Es gibt Momente, in denen die Traumfabrik ihre Maske fallen lässt. Nicht versehentlich. Absichtlich. Stolz. Mit Tränen in den Augen und einer Dankesrede, die sich anfühlt wie ein Politbüro-Kommuniqué mit besserer Beleuchtung. «One Battle After Another» hat sechs Oscars gewonnen. Sechs. Für einen Film, den die echten Zuschauer mit 18 Prozent bewertet haben. 18 Prozent. Ein Wert, den selbst Direktvideos über Haushaltsorganisation übertreffen.

Mainstream-Kritiker hingegen verteilten euphorische 96 Prozent – eine Lücke von 78 Prozentpunkten zwischen dem, was die Branche denkt, und dem, was Menschen tatsächlich empfinden. Aber keine Sorge: Die unbequemen Stimmen wurden inzwischen durch «Verified Audience Scores» und Zensurfilter ordentlich weggeräumt. Die Demokratie der Kinokasse – bereinigt, optimiert, woke-kompatibel.

Antifa als Heldenerzählung – kein Satire-Artikel
Der Film präsentiert die sogenannte «French 75» als moralische Lichtgestalt. Die French 75 ist eine radikale Antifa-Gruppe. Linksextreme Gewalt wird nicht nur gezeigt, sondern heroisch verklärt – verpackt in cinematographisch ansprechende Bilder, damit der Zuschauer das warme Gefühl bekommt, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Dabei ist die richtige Seite, wie Hollywood sie definiert, stets dieselbe: Links, laut, aktivistisch und am besten mit geballter Faust im Poster.

Auf der anderen Seite des moralischen Spektrums? Konservative. Dargestellt als tölpelhafte Faschisten, bösartige Rassisten und wandelnde Klischees ohne inneres Leben. Keine Grautöne. Keine Ambivalenz. Kein Versuch, die andere Hälfte der Gesellschaft als Menschen zu begreifen. Stattdessen: Pappaufsteller des Bösen, damit der Zuschauer weiss, wen er zu hassen hat. Pädagogisch wertvoll. Subtil wie eine Abrissbirne. Das nennt Hollywood Kunst. Kritiker nennen es, etwas präziser, ein psychopathisches Erziehungsprogramm.

Der Flop, der triumphierte
Und jetzt das Schönste an der ganzen Geschichte: Der Film war ein wirtschaftliches Desaster. Ein echter, vollständiger, nicht zu beschönigender Kassenschrott. Die Zuschauer wollten ihn schlicht nicht sehen – jene lästigen Individuen, die mit ihrem eigenen Geld entscheiden, was ihnen zwei Stunden ihres Lebens wert sind. Der freie Markt hat gesprochen, deutlich und unmissverständlich. Hollywood hat geantwortet: Sechs Oscars.

In der Geschichte der Akademie ist es ein seltenes Phänomen, dass ein finanzieller Totalausfall den Hauptpreis davonträgt. Normalerweise mischt sich in die Oscar-Kalkulation wenigstens ein minimales Bewusstsein dafür, dass Filme auch gesehen werden sollten. Nicht dieses Mal. Dieses Mal siegte die Botschaft über alles – über Publikum, über Einnahmen, über den letzten Rest künstlerischer Glaubwürdigkeit.

Wenn die Kritikerzunft 96 Prozent vergibt und das Publikum 18, ist das kein Qualitätsurteil mehr. Das ist Klassenunterschied. Die kulturelle Elite belohnt sich für Inhalte, die sie selbst produziert, selbst bewertet und selbst auszeichnet – während der Rest der Bevölkerung draussen sitzt und sich fragt, für wen das eigentlich gemacht wird.

Die Säuberung der Statistik
Aber wenigstens war man ehrlich – ach nein, das stimmt nicht. Als die niedrigen Publikumswertungen unbequem wurden, änderte man die Spielregeln. Der «Verified Audience Score» stellt sicher, dass nur noch verifizierte Ticketkäufer abstimmen dürfen. Wer den Film aus Überzeugung oder Protest nicht gekauft hat – und es gibt viele Menschen, die ideologisch motivierte Propaganda grundsätzlich nicht finanzieren wollen – der existiert in der offiziellen Statistik einfach nicht mehr. Kritische Stimmen systematisch ausgeschlossen. Missliebige Meinungen weggefiltert. Das Ergebnis: steigende Bewertungen. Mission accomplished. Die Wirklichkeit wurde nicht verändert – sie wurde umdefiniert. Auch das ist eine Hollywood-Tradition.

Was sechs Oscars über den Zustand der Kulturindustrie sagen
Das eigentlich Beunruhigende an diesem Triumph ist nicht der Film selbst. Schlechte Filme haben immer existiert und werden immer existieren. Das Beunruhigende ist die Systematik dahinter: Eine Industrie, die sich selbst belohnt, ihre eigene Agenda auszeichnet, die Reaktion des Publikums filtert und das Ganze als künstlerischen Konsens verkauft.

Dass Sean Penn für seine abgrundtief lächerliche Karikatur eines rassistischen, notgeilen, dämlichen und abgrundtief bösen Colonels, der frisch aus einem Antifanten-Kinderbuch entsprungen zu sein scheint und der vor lauter aufgestautem Hass nicht mehr normal gehen kann, als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde, offenbart, welch kleinkarierter, linker Geist über all dem schwebt.

Sechs Oscars für einen Film, den echte Zuschauer mit 18 Prozent bewertet haben, sind kein Qualitätsmerkmal. Es ist ein Symptom. Eine Industrie im fortgeschrittenen Stadium der Selbstreferentialität – produziert für die Bubble, bewertet von der Bubble, ausgezeichnet von der Bubble.

Und der normale Kinogänger? Der zahlt den Streaming-Abonnementbeitrag, der diesen Betrieb mitfinanziert. Ob er will oder nicht. And the winner is – wie gehabt…

Antifa als Heldenepos: Hollywood hat die Scham offiziell abgeschafft


ANZEIGE: Du suchst nach dem einfachsten Weg, Bitcoin zu kaufen und selbst zu verwahren? Die Relai-App ist Europas erfolgreichste Bitcoin-App. Hier kaufst Du Bitcoin in wenigen Schritten und kannst auch Sparpläne einrichten. Niemand hat Zugriff auf Deine Bitcoin, ausser Du selbst. Relai senkt jetzt die Gebühr auf 1 %, mit dem Referral-Code REL105548 sparst Du weitere 10 %. (keine Finanzberatung). Disclaimer wg. EU-Mica-Regulierung: Die Dienste von Relai werden ausschliesslich für Einwohner der Schweiz und Italien empfohlen.

Psst, folge uns unauffällig!

Mehr für dich:

Unterstütze uns!

 
«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

Um den Betrieb der Seite zu gewährleisten könnt ihr gerne eine Spende per Kreditkarte, Paypal, Google Pay, Apple Pay oder Lastschriftverfahren/Bankkonto zukommen lassen. Vielen Dank an alle Leser und Unterstützer dieses Blogs!
 


Wir werden zensiert!

Unsere Inhalte werden inzwischen vollumfänglich zensiert. Die grössten Suchmaschinen wurden aufgefordert, unsere Artikel aus den Ergebnissen zu löschen. Bleib mit uns über Telegram in Verbindung, spende, um unsere Unabhängigkeit zu unterstützen oder abonniere unseren Newsletter.

Newsletter

Nein danke!