Es gibt Fragen, die man nicht stellen soll. Nicht weil die Antworten fehlen – sondern weil sie vorhanden sind, gut dokumentiert, in Archiven zugänglich, von seriösen Historikern aufgearbeitet, und trotzdem so unangenehm, dass der gesellschaftliche Reflex darauf lautet: Schweigen, Wegschauen, Diskreditieren. Eine dieser Fragen ist die simpelste überhaupt: Wer hat unser globales Gesundheitssystem eigentlich gebaut – und warum?
Die Antwort beginnt nicht in Genf, nicht in Brüssel und nicht in Berlin. Sie beginnt in den Büros der Rockefeller Foundation, der Carnegie Corporation und der Harriman-Stiftung. In den Seminarräumen der Ivy-League-Universitäten, wo eine überschaubare Oligarchenklasse ihr Weltbild zu Wissenschaft veredelte. Und sie beginnt mit einem Begriff, der heute als historisch abgeschlossen gilt und es mit Sicherheit nicht ist: Eugenik.
Hermann Ploppa, Publizist und einer der wenigen deutschen Autoren, die dieses Thema systematisch aufgearbeitet haben, dokumentiert in seinem Buch «Hitlers amerikanische Lehrer», was im deutschsprachigen Raum bis heute kaum rezipiert wird: Die ideologischen Grundlagen des nationalsozialistischen Rassenwahns entstanden nicht in München oder Berlin. Sie wurden importiert – aus den USA, aus den Denkfabriken jener selbsternannten Elite, die Sozialdarwinismus für Wissenschaft hielt und Menschenzucht für Fortschritt. Der Nationalsozialismus war kein deutsches Originalwerk. Er war ein amerikanisches Exportprodukt, das die Deutschen mit bekanntem Effizienz-Eifer umsetzten – und für das sie allein in Haftung genommen wurden, während die Urheber unbehelligt weiterforschten.
Das klingt nach Verschwörungstheorie – ist aber Archivarbeit.
Edwin Black, US-amerikanischer Historiker und Sohn polnischer Holocaust-Überlebender, erhielt als einer der ersten Forscher überhaupt Zugang zu den Archiven der Rockefeller Foundation, der Carnegie Corporation und der Harriman-Stiftung. Was er dort fand, veröffentlichte er 2003 unter dem Titel «War Against the Weak»: Ein systematisches, jahrzehntelanges Programm zur Eugenik, zur «Rassenaufartung», zu Sterilisationsplänen, die bis ins letzte Komma durchgerechnet waren. Das Eugenics Record Office legte tatsächlich fest, wie viele Menschen pro Jahr sterilisiert werden müssten, wie viele dauerhaft interniert, wie viele durch Heiratsverbote an der Fortpflanzung gehindert – damit bis zum Jahr 1985 exakt 45 Millionen Menschen aus der «Keimbahn ausgeschlossen» wären. Weltweit. Nicht als theoretische Spielerei, sondern als operativer Plan, finanziert von den philanthropischsten Philanthropen, die Amerika je hervorgebracht hat.
Und dies war Mainstream. Nicht Untergrund, nicht Randgruppenideologie – Mainstream. Universitätsdiskurs. Regierungspolitik. Der stellvertretende Landwirtschaftsminister der USA schlug 1911 vor, jedem Erdenbürger eine elfstellige genetische Identifikationsnummer zu vergeben. Willet Hase, Chef der American Breeders Association — jener Organisation, die sich um die genetische Optimierung von Pflanzen, Tieren und Menschen kümmerte – formulierte damit eine Idee, die uns heute in anderer Form sehr vertraut vorkommt. Die Mittel ändern sich. Die Absicht bleibt.
Die American Breeders Association erarbeitete 1911 acht Optionen zur «Lösung des Minderwertigenproblems»: Sterilisation, Internierung getrennt nach Geschlechtern, Heiratsverbote zwischen «minderwertigen» und «hochwertigen» Menschen, Verbote von Ehen zwischen verschiedenen «Rassen» — und ja, auch Euthanasie wurde diskutiert. Man verwarf sie offiziell, weil die Kirchen zu viel Aufstand gemacht hätten. Inoffiziell ist eine andere Frage.
Madison Grant, Rassentheoretiker und gleichzeitig Naturschützer – ein Mann, der die Redwood-Wälder Kaliforniens schützte, damit die Herren ungestört jagen konnten –, schrieb «The Passing of the Great Race», das Hitler nach eigenem Bekunden als «seine Bibel» bezeichnete. Lothrop Stoddard lieferte die intellektuelle Blaupause für Samuel Huntingtons «Clash of Civilizations» — dieselbe Struktur, andere Verpackung, sechs Jahrzehnte später. Henry Ford kaufte sich eine Zeitung und betrieb darüber antisemitische Propaganda in industriellem Massstab. Für seinen Beitrag zur nationalsozialistischen Weltanschauung erhielt er 1938 den höchsten Orden, den Hitler zu vergeben hatte. IBM bekam ihn auch. Kein Geheimnis. Kein Nachspiel.
Was Ploppa herausarbeitet und was die deutsche Öffentlichkeit bis heute kollektiv verdrängt, ist die Kausalstruktur: Die Nürnberger Rassengesetze waren keine deutsche Erfindung. Sie waren die direkte Übersetzung des Virginia Racial Integrity Act – eines US-Bundesstaatsgesetzes, das bis auf ein Zweiunddreissigstel Prozent «fremdes Blut» zurückverfolgte, gemischte Ehen verbot und getrennte Friedhöfe vorschrieb. Der Autor dieses Gesetzes, Harry Laughlin, wurde 1936 von der Universität Heidelberg mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Ein Akt kollegialer Wertschätzung unter Fachleuten.
Nun könnte man einwenden: Das ist Geschichte. Abgeschlossen. Aufgearbeitet. Nie wieder.
Wäre es so einfach, dürfte man die nächste Frage nicht stellen: Warum stellten Rockefeller und Carnegie ihre Eugenik-Förderung ein? Aus moralischer Einsicht? Aus Entsetzen über die Verbrechen, die in ihrem Namen begangen worden waren?
Nein. Sie stellten die Förderung ein, weil die Pferdezüchterlogik biologisch überholt war. Ende der 1920er Jahre erforschte Thomas Morgan die Zellstruktur der Taufliege und öffnete damit die Tür zur direkten Genmanipulation. Warum mühsam selektieren, wenn man bald direkt eingreifen kann? Die Stiftungen schwenkten um – von der negativen Eugenik zur Genetik, zur molekularbiologischen Forschung, zu den Vorläufern des Genomprojekts. Dasselbe Ziel, elegantere Methoden. Der Transhumanismus ist nicht die Überwindung der Eugenik. Er ist ihre Fortsetzung mit besseren Werkzeugen.
Und das globale Gesundheitssystem? Der Flexner Report von 1910, finanziert von Rockefeller und Carnegie, reformierte die amerikanische Medizinausbildung von Grund auf – und eliminierte dabei systematisch alle Ansätze, die nicht auf Pharmazie und patentierbare Interventionen setzten. Naturheilkunde, Homöopathie, osteopathische Medizin: Aus den Lehrplänen verdrängt, aus dem Diskurs gedrängt, aus der Forschungsförderung gestrichen. Was blieb, war eine Medizin, die Krankheiten verwaltet, nicht heilt – eine Medizin, mit der sich dauerhaft Geld verdienen lässt, solange der Patient krank bleibt. Krankheitssystem, nicht Gesundheitssystem.
Dass ausgerechnet Lithium, ein essenzielles Spurenelement mit nachgewiesener Wirkung auf die psychische Gesundheit, bis heute nicht als Therapiemittel anerkannt wird – obwohl die Evidenz vorhanden ist – ist in diesem Kontext keine Anomalie. Es ist konsequente Logik. Was sich nicht patentieren lässt, wird nicht gefördert. Was sich nicht monetarisieren lässt, wird nicht anerkannt. Was die Abhängigkeit vom pharmazeutischen System verringern würde, wird unterdrückt. Nicht durch Verschwörung im Hinterzimmer, sondern durch das systematische Zusammenspiel von Stiftungsgeldern, Universitäts-Zitierkartellen und Regulierungsbehörden, deren Führungspersonal per Drehtür zwischen Industrie, Behörde und Wissenschaft wandert.
Heute heissen die Stiftungen anders. Bill Gates hat die Rockefeller Foundation nicht ersetzt – er hat sie ergänzt. Das Muster ist identisch: Private Milliardäre, die globale Gesundheitspolitik finanzieren, ohne demokratisches Mandat, ohne Rechenschaftspflicht, dafür mit direktem Zugang zu WHO, Regulierungsbehörden und nationalen Gesundheitsministerien. Die «philanthropischen» Ziele klingen nach Menschenliebe. Wer genau hinschaut, erkennt darunter dieselbe Grundstruktur: Bevölkerungspolitik, Ressourcenkontrolle, die stille Überzeugung, dass eine kleinere, besser kontrollierbare Menschheit eine bessere Menschheit wäre.
Die Epstein-Affäre hat dabei einen momentanen Blick hinter den Vorhang erlaubt. Jeffrey Epstein, Financier ohne erklärbares Einkommen, enger Vertrauter von Wissenschaftlern, Politikern und Tech-Milliardären, finanzierte Transhumanismus-Forschung und bezeichnete sich selbst als Anhänger der Idee, die menschliche Rasse durch gezielte Reproduktion zu verbessern. Er wollte – nachweislich dokumentiert – seinen eigenen Samen nutzen, um eine Art eugenische Kolonie zu gründen. Das ist kein randständiges Detail. Das ist ein Mann, der mit Epstein-Kunden verkehrte, die heute Gesundheitspolitik, Technologieregulierung und Bildungssysteme beeinflussen.
Wer die historischen Belege kennt, erkennt in alldem keine Anomalie. Er erkennt ein Muster, das sich seit 150 Jahren wiederholt: Eine selbsternannte Elite mit dem festen Glauben, das Recht und die Pflicht zu haben, die Menschheit nach ihrem Bild zu formen. Die Methoden wandeln sich – von Sterilisationsplänen über Pharmakontrolle zu genetischen Eingriffen und transhumanistischen Schnittstellen. Die Grundüberzeugung bleibt: Der Mensch ist ein Projekt. Und Projekte benötigen Manager.
Die Frage, die Ploppa stellt – und die jeder stellen sollte – ist keine akademische: Wenn das globale Gesundheitssystem von Leuten gebaut wurde, die Menschen als Rohmaterial betrachteten, warum sollten wir dann annehmen, dass es unserer Gesundheit dient?
Die gute Nachricht: Wer das Muster einmal erkannt hat, verliert die Ehrfurcht. Und wer die Ehrfurcht verliert, kann anfangen zu denken.
Der Zauber funktioniert nur im Dunkeln.
Von Rockefeller, über Epstein bis Gates: Unser «Gesundheitssystem» ist ein Krankheitssystem – und das war immer so geplant
Jetzt siehst du es. Die Züge. Die Muster. Das Spiel, das sie spielen. Die meisten übersehen es, weil sie zu nah dran sind oder zu gutgläubig. Aber du? Du siehst es. Du beobachtest. Du verstehst, was wirklich unter der Oberfläche tut. Diese Klarheit ist Macht. Denn wenn du die Strategie einmal durchschaut hast, kannst du sie nicht mehr ignorieren. Du kannst nicht länger so tun, als ob. Du weisst genau, mit wem du es zu tun hast und was diese Person will. Dieses Wissen verändert alles. Es verändert dein Handeln. Deine Reaktionen. Wie du dich schützt. Vertraue diesem Blick. Er hat dich so lange am Leben erhalten.
Es gibt eine Frage, die man sich stellen muss, bevor man über die Europäische Union spricht: Was genau unterscheidet ein demokratisches System von einem, das nur so aussieht? Die Antwort, die das EU-Parlament gerade täglich liefert, ist so eindeutig wie ernüchternd — und Gerald Hauser, FPÖ-Abgeordneter im Europaparlament, hat die Geduld verloren, so zu tun als wäre das alles irgendwie normal.
Fangen wir mit dem Skandal an, der in einem echten Rechtsstaat bereits zu Rücktritten, Strafanzeigen und parlamentarischen Untersuchungen geführt hätte. Ursula von der Leyen hat in einem persönlichen, privaten Beschaffungsakt per SMS 1,8 Milliarden Dosen COVID-Impfstoff um 35 Milliarden Euro beim Pfizer-Chef Bourla bestellt. 35 Milliarden. Kein öffentliches Ausschreibungsverfahren, keine transparente Dokumentation, keine Kontrolle durch irgendjemanden, der nicht direkt von ihr abhängig ist. Und die SMS? Verschwunden. Einfach weg. «Nicht mehr auffindbar», erklärt von der Leyen der staunenden Öffentlichkeit – mit jener unerschütterlichen Ruhe, die man nur dann aufbringen kann, wenn man weiss, dass einem nichts passiert.
Einem normalen Unternehmer, der bei einer Steuerprüfung für ein paar tausend Euro keine Belege vorweisen kann, steht die Finanzpolizei noch am selben Tag vor der Tür. Ursula von der Leyen verliert 35 Milliarden Euro an Dokumentation – und sitzt weiterhin auf dem mächtigsten Verwaltungsposten Europas. Das nennt man in Brüssel: Führungsstärke. Nun könnte man sagen: Dafür gibt es Kontrollinstrumente. Das Parlament. Untersuchungsausschüsse. Misstrauensanträge. Das stimmt – theoretisch. In der Praxis erklärt Hauser, wie das konkret funktioniert und die Erklärung ist so empörend präzise, dass man zweimal hinsehen muss, um sicherzustellen, dass man nicht versehentlich ein Lehrbuch über autoritäre Systeme liest.
182 Abgeordnete – das sind mehr als 25 Prozent des Europaparlaments – haben den Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zum Impfstoffbeschaffungsskandal unterschrieben. In jedem demokratischen Parlament der Welt, inklusive des österreichischen Nationalrats, ist ein Untersuchungsausschuss ein Minderheitenrecht. 25 Prozent reichen. Das ist der Punkt: Die Minderheit soll die Mehrheit kontrollieren können – sonst ist es keine Demokratie, sondern eine Mehrheitsherrschaft mit parlamentarischer Dekoration.
Im Europaparlament existiert Artikel 215 der Geschäftsordnung. Er besagt, dass das Parlament über die Einsetzung eines Ausschusses auf Vorschlag der Konferenz der Präsidenten entscheidet. Diese Konferenz – 15 Personen unter Vorsitz eines EVP‑Mitglieds – hat mehrheitlich beschlossen, den Punkt schlicht nicht auf die Tagesordnung zu setzen. 182 Unterschriften. Mehr als ein Viertel aller Abgeordneten. Einfach weggewischt. Elegant beerdigt. Kein Beschluss, keine Debatte, keine Abstimmung – weil es gar nicht erst so weit kam. Das ist kein Verfahrensfehler. Das ist System.
Hauser fügt hinzu: Alle 182 Unterzeichner sind namentlich identifiziert. Von der Leyen weiss genau, wer unterschrieben hat. Wer sich gegen sie stellt, steht auf ihrer Liste. In einem demokratischen System nennt man das: Transparenz. Im Kontext dieser Machtstruktur nennt man es: Druckmittel. Aber vielleicht, denkt man sich, gibt es ja noch den Europäischen Gerichtshof. Tatsächlich: Der EuGH hat bereits 2025 geurteilt, dass von der Leyen die Kommunikationsdaten – also jene verschwundenen SMS – herauszugeben hat. Das Urteil liegt vor. Rechtskräftig. Bindend. Von der Leyen hat es ignoriert.
Ein Gerichtsurteil des höchsten europäischen Gerichts. Ignoriert. Von der Frau, die Europa als Rechtsgemeinschaft verkauft. Wer in Deutschland als Privatperson ein rechtskräftiges Urteil ignoriert, bekommt Gerichtsvollzieher ins Haus. Ursula von der Leyen bekommt eine weitere Amtszeit. Nun zu Misstrauensanträgen. Die werden eingereicht — von links, von rechts, aus der Mitte. Und sie werden zuverlässig abgelehnt, weil EVP, Sozialisten, Grüne und Liberale eine stabile Schutzmehrheit bilden, die von der Leyen gegenüber jeder parlamentarischen Kontrolle immunisiert. Der Freibrief ist vollständig: Tu was du willst, wir decken dich.
Das Muster setzt sich bis in die inhaltliche Arbeit fort. Hauser brachte einen Antrag ein, Lithium in niedrigen Dosen als Nahrungsergänzungsmittel anzuerkennen – gestützt auf internationale Fachliteratur, darunter Veröffentlichungen in Nature, die positive Wirkungen auf die neurologische Gesundheit und mögliche Prävention von Alzheimer belegen. Der Antrag wurde einem Ausschuss zugewiesen. Die Fraktionskoordinatoren – Vertreter der Systemparteien – haben ihn nicht auf die Tagesordnung gesetzt. Keine Diskussion, kein Beschluss, keine Abstimmung. Still verräumt.
Der Grund ist nicht schwer zu erraten: Für Alzheimer gibt es inzwischen Medikamente, die unglaublich viel Geld kosten. Eine billige, wirksame Prävention würde dieses Geschäftsmodell stören. Also gibt es sie offiziell nicht – zumindest nicht im Europaparlament. Hauser zieht daraus eine Schlussfolgerung, die so klar ist, dass sie kaum noch kommentiert werden muss: «Die EU ist undemokratisch und nicht transparent. Niemand braucht diese Europäische Union. Ich brauche sie nicht.»
Das ist kein Populismus. Das ist die nüchterne Bilanz eines Mannes, der von innen gesehen hat, wie das System tatsächlich funktioniert. Untersuchungsausschüsse werden durch Geschäftsordnungstricks verhindert. Gerichtsurteile werden ignoriert. Misstrauensanträge werden systematisch abgeblockt. Sachanträge verschwinden in Ausschussschubladen. Und wer darüber berichtet, wird als Verschwörungstheoretiker bezeichnet – von denselben Institutionen, die gerade live dabei sind, ihre eigenen demokratischen Spielregeln zu brechen.
Auf einem Planeten, wo die Lüge vorherrscht, sagt Hauser, kann die Wahrheit nur Verschwörungstheorie sein. Das ist sein Leitspruch geworden. Man versteht, warum…
Ursula von der Leyen: Sie löscht SMS, ignoriert Gerichte, blockiert Kontrolle – und niemand stoppt sie
Es gibt Momente, in denen ein System sich selbst so gründlich demaskiert, dass selbst seine treuesten Apologeten kurz innehalten müssten – wären sie nicht so damit beschäftigt, weiterzumachen als wäre nichts gewesen. Die EUdSSR hat gerade einen solchen Moment geliefert. Gleich mehrere davon, sogar, in rascher Folge, wie ein politisches Feuerwerk der Selbstentlarvung.
Beginnen wir mit dem Skandal, der in einer echten Demokratie Schlagzeilen wochenlang dominiert hätte: Peter Magyar, Oppositionspolitiker aus Ungarn, frisch aus einem überwältigenden Wahlsieg hervorgegangen, sitzt im Europaparlament – und darf dort nicht sprechen. Nicht wegen eines Urteils, nicht wegen eines Regelbruchs im rechtlichen Sinne, sondern weil seine Fraktion sich im Januar geweigert hatte, bei einer Abstimmung gegen einen Misstrauensantrag gegen Ursula von der Leyen mit abzustimmen. Genauer: Sie haben sich enthalten. Nicht dagegen gestimmt – enthalten. Das reichte, um mit einem sechsmonatigen Redeverbot belegt zu werden, das ausgerechnet dann gilt, wenn das Europaparlament über Ungarn debattiert.
Man lese diesen Satz noch einmal: Ein gewählter Abgeordneter darf bei einer Debatte über sein eigenes Land nicht sprechen – weil er sich nicht schützend genug vor eine EU-Kommissionspräsidentin gestellt hat, die niemand direkt gewählt hat.
Manfred Weber, Vorsitzender der EVP, jener Partei, die sich als Bollwerk europäischer Demokratie versteht, hat diese Sanktionen mitgetragen. Sieben ungarische Abgeordnete bestraft, weil sie nicht spurteten. Dass selbst eine Grünen-Abgeordnete aus Deutschland öffentlich forderte, Magyar nach seinem Wahlsieg sprechen zu lassen – und Weber trotzdem das Redeverbot aufrechterhalten hat – ist das Niveau, auf dem sich der europäische Parlamentarismus gerade bewegt. Wenn Linksaussen für Redefreiheit kämpft und die «Volkspartei» sie unterdrückt, ist die politische Verwirrung vollständig.
Und während Brüssel damit beschäftigt ist, unbequeme Wahlsieger mundtot zu machen, präsentiert von der Leyen mit Fanfare ihre neue Altersverifikations-App – ausdrücklich nach dem Vorbild des COVID-Zertifikats modelliert. Man muss ihr zugutehalten: Sie ist wenigstens ehrlich in ihrer Referenz. Das COVID-Zertifikat war das Instrument, mit dem europäische Staaten den Zugang zum öffentlichen Leben von einem staatlich vergebenen Status abhängig gemacht haben. Wer keinen hatte, durfte keinen Kaffee im Café trinken, kein Konzert besuchen, keinen Friseur aufsuchen – und musste dabei intimste Gesundheitsdaten vor wildfremden Menschen vorzeigen.
Genau dieses Prinzip soll nun auf den digitalen Raum übertragen werden. Zunächst für unter 18-Jährige – denn «Kinderschutz» ist jenes Zauberwort, bei dem die Mehrheit der Bevölkerung reflexartig nickt und nicht nachfragt. Dann, schrittweise, für alle. Das ist nicht Spekulation, das ist die erprobte Methodik jeder Ausweitung staatlicher Kontrolle seit Menschengedenken: Klein anfangen, Akzeptanz schaffen, skalieren. Dass von der Leyen in diesem Zusammenhang «freie Rede» metaphorisch mit Gift vergleicht, das Kinder schädigt, ist dabei keine Nebensächlichkeit – es ist Programm. Meinungsfreiheit als toxische Substanz, die reguliert werden muss. Aus dem Mund der Frau, die formal Chefin der Behörde ist, die europäische Grundrechte schützen soll.
Als wäre das nicht genug, bekommt Brüssel nun auch geopolitisch die Quittung für seine Hybris. Man hatte geglaubt: Orban weg, freie Bahn. Das nächste Russland-Sanktionspaket, die weitere Ukraine-Unterstützung, die vollständige aussenpolitische Gleichschaltung – alles ohne lästige Vetospieler durchzupeitschen. Pustekuchen. Robert Fico, der slowakische Ministerpräsident, macht unmissverständlich klar: Ohne Garantien für die Druschba-Pipeline kein Ja zu weiteren Sanktionen. Punkt. Kein Verhandlungsspielraum, kein diplomatisches Herumgedruckse – ein klares Nein aus einem Land, das schlicht seine Energieversorgung nicht aufs Spiel setzen will, weil Brüssel es für einen guten Vibe mit Washington möchte.
Das Muster ist vollständig sichtbar: Eine Institution, die gewählte Abgeordnete mit Redeverboten belegt, Zensurinfrastruktur nach Pandemiemodell baut und bei Widerspruch mit Sanktionen reagiert – und dabei unablässig «Demokratie» und «europäische Werte» im Mund führt. Das ist keine Demokratie in der Krise. Das ist eine Demokratie als Kulisse, hinter der Machtpolitik stattfindet. Raumschiff Brüssel, Kurs unbekannt. Bitte anschnallen…
Eilt💥EU dreht durch!💥REDE-VERBOT für Magyar💥Das ist der wahre Plan!💥DAMIT haben sie nicht gerechnet
Es gibt Momente, in denen das System sich selbst entlarvt. Nicht durch dramatische Enthüllungen, nicht durch mutige Whistleblower, nicht durch investigativen Journalismus — sondern durch schlichtes Versagen beim Verstecken. Der Kanton Zürich hat gerade einen solchen Moment geliefert und er ist lehrreicher als jeder Staatskunde-Unterricht, den die Schweizer Schule je produziert hat.
Der Sachverhalt ist so simpel wie ungeheuerlich: Im Rahmen der Totalrevision des kantonalen Gesundheitsgesetzes führte der Kanton Zürich von Juli bis Oktober 2025 ein Vernehmlassungsverfahren durch – jenes demokratische Herzstück, das Bürger, Parteien und Verbände einladen soll, Gesetzentwürfe zu kommentieren, bevor die Politik darüber entscheidet. Parteien kommentierten. Verbände kommentierten. Interessierte Bürger kommentierten. Alle sorgfältig, alle gutgläubig, alle auf Basis der offiziellen Unterlagen.
Was in diesen Unterlagen fehlte: Eine Strafbestimmung von bis zu 50’000 Franken für Verstösse gegen ein Impfobligatorium. Eine Bestimmung, die übrigens seit März 2020 im kantonalen Recht verankert ist. Nicht neu, nicht geplant, nicht in Diskussion – geltendes Recht, das schlicht und einfach aus den Konsultationsunterlagen verschwunden war. Einfach so. Fehler, sagt die Gesundheitsdirektion. Fehler, glauben wir natürlich sofort. So wie man einem Trickbetrüger glaubt, wenn er sagt, die Karte sei von selbst verschwunden.
Man muss sich die Architektur dieses «Fehlers» kurz vor Augen führen, um seine Eleganz zu würdigen. Ein Vernehmlassungsverfahren dient explizit dazu, die Akzeptanz eines Gesetzesvorhabens zu messen. Im Kanton St. Gallen, wo ein ähnliches Impfobligatorium mit Bussen bis zu 20’000 Franken neu eingeführt werden sollte, gab es einen massiven Aufschrei. Die Bevölkerung reagierte, die Debatte entbrannte, Widerstand formierte sich. Im Kanton Zürich, wo die Busse doppelt so hoch ist – 50’000 Franken, man lasse das kurz wirken – gab es keinen Aufschrei. Keinen Protest. Keine Eingaben. Keine Debatte.
Natürlich nicht. Wenn das Entscheidende nicht in den Unterlagen steht, kann sich niemand dagegen wehren. Wer nicht weiss, was er kommentieren soll, kommentiert es nicht. Demokratie als Nullsummenspiel: Die Behörde gewinnt, der Bürger verliert und niemand hat offiziell betrogen. Fehler eben.
Die Juristen von ABF Schweiz, namentlich Andrea Staubli, entdeckten den Sachverhalt und wandten sich an die Gesundheitsdirektion. Die bestätigte den Fehler umgehend und kündigte an, die Bestimmungen im nächsten Vorentwurf «einfach wieder einzufügen.» Problem gelöst, Akte geschlossen, weitermachen. Dass damit die gesamte Vernehmlassung wertlos ist – dass alle Eingaben auf Basis unvollständiger, irreführender Unterlagen erfolgten – interessierte die Behörde erkennbar wenig. Das Verfahren war fehlerhaft? Man fügt die Zeile ein. Als würde man einen Verfassungsbruch mit Tipp-Ex korrigieren.
ABF Schweiz liess das nicht durchgehen und schrieb Mitte März einen formellen Brief an das Präsidium des Kantonsrates – mit der Forderung, die Vernehmlassung zu wiederholen und das Verfahren zunächst zu stoppen. Antwort: Keine. Zwei Monate Schweigen. Regierungsrätin Natalie Rickli liess mitteilen, Regierungsrat und zuständige Kommission seien «sofort informiert worden» — ab dem 16. Februar 2026. Am 13. April 2026, als ABF Schweiz persönlich vor dem Kantonsrat erschien und den Parlamentariern ein Faktenblatt in die Hände drückte, wusste keiner von ihnen irgendetwas davon. Kein einziger Kantonsrat. Zwei Monate nach der angeblichen «sofortigen Information.»
Man muss kein Jurist sein, um zu erkennen, was hier passiert. Die Legislative wurde von der Exekutive schlicht nicht informiert. Die Volksvertreter wurden im Dunkeln gelassen. Und die Medien? Zwei grössere Zeitungen zeigten Interesse, eine hatte den Artikel praktisch fertig – und zog ihn zurück. Zweimal. Aus Gründen, die man sich denken kann, aber nicht beweisen muss.
Das Muster ist erkennbar und es endet nicht im Kanton Zürich. Die WHO hat nach Corona die internationalen Gesundheitsvorschriften massiv verschärft. Der Pandemievertrag wurde in einem «dubiosen Konsensverfahren» durchgedrückt. Jetzt soll der sogenannte «Pathogen Access and Benefit Sharing»-Anhang verabschiedet werden – ein Konstrukt, das den Handel mit Krankheitserregern reguliert, Pharmaunternehmen Zugang zu pathogenen Organismen verschafft und den WHO-Generaldirektor nicht müde werden lässt, zu betonen, wir lebten im «Jahrhundert der Pandemien.» Nach einer Pandemie ist vor einer Pandemie. Das Geschäftsmodell muss sich selbst reproduzieren.
In diesen Kontext gehören die kantonalen Impfobligatorien, die Bussenkataloge, die «fehlenden» Strafbestimmungen in Vernehmlassungsunterlagen. Das sind keine isolierten Verwaltungsfehler – das sind Ausbrüche eines internationalen Systems, das lokal implementiert, was global beschlossen wurde, und dabei hofft, dass niemand genau hinschaut.
Der Unterschied zwischen einer Demokratie und ihrer Attrappe ist exakt das: ob die Spielregeln eingehalten werden, wenn es unbequem wird. Vernehmlassungsverfahren, die entscheidende Elemente verschweigen, informieren die Legislative zwei Monate lang nicht über eigene Fehler, und Journalisten, die fertige Artikel zurückziehen – das ist keine Demokratie mit kleinen Mängeln. Das sind Potemkin’sche Dörfer mit Paragraph-Verkleidung.
Natalie Rickli ist übrigens Young Global Leader des Weltwirtschaftsforums. Nur der Vollständigkeit halber.
Nichts tun ist keine Option. Das ist vielleicht der einzige Satz aus dem ganzen Gespräch, dem man ohne Einschränkung zustimmen kann. Der Rest ist Dokumentation eines Systems, das nicht mehr versucht, besonders gut zu lügen – sondern nur noch darauf setzt, dass die meisten Menschen es ohnehin nicht merken. Manche merken es…
Zürich, 50’000 Franken und der dreisteste «Fehler» in der Geschichte der direkten Demokratie
Es war nur eine Frage der Zeit. Während die Menschheit noch darüber diskutiert, ob 5G die Vögel tötet oder nur den Verstand, hat Trump bereits die nächste Evolutionsstufe der Durchdringung unterzeichnet. 6G. Nicht für schnelleres Netflix, nicht für bessere Videotelefonie – sondern, und man lese das bitte zweimal, für «implantierbare Technologien.» Schwarz auf Weiss, offiziell, präsidial signiert, mit dem ganzen demokratischen Pomp, den das Weisse Haus aufbieten kann.
Das Produkt der Stunde: Das «Biological Interface System to Cortex», liebevoll BISC genannt. Ein hauchdünner KI-Gehirnchip, der zwischen Schädelknochen und Grosshirnrinde residieren soll wie ein ungebetener Hausgast, der nie wieder geht – und nebenbei alles mitliest, was man denkt, fühlt oder zu denken wagt. Der Weihnachtswunschzettel schreibt sich damit praktisch von selbst.
Die Verkaufsargumente werden grandios sein. Mehr Produktivität. Bessere Gesundheitsüberwachung. Direkter Zugang zu Informationen – oder umgekehrt: Direkter Zugang der Informationsbehörden zu dir. Gedanken optimieren, Impulse regulieren, unerwünschte Meinungen noch vor dem Aussprechen algorithmisch glätten. Das nennt man dann vermutlich «personalisierte kognitive Assistenz» und verkauft es mit einem Apple-Event und Standing Ovations.
David Icke, der seit Jahrzehnten als Irrer abgestempelt wird und dessen Vorhersagen mit bemerkenswerter Regelmässigkeit Wirklichkeit werden, bringt es auf den Punkt: Trump zerstört das alte System nicht, um Freiheit zu schaffen – sondern um Platz zu machen. Platz für eine KI-Kontrollarchitektur, die globaler, totaler und unsichtbarer ist als alles, was das 20. Jahrhundert an Überwachungsphantasien hervorgebracht hat. Und das Schöne daran: China tut dasselbe. Die EU tut dasselbe. Russland tut dasselbe. Der geopolitische Konflikt ist Show – die Agenda ist identisch.
Grenzen existieren für Völker, nicht für Eliten. Und Chips kennen bekanntlich keine Pässe.
Die eigentliche Frage ist nicht, ob BISC kommt. Die Frage ist, ab wann es nicht mehr freiwillig ist. Ab wann der Ungechipte – wie einst der Ungeimpfte – aus dem Sozialsystem, dem Bankkonto, dem öffentlichen Leben herausfällt, bis die Entscheidung keine mehr ist. 6G für implantierbare Technologien. Und irgendwo lacht ein Technokrat, der diese Zeilen bereits vor zehn Jahren geschrieben hat…
6G: Weil Freiheit im Schädel mehr Bandbreite braucht
Rob Zombie hat mal wieder zugeschlagen – und diesmal ist es kurz, dreckig und grün. Das Musikvideo zu «The Black Scorpion», der neuesten Single aus seinem neuen Album «The Great Satan», ist draussen und falls ihr dachtet, ein Kerl mit Dreadlocks und mehr Tattoos als Hautfläche könnte euch noch überraschen: Falsch gedacht.
Grünes Licht, Zombie, seine Band, Punk-Metal – fertig. Unter zwei Minuten. Keine ausufernden Solos, kein episches Drumfill-Geprotze, keine dreistündige Navel-Gazing-Session. Der Track ballert rein, zieht seine Sache durch und verschwindet wieder, bevor ihr überhaupt Zeit hattet, euren Kaffee zu trinken. Respekt, ehrlich.
«The Black Scorpion» reiht sich ein in eine Parade an Singles, die zeigen, dass Rob Zombie mit über 40 Jahren in diesem Geschäft immer noch keine Lust hat, brav zu spielen: «F.T.W. 84», «(I’m a) Rock ‚N‘ Roller», «Heathen Days» und «Punks And Demons» — allesamt Beweisstücke dafür, dass der Mann an der Spitze der Heavy Music nicht sitzt, weil er dort hingeklebt wurde, sondern weil er alle anderen vom Thron geprügelt hat.
Vier Jahrzehnte Avantgarde-Ästhetik treffen auf monströsen Groove-Rock — das klingt nach Kunsthochschule, fühlt sich aber an wie ein Hammerschlag in die Magengrube. «The Great Satan» ist laut Zombie selbst eine seiner kühnsten Platten. Manche brauchen drei Akte und ein Orchester. Rob Zombie braucht grünes Licht und einen Verstärker.
Sechs Wochen. Sechs Wochen ist die Strasse von Hormus bereits blockiert, und wer glaubt, es gehe dabei nur um Öl, Geopolitik und das übliche Säbelrasseln zwischen Washington und Teheran, hat den eigentlichen Film verpasst. Der läuft nämlich im Hintergrund – leise, effizient, hochprofitabel – und sein Drehbuch wurde nicht in einem Kriegsministerium geschrieben, sondern in den Vorstandsetagen von BlackRock, Microsoft und Amazon.
Beginnen wir mit den nackten Zahlen, denn die sind bereits verheerend genug. Durch die Strasse von Hormus fliessen rund 20 Prozent des weltweit benötigten Erdöls und Erdgases. Sechs Wochen Blockade bedeuten sechs Wochen massiv eingeschränkte Energieversorgung, steigende Produktionskosten, kollabierte Lieferketten und eine Inflation, die sich mit jeder weiteren Woche tiefer in die Kaufkraft der arbeitenden Bevölkerung frisst. Das ist schmerzhaft, aber beherrschbar – für reiche Länder. Für arme Länder beginnt hier bereits die Katastrophe.
Doch der eigentliche Brandbeschleuniger trägt einen unscheinbaren Namen: Düngemittel. 35 Prozent der weltweiten Düngemittel-Rohstoffe passieren die Strasse von Hormus – ausgerechnet jetzt, in der Pflanzsaison der nördlichen Hemisphäre, wenn Landwirte von Nigeria bis Bangladesh die Äcker bestellen müssen. Ohne Dünger keine Ernte. Ohne Ernte kein Essen. Das ist keine Theorie, keine Prognose mit Unsicherheitskorridor – das ist Agronomie. Und die Katastrophe, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, ist bereits unabwendbar. Selbst wenn die Blockade morgen früh aufgehoben würde, käme der Dünger zu spät. Die Ernte 2026 in weiten Teilen der Welt ist bereits verloren.
Nigeria, Kenia, Äthiopien, Bangladesh — vier Länder, 600 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte davon unterhalb der Armutsgrenze. Für diese Menschen bedeutet «Lebensmittelknappheit» nicht teurere Brötchen beim Bäcker. Es bedeutet Hunger. Realer, tödlicher, massenhafter Hunger. Während europäische Verbraucher die Supermarktpreise verfluchen und Politiker Entlastungspakete ankündigen, sterben anderswo Menschen – leise, weit weg, ohne Hashtag.
Nun stellt sich die Frage, die jeder stellen sollte und kaum einer laut stellt: Wer hat ein Interesse daran? Hunger ist kein Zufall. Hunger ist, historisch betrachtet, immer auch ein Instrument – ein Hebel, mit dem Abhängigkeiten geschaffen, Märkte neu geordnet und Bevölkerungen gefügig gemacht werden. Und in diesem Fall gibt es eine Antwort, die so offensichtlich ist, dass sie fast schon dreist wirkt.
Wir befinden uns mitten in der vierten industriellen Revolution. Nach dem Personal Computer und dem Internet hat die KI die Bühne betreten — und sie denkt nicht biologisch, sie denkt effizient. Technologisch optimiert. Und ihre Analyse der traditionellen Landwirtschaft fällt vernichtend aus: Ineffizient, personalintensiv, flächenfressend, unkontrollierbar. Das Urteil der Algorithmen: Ersetzen.
Die Lösung heisst Vertical Farming. Obst und Gemüse nicht mehr unter freiem Himmel, nicht mehr von Bauern auf Feldern, nicht mehr abhängig von Wetter, Boden und Saatgut — sondern in Fabriken. In Containern. Unter künstlichem Licht, mit künstlicher Bewässerung, mit minimalem Personaleinsatz und maximalem Kontrollgrad. Wer die Fabrik besitzt, besitzt das Essen. So einfach ist die neue Landwirtschaft.
Und wer investiert in diese neue Landwirtschaft? Bill Gates. Jeff Bezos. SoftBank. Google Ventures. IKEA. Walmart. Die übliche Gästeliste jener Dinnerpartys, zu denen niemand eingeladen wird, der von seiner Arbeit lebt.
Die Viehzucht soll ebenfalls verschwinden — zu teuer, zu personalintensiv, zu kompliziert. Ersetzt wird sie durch Laborfleisch, das heute bereits industriell im 3D-Drucker produziert werden kann und preislich mit konventionellem Fleisch konkurriert. Wer investiert? Gates, Elon Musks Bruder Kimbal, Richard Branson. Und — das ist der Teil, der besonders zynisch ist — ausgerechnet Tyson Foods und Cargill, die beiden amerikanischen Fleischgiganten, die jahrzehntelang die Massentierhaltung perfektioniert haben und nun behaupten, Laborfleisch diene der Verringerung von Tierleid. Die Konzerne, die Millionen von Tieren industriell schlachten, positionieren sich als Tierschützer der Zukunft. Man muss diese Dreistigkeit fast bewundern.
Und wer sitzt als institutioneller Grossaktionär hinter all diesen Unternehmungen — sowohl Vertical Farming als auch Laborfleisch? BlackRock und Vanguard. Die beiden Vermögensverwalter, die zusammen Anteile an praktisch jedem bedeutenden Konzern der Welt halten und deren Einfluss auf globale Wirtschaftsentscheidungen so gross ist, dass Regierungen dagegen wie Hobbyvereine wirken.
Das Muster ist nicht schwer zu erkennen, wenn man bereit ist, hinzuschauen. Eine globale Krise, die die traditionelle Landwirtschaft destabilisiert. Düngemittelknappheit, Ernteausfälle, Preissteigerungen — Bedingungen, unter denen kleine Bauernbetriebe zuerst aufgeben, während Grosskonzerne günstig Marktanteile kaufen. Hungersnöte in armen Ländern schaffen politischen Druck für «innovative Lösungen» — und die innovativen Lösungen sind zufällig bereits fertig, bereits patentiert, bereits investiert.
Wer kontrolliert das Saatgut, kontrolliert die Ernte. Wer kontrolliert die Fabrik, kontrolliert das Essen. Wer das Essen kontrolliert, kontrolliert die Menschen. Das ist keine Paranoia — das ist Machtlogik, so alt wie die Zivilisation, nur diesmal mit KI-Optimierung, ESG-Rating und einer hübschen Nachhaltigkeitsstory für das Jahresbericht-Cover.
Die Strasse von Hormus ist blockiert. Die Ernte fällt aus. 600 Millionen Menschen in vier Ländern stehen am Rand einer Hungerkatastrophe. Und irgendwo tagt ein Board of Directors, das auf die Quartalszahlen des Vertical-Farming-Portfolios schaut und nickend feststellt: Der Plan läuft nach Zeitplan. Guten Appetit!
Hunger by Design: Wie die Blockade der Strasse von Hormus den grossen Reset der Landwirtschaft finanziert
Sarah Engels fährt zum ESC nach Wien. Schön. Interessiert hier niemanden. Was interessiert: Sie war vorher in Südafrika, hat mit schwarzen Mädchen ihren Song geprobt, das Video auf Instagram gepostet — und prompt brach jener Shitstorm los, der im Jahr 2026 so verlässlich eintrifft wie die nächste Klimakonferenz mit Privatjet-Anreise. Der Vorwurf: White Saviorism. Die Realität: Eine Heuchelei-Veranstaltung, bei der nicht Sarah Engels das eigentliche Problem ist.
Ja, die Bildsprache war unklug. Das Setting – weisse Frau im Mittelpunkt, schwarze Kinder als Kulisse, keiner wird mit Namen vorgestellt, alle verschmelzen zur homogenen Requisite – bedient einen Armutsvoyeurismus, den wir seit den Äthiopien-Bildern der 80er Jahre kennen und seitdem zur Kunstform perfektioniert haben. Die eigenen Kinder zensiert, die afrikanischen Kinder unzensiert auf dem Präsentierteller – das ist zumindest eine Frage wert. Berechtigt. Notiert. Weiterfahren.
Aber jetzt zu den Moralaposteln, die sich auf diese Kritik stürzen wie Möwen auf einen Pommesstand – denn hier liegt der eigentliche Skandal, und er riecht deutlich intensiver. Die linksprogressive Woke-Bubble, die gerade kollektiv empört die Hände ringt, baut ihr gesamtes ideologisches Fundament auf exakt jenem Prinzip, das sie bei Sarah Engels anprangert: Schwarze Menschen als permanente, hilflose Opfer zu inszenieren, die ohne weisse Verbündete — Pardon, «Allies» — durch das böse, strukturell rassistische System nicht bestehen können. Tag für Tag, Tweet für Tweet, Panel für Panel wird das Opfernarrativ gepflegt, zementiert, institutionalisiert. Und dann wundern sich dieselben Menschen, dass ein Popstar nach Südafrika fliegt und sich als Retterin inszeniert?
Man züchtet sich die White Saviors selbst heran. Das ist keine Pointe – das ist Kausalität. Wer jahrelang predigt, dass marginalisierte Menschen grundsätzlich unprivilegiert, strukturell benachteiligt und ohne externe Unterstützung hilflos sind, darf sich nicht wundern, wenn die nächste Influencerin diese Botschaft verinnerlicht hat und mit dem besten Gewissen der Welt nach Afrika fliegt, um zu «helfen». Die Woke-Ideologie ist der Nährboden für genau jenen paternalistischen Retterkomplex, den sie gleichzeitig als Rassismus geisselt. Beides gleichzeitig zu vertreten erfordert eine kognitive Flexibilität, die man auch anders nennen könnte: Doppelmoral.
Und dann ist da noch der wohl pikanteste Punkt, den man in all dem Empörungslärm fast überhört: Hätte Sarah Engels auf einem dänischen Schulhof mit einer weissen Schulklasse gesungen und die Kinder unzensiert gezeigt – hätte irgendjemand auch nur mit der Wimper gezuckt? Die Antwort kennen wir alle. Nein. Null Reaktion. Kein Video, keine Entrüstung, kein Hashtag. Das Drama entsteht ausschliesslich, weil die Kinder schwarz sind. Wer ist hier also eigentlich derjenige, der schwarze Kinder anders behandelt? Sarah Engels, die mit ihnen singt – oder die Empörungsmaschine, die erst dann aufheult, wenn die Kinder die falsche Hautfarbe haben? Wenn man mit dem Finger auf jemanden zeigt, zeigen bekanntlich drei Finger zurück.
Das Muster ist so alt wie die Bewegung selbst: Schwarze Menschen werden von beiden Lagern instrumentalisiert. Die eine Seite für Reichweite und ESC-Promo, die andere für Likes, moralische Überlegenheitsgefühle und den wohligen Schauer der Selbstgerechtigkeit. Beiden geht es nicht um die Kinder in Südafrika. Beiden geht es ums eigene Ego. Der Unterschied zwischen Sarah Engels und ihren lautesten Kritikern ist lediglich der Kanal der Selbstdarstellung.
Und die Mädchen aus Südafrika, die in diesem Video zu sehen sind? Die hatten vielleicht einfach Spass am Singen. Aber das ist eine Perspektive, die in diesem Diskurs niemanden interessiert – weil sie das Opfernarrativ stört, auf dem die gesamte Empörungsindustrie ihren Lebensunterhalt aufgebaut hat.
Steigt aus der Opferrolle aus. Man kann nicht gleichzeitig Stolz und Selbstbestimmung einfordern und sich täglich als hilflose Projektionsfläche für westliche Schuldgefühle anbieten. Das wäre dann wirklich progressiv. Aber progressiv war die Woke-Bubble noch nie — sie war immer nur laut…
Sarah Engels, Rassismus-Vorwürfe und die Heuchelei der Woken
Während der deutsche Durchschnittsbürger seinen Kontoauszug bestaunt und überlegt, ob er sich diesen Monat noch Heizung oder Lebensmittel leisten kann, jettet Aussenminister Johann Wadephul – von wohlmeinenden Beobachtern auch «Whatafool» genannt — nach Kenia. Nicht etwa für harte Verhandlungen, nicht für Krisengespräche, nicht für irgendetwas, das auch nur entfernt nach Aussenpolitik riecht.
Nein. Disco-Bus. Kochkurs. Lokale Küche. Gute Stimmung. Schöne Bilder für Instagram. Man fragt sich unwillkürlich, ab wann eine Dienstreise aufhört, Dienstreise zu sein, und anfängt, ein sehr teurer Urlaub auf Kosten jener Menschen zu werden, die ihn bezahlen – ohne gefragt worden zu sein. Die Antwort lautet offenbar: Nie, solange man sie «Kulturdiplomatie» nennt und dabei breit genug lächelt.
Deutschland führt Kriege auf Pump, streicht Sozialleistungen, erhöht Steuern – und sein Aussenminister lernt kenianisches Kochen. Die Aussenpolitik ist in guten Händen. Teuren Händen. Aber guten. Gib alles, Whatafool!
Wadephul in Kenia: Wenn Aussenpolitik zum dekadenten Party-Trip wird
Kiew, Mittagszeit. Ein 58-jähriger Mann eröffnet auf offener Strasse das Feuer auf beliebige Passanten, flüchtet in einen Supermarkt, nimmt Geiseln, wird von der Polizei erschossen. Fünf Tote, zehn Verletzte. Tragisch. Erschütternd. Und vor allem: politisch höchst unangenehm.
Denn die Pointe, die der ukrainische Propagandaapparat am liebsten aus der Berichterstattung herausoperieren würde, steckt in der Vorgeschichte: Der Mann war vor wenigen Tagen gewaltsam mobilisiert worden. Mit 58 Jahren. Nicht freiwillig, nicht patriotisch beseelt, sondern auf der Strasse eingefangen und in Uniform gesteckt – wie es in Selenskyjs Fleischwolf namens «Verteidigung der Demokratie» täglich tausendfach geschieht.
Heute Morgen floh er. Nahm ein Sturmgewehr mit. Und demonstrierte auf seine verstörende, tragische Art, was passiert, wenn man verzweifelte, traumatisierte Männer gegen ihren Willen in einen Krieg presst, den sie nicht führen wollen. Die eigentliche Frage stellt natürlich niemand: Wie viele solcher Männer stehen gerade an der Front – Finger am Abzug, Blick ins Leere?
Selenskyjs Volksarmee: Wenn die Zwangsrekrutierung zum Sicherheitsrisiko wird
Willkommen in der strahlend sauberen Zukunft der Elektromobilität. Wo einst stinkende Verbrennungsmotoren die Luft verpesteten, haben wir heute etwas ungleich Besseres: Batteriebrände, die man schlicht nicht löschen kann. Nicht mit Wasser. Nicht mit Schaum. Nicht mit gutem Willen und Klimabewusstsein. Einfach – nicht.
Im BYD-Werk brennt es. Lithium-Ionen-Zellen, einmal thermisch durchgegangen, entwickeln ihre eigene Sauerstoffversorgung und brennen munter weiter, während die Feuerwehr daneben steht und philosophisch über die Grenzen menschlichen Eingreifens nachdenkt. Stunden. Manchmal Tage. Mit Toxinen, die kein Umweltaktivist in seiner Zukunftsvision eingeplant hatte.
Aber das Narrativ bleibt unerschütterlich: Das E-Auto rettet die Welt. Die Produktion der Batterie? Umweltkatastrophe. Das Laden mit Kohlestrom? Nicht erwähnen. Der Brandfall? Versicherungssache. Die giftigen Löschmittel im Grundwasser? Schön schweigen. Die Verbrenner-Fahrer werden derweil mit Fahrverboten bestraft, während das grüne Wunderwerk der Neuzeit lichterloh brennt – und niemanden interessiert’s. Prost. Auf die Zukunft!
Grüne Apokalypse: BYD brennt – und die Klimakirche schweigt
Draven präsentiert Geschichten aus der Gruft mit allerlei Geheimnisvollem aus den unheimlichen Tiefen des Netzes und aus jeder Ecke der Welt. Seit dem Jahre 2007 wird Dir hier ein cooler Weblog-Mix aus Musik, Movies, Comics, Horror, Games, Kunst, Radio, Trash, Punk und Heavy Metal geboten – genau so wie es sein soll! Denn glaube mir, nichts ist trivial.
When there’s no more room in hell, the dead will dance on earth! Freunde, die Gruft präsentiert: Dravens Radio from the Crypt! Hier wird Euch ein handverlesenes Musikprogramm geboten, welches von Draven speziell für die besten Leser des Internetz zusammengestellt wurde. Von Punk bis Rock, von Folk- bis Thrash-Metal, für jeden finsteren Musikgeschmack das Richtige. Natürlich immer noch ein Stückchen lauter und besser!
Duldest du Leugner auf deiner Seite?
Nein.
Immunitätsleugner, Impfschädenverharmloser und diejenigen, die das unendliche Leid von Kindern und alten Menschen negieren, sicher nicht!
Stubenhockers WICHTIGER Beitrag zu Politik, Kultur, Wissenschaft und Popeln
Support your local Draven!
Dass das Betreiben von dravenstales.ch mit erheblichem Zeitaufwand und auch einigen Kosten verbunden ist, dürfte klar sein. Damit Kosten und vielleicht noch ein, zwei Freigetränke gedeckt sind, könnte ich den ganzen Laden hier mit Werbung vollkleistern. Ich mag aber meine Leser, weshalb ich ihnen ein (weitgehend) werbefreies Leseerlebnis bieten möchte. Wenn dir das und/oder das Treiben auf dieser Webseite gefällt, dann wäre es nett, wenn du den Spass hier irgendwie unterstützen würdest. Danke!