindungen beschriftet. Das ist keine Drohung, das ist ein Protokoll. Wer alle drei trifft, hat Abu Dhabi – Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, Sitz des Staatsfonds, Nervenzentrum eines der reichsten Staaten der Erde – in eine Insel ohne Ausgang verwandelt. Dauer des Wiederaufbaus: Jahre. Dauer des Konflikts, der das verhindert: Unbestimmt.
Und Jordanien. Gleich drei Ziele, darunter die König-Hussein-Brücke als wichtigster Grenzübergang ins Westjordanland und die Abdoun-Brücke als zentrale Verkehrsader Ammans. Jordanien, das Land, das seit Jahrzehnten den schwierigsten Balanceakt der Region vollführt, das Flüchtlinge aufnimmt, Frieden hält und zwischen allen Fronten vermittelt – bekommt gleich drei Einträge auf der Liste. Die Botschaft ist unmissverständlich: Neutralität schützt nicht.
Was diese Liste so bemerkenswert macht, ist nicht ihre Existenz – Militärplanungen gibt es überall. Bemerkenswert ist ihre Veröffentlichung. Der Iran zeigt seine Karten nicht aus Versehen. Er zeigt sie, weil er will, dass man sie sieht. Weil die psychologische Wirkung einer veröffentlichten Zielliste – das Wissen, dass man auf einer Liste steht, dass die Infrastruktur, auf der das eigene Land funktioniert, bereits im Fadenkreuz liegt – ihren eigenen strategischen Wert hat. Angst benötigt keinen Angriff. Sie braucht nur Glaubwürdigkeit.
Und glaubwürdig ist diese Liste. Nicht weil der Iran unbesiegbar wäre, sondern weil diese Brücken tatsächlich unersetzbar sind. Keine Verteidigungsdoktrin für Brücken. Keine Alternativrouten. Kein Wiederaufbau unter Kriegsbedingungen. Jahrelange Bauzeiten, Milliardeninvestitionen – und ein einzelner erfolgreicher Schlag macht das alles irrelevant. Die Verletzlichkeit moderner Infrastruktur ist kein Geheimnis. Sie ist nur unbequem zu diskutieren, weil die Konsequenzen so eindeutig sind.
Was aber vor allem fehlt, ist das Bewusstsein dafür, wo wir gerade stehen. Die Schlagzeilen berichten über Raketen, über Verhandlungen, über Stellungnahmen aus Washington, Tel Aviv und Teheran. Was sie nicht berichten: Dass diese Krise in ihrer eigentlichen Form noch gar nicht begonnen hat. Was bisher vorgefallen ist, war Aufwärmübung. Scharmützel. Stellvertreterkonflikt. Die eigentliche Eskalationsspirale – jene, bei der Infrastruktur fällt, Versorgungswege reissen und ganze Volkswirtschaften kollabieren – steht noch aus.
Acht Brücken. Vier Länder. Null Redundanz. Null Plan.
Und die eigentliche Krise hat noch nicht einmal begonnen…
In diesem Vortrag analysiert Psychiater Bonelli den geistigen Zustand unserer Gesellschaft. Er zeigt, wie Gefühle zur moralischen Instanz erhoben werden, während Wahrheit, Vernunft und klare Begriffe verdrängt werden: Wer Tabus hinterfragt, wird geächtet. Wer nachdenkt, steht im Verdacht…
Wir leben im Wahnsinn: Psychiater spricht aus, was sich viele nicht mehr zu denken trauen (Bonelli)
Das Schöne an Ostern ist die Botschaft der Auferstehung. Der Hase kommt. Die Eier liegen versteckt. Und irgendwo im Gebüsch wartet jemand mit einer Machete. Denn seien wir ehrlich: Die wahren Osterexperten sind nicht die Kirchen. Es sind Freddy Krueger, Jason Voorhees und Michael Myers – drei Männer, die das Konzept «stirbt und kommt wieder» so konsequent verinnerlicht haben, dass selbst der Vatikan neidisch werden müsste. Kein Grab hält sie. Kein Sequel ist das letzte. Auferstehung? Amateursache. Die schaffen das im Halbschlaf. Die Devil’s Rejects bringen etwas Familienstimmung mit – dysfunktional, blutig, lautstark. Klingt nach jedem zweiten Osterfamilienessen. Und der Exorzist? Der liefert die religiöse Komponente gleich frei Haus. Erbsensuppe statt Osterbrunch, Kopfrotation statt Eiersuche, Besessenheit statt Besinnlichkeit. Im Grunde dasselbe Programm, nur ehrlicher. Dann wäre da noch Leatherface, der Mann, der bewiesen hat, dass eine Kettensäge das vielseitigste Osterwerkzeug überhaupt ist. Eier aufschneiden? Kein Problem. Familienzusammenführung auf texanische Art? Spezialität des Hauses. Die Sawyer-Familie versteht Ostern als das, was es im Kern ist: Ein blutiges Familientreffen, bei dem nicht jeder den Braten überlebt. Das letzte Wort aber gehört Ash Williams. Einhand-Kettensäge, Schrotflinte, Lederjacke – und eine Armee von Deadites, die partout nicht in ihren Gräbern bleiben wollen. Klingt nach Auferstehungsproblem. Klingt nach Ostern. Ash hat für solche Fälle bekanntlich nur einen Kommentar: Groovy. Also: Frohe Ostern. Schaut unter euer Bett, bevor ihr die Eier sucht. Prüft die Kettensäge. Lest nicht laut aus alten Büchern vor – egal, wie verlockend das Necronomicon im Osterkörbchen auch aussehen mag. Denn sie kommen wieder. Sie kommen alle wieder. Sie kommen immer wieder….
Über IEA-Notfallpläne, Tempolimits als Energiepolitik und die erstaunliche Regelmässigkeit, mit der Krisen genau die Massnahmen ermöglichen, die sonst niemand wollte.
Die IEA — die Internationale Energieagentur, jenes erlesene Gremium westlicher Industriestaaten, das seit Jahrzehnten die Energiepolitik der freien Welt koordiniert – hat ihr Notfall-Playbook aktiviert. Punkt für Punkt, wie aus einer Schublade, die schon lange bereit lag. Tempolimit auf Autobahnen. Homeoffice-Pflicht. Reduzierter öffentlicher Verkehr. Einschränkung nicht-essentieller Reisen. Rationierung von Treibstoff. Lebensmittelkontingente in bestimmten Märkten. Man kennt die Sprache. Man hat sie 2020 gelernt. Damals hiess es Gesundheitsmassnahme. Heute heisst es Energiemassnahme. Die Fehlermeldung auf dem Bildschirm ist dieselbe, nur der Absender hat gewechselt.
Das Absolute Zero Playbook – für alle, die es bisher nicht kennen
Es gibt ein britisches Regierungsdokument aus dem Jahr 2021, das den unfreiwillig ehrlichen Namen «Absolute Zero» trägt. Erstellt von Universitäten im Auftrag der Regierung, beschreibt es den Weg zur Klimaneutralität bis 2050. Die Massnahmen: Kein Flugverkehr ab 2030, keine neuen Benzinfahrzeuge, drastische Einschränkungen des Reisens, Umstrukturierung der Ernährung weg von tierischen Produkten. Nicht als Katastrophenszenario. Als Plan.
Was jetzt passiert – Flüge werden gestrichen, United Airlines hat bereits fünf Prozent seines Programms gekürzt, Treibstoff wird rationiert in Japan, Südkorea, Australien – sieht aus wie die beschleunigte Umsetzung dieses Plans. Nicht durch politische Entscheidung, nicht durch demokratische Debatte, nicht durch Volksabstimmung. Durch Krise.
Das Hormus-Ereignis liefert die Begründung. Der IEA-Notfallplan liefert die Struktur. Und die Bevölkerung liefert die Compliance – weil sie 2020 gelernt hat, dass vorübergehende Einschränkungen zum Schutz der Gemeinschaft akzeptiert werden. Niemand fragt mehr, wann vorübergehend endet.
Lebensmittelrationierung als neue Normalität
Das Wort klingt nach Krieg. Nach Rationierungsmarken, nach Warteschlangen, nach einer Epoche, die Europa überwunden glaubte. Es ist zurück. Nicht als Metapher. Australien empfiehlt, nicht notwendige Fahrten zu vermeiden. Japan rationiert Treibstoff. Südkorea rationiert Treibstoff. Shell warnt, Europa könnte bereits im nächsten Monat mit Treibstoffknappheit konfrontiert sein. QatarEnergy hat höhere Gewalt erklärt – die globalen LNG-Lieferketten sind gestört.
Und dann der Faktor, über den niemand laut spricht: Ein Drittel der globalen Düngemittellieferungen läuft durch die Strasse von Hormus. Jetzt, im Frühling. In der Pflanzsaison. Wenn in den nächsten Wochen kein Dünger auf die Felder kommt, gibt es im Herbst keine Ernte – nicht weil der Krieg die Felder zerstört hat, sondern weil die Lieferkette unterbrochen wurde. Das ist nicht spekulativ. Das ist Agrarökonomie.
Die Demokratie der Notfallmassnahmen
Hier liegt der eigentliche Kern des Energie-Armageddon – nicht die Knappheit selbst, sondern die Mechanismen, die sie aktiviert. In einer normalen Demokratie würde man fragen: Wer hat entschieden, die Strasse von Hormus zu blockieren? Wer trägt die Konsequenzen? Welche politische Instanz hat genehmigt, dass das Notfall-Playbook der IEA aktiviert wird? Wer wählt die Technokraten, die entscheiden, welche Reisen «essentiell» sind?
Diese Fragen werden nicht gestellt. Nicht weil sie verboten wären – sondern weil Krisen eine eigene Legitimationslogik erzeugen. Notstand schafft Handlungsvollmacht. Wer in einer Krise nach demokratischer Legitimation fragt, wirkt unsolidarisch. Das war 2020 so. Es ist 2026 so.
Das «Absolute Zero»-Dokument beschreibt eine Welt ohne Flugverkehr, ohne freies Reisen, mit rationierter Ernährung und kontrollierten Energiebudgets. Es wurde vor fünf Jahren als langfristiger Klimaplan präsentiert. Es wird gerade als Notfallmassnahme implementiert. Die Ziele sind dieselben. Der Weg ist kürzer als geplant.
Wer profitiert
Öl bei 110, auf dem Weg zu 150 Dollar. Rüstungskonzerne mit Rekordumsätzen. BlackRock als grösster Aktionär sowohl der IT-Konzerne als auch der Rüstungsunternehmen – und bereits als Koordinator des Ukraine-Wiederaufbaus etabliert. Palantir mit Milliardenverträgen beim US-Militär.
Auf der anderen Seite: Ein Rentner in Deutschland, der zwischen Heizung und Lebensmitteln abwägt. Ein Landwirt in Afrika, der keinen Dünger bekommt. Ein Pilot, dessen Flüge gestrichen wurden. Ein Fernfahrer, dessen Routen teurer werden und dessen Mehrkosten jeder bezahlt, der im Supermarkt einkauft.
Die Umverteilung ist präzise, auch wenn sie als Krise verpackt ist. Von unten nach oben. Von vielen zu wenigen. Durch Mechanismen, die niemand gewählt hat und für die niemand zur Rechenschaft gezogen wird.
Das Drehbuch, das kein Drehbuch sein soll
Die grösste Stärke dieses Systems ist seine Deniability. Es gibt kein Dokument, in dem steht: «Plan: Energie-Armageddon als Hebel für technokratische Kontrolle.» Es gibt nur Krisen, die zufällig Massnahmen ermöglichen, die vorher nicht durchsetzbar waren. Zufällig immer dieselben Massnahmen. Zufällig immer mit denselben Profiteuren. Die IEA nennt es Notfallplan. Die Regierungen nennen es Krisenreaktion. Die Medien nennen es Sachzwang. Naomi Klein hat es Schockstrategie genannt. Das war 2007. Seitdem ist das Drehbuch nicht besser versteckt worden. Es wird nur mutiger vorgetragen – weil niemand es aufhält.
Das Playbook ist aktiviert.
Die Schublade war schon lange bereit.
Die Frage ist nicht, ob du das Tempolimit akzeptierst.
Die Frage ist, was als nächstes in der Schublade liegt…
Energy Armageddon Hits: Food Rationing & Lockdowns Begin
Es war einmal eine Pandemie. Oder besser gesagt: Es sollte eine sein. Mit Trompeten, Paukenschlag und dem kollektiven Gehirnversagen von Milliarden Menschen, die brav ihre Masken über die Visage zogen und sich artig in die Schlange für das Experiment stellten, das man ihnen als «Impfung» verkaufte. Die Inszenierung war perfekt, das Drehbuch jahrelang verfeinert – und wer das laut sagte, landete entweder im Gefängnis, wurde mundtot gemacht oder beides. Willkommen in der Realität, die offiziell nicht existiert.
Dr. Heiko Schöning ist so einer, dem man das Mikrofon aus der Hand reissen wollte – buchstäblich und juristisch. Ein Arzt, der 2019 in einem Interview ausdrücklich warnte: Kriminelle planen für 2020 eine weltweite Pandemie. Das Interview lief. Dann wurde es gelöscht. Unterdrückt. Weggekuschelt wie ein unbequemer Verwandter beim Familientreffen. Schöning selbst durfte kurz in den ARD-Tagesthemen aufflackern – «Die Panik ist eine Inszenierung. Ein Betrügertrick.» – und dann war auch das vorbei. Keine Nachfragen. Kein Journalismus. Stattdessen: Schweigen und Weiter-so.
Was danach folgte, liest sich wie das Drehbuch eines schlechten Politthrillers, wäre es nicht bittere Wirklichkeit. Schöning ruft auf einer Demo in Bremen für einen zusammengebrochenen alten Mann einen Krankenwagen. Die Polizei – die selbst keinen gerufen hatte – steckt ihn ins Gefängnis. Offizieller Grund: «Missbrauch eines Notrufs.» Wer zum Verhör erschien, war nicht die Kriminalpolizei, sondern der Staatsschutz. Die politische Polizei. Jene, die direkt dem Innenminister unterstellt ist. Für einen Arzt, der einem Herzpatienten geholfen hat. Man muss das wirklich sacken lassen.
In London das gleiche Theater in grösser: 50 behelmte Spezialpolizisten, Handschellen, Isolationshaft, kein Anwalt, keine Ehefrau, keine Erklärung. Robert F. Kennedy Junior twitterte damals empört darüber. Sieben Jahrhunderte britische Redefreiheitstradition – in einer Nacht entsorgt. Weil ein Arzt auf einer Demo sprach. Falls irgendjemand noch ernsthaft glaubt, es habe sich bei Corona um reine Gesundheitspolitik gehandelt: Bitte, der Ausgang ist da hinten links.
Doch jetzt kommen wir zum eigentlich interessanten Teil. Denn hinter jeder gut geölten Maschinerie stecken Mechaniker – und Schöning nennt einen Namen, der in deutschen Medien so konsequent ignoriert wird, dass das Schweigen selbst schon laut schreit: Nicole Junkermann.
Junkermann. Deutsche Unternehmerin, Investorin, Netzwerkerin deluxe. Wer sie googelt, bekommt wenig. Düsseldorf, 50 Jahre alt, irgendwas mit Tech-Investments, ein paar diskrete Erwähnungen. Für jemanden, der in den Kreisen verkehrt, in denen sie verkehrt, ist das schon bemerkenswert unauffällig. Denn was die internationale Recherche – und eben nicht die deutsche Kuscheljournaille – zutage gefördert hat, ist deutlich ungemütlicher.
Konkret: Junkermann war Mitinvestorin und zeitweise Co-Direktorin bei Carbyne, vormals Reporty – einem israelischen Unternehmen für Notruf- und Überwachungstechnologie. Klingt harmlos. Wird weniger harmlos, wenn man die Mitgesellschafter anschaut: Ehud Barak, ehemaliger israelischer Premierminister, und – Trommelwirbel – Jeffrey Epstein, der Mann, der offiziell Selbstmord beging, während ihn zwei Kameras nicht filmten und zwei Wärter gleichzeitig einschliefen. Epstein war es, der die Verbindung zwischen Barak und Junkermann herstellte und alle drei zu Mitinvestoren in derselben Firma machte. In einer Firma, die sich mit Polizeitechnologie, Notrufsystemen und – man höre und staune – Überwachungsinfrastruktur beschäftigt.
Carbyne. Palantir. Die Technologien, mit denen gerade in deutschen Landesparlamenten Polizeibespitzelung abgenickt wird, als wäre es das Normalste der Welt. Als wären massenhafte Überwachung und der digitale Zugriff auf Bürgerdaten irgendeine Art von Fortschritt statt das, was es ist: Die Infrastruktur eines Kontrollstaats, der schon länger gebaut wird, als die meisten es wahrhaben wollen.
Junkermann taucht in dieser Konstellation nicht zufällig auf. Sie ist Verbindungsglied, Kapitalkanal, Netzwerkknoten. Wer die Epstein-Akten auch nur oberflächlich gelesen hat, weiss: Epstein war kein Lustmolch mit Privatjet, sondern ein Geheimdienstoperateur mit Zugang zu Macht, Geld und Technologie. Und wer in seinen Kreisen investierte, investierte nicht blind.
Dass Schöning sie öffentlich benennt, ist bemerkenswert – und erklärt vielleicht auch, warum man ihn heute noch mit verjährten Geldstrafen aus dem Verkehr zu ziehen versucht, wenn er in den Bundestag will. 3000 Euro auf der Stelle bezahlt, damit er reden darf. In einem Land, das sich Demokratie nennt. Man könnte lachen, wenn es nicht so zum Kotzen wäre.
Währenddessen läuft – laut Schöning und offenbar sogar laut Tagesspiegel – gerade Corona 2.0 an. Massenabgabe von Antibiotika an Gesunde in England. Mikrobiom-Angriff. Das nächste Drehbuch liegt in der Schublade. Ob es dieses Mal klappt, hängt davon ab, ob genug Menschen verstanden haben, was das letzte Mal war: Kein Unglück, keine Fehleinschätzung, keine kollektive Panik. Ein vorgeplantes Verbrechen.
Und solange Frauen wie Nicole Junkermann in Deutschland niemand kennt, solange die Verbindung Epstein–Barak–Carbyne–Überwachung in keiner Tagesschau landet, solange Ärzte ins Gefängnis kommen, weil sie Krankenwagen rufen – solange läuft die Maschine weiter. Geräuschlos. Effizient. Mit freundlicher Unterstützung des kollektiven Desinteresses.
"WISSEN SIE WAS GERADE IN KRANKENHÄUSERN VORBEREITET WIRD?"🚨ARZT PACKT IM BUNDESTAG AUS! DAS WAR'S!
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