Wer schön sein will, muss leiden und Osteuropa bleibt im Horrorkino ein gefährliches Pflaster. Fünfzehn Jahre, nachdem uns Eli Roth (Cabin Fever, The Green Inferno) im «Hostel» einquartierte, gibt im belgischen Schocker «Yummy» von Lars Damoiseaux nun allerdings der immer beliebter werdende OP-Tourismus Anlass zur Sorge. Sein Film begleitet ein junges Paar in eine heruntergekommene Klinik, die mit schnellen Schönheitseingriffen und kostengünstiger Abwicklung lockt. Getreu dem Motto «Facelifts, Boob Jobs and… Zombies» – so versprechen es blutgetränkte Trailer und das Kinoposter zum Film – dauert es allerdings nicht lange, bis die routinemäßige Behandlung vollkommen aus dem Ruder läuft.
Michael (Bart Hollanders) findet seine Freundin Alison (Maaike Neuville, bekannt aus «24 Hours – Two Sides of Crime») gefesselt auf dem Operationstisch vor. Sie ist das Opfer einer experimentellen Verjüngungskur. Als er sie losbindet, setzt er damit unwissentlich ein todbringendes Virus frei, das in Windeseile auf die anwesenden Ärzte, Patienten und sogar seine mitgereiste Schwiegermutter übergreift und diese in blutrünstige Zombies verwandelt! Was danach folgt, kann an dieser Stelle getrost als «Blutbad» umschrieben werden – jedoch eines, das vorerst unseren belgischen Nachbarn vorbehalten bleibt. Einen Starttermin für unsere Breiten hat die zum Teil via Crowdfunding finanzierte Ko-Produktion von 10.80 Films (Torpedo, The Bouncer), A Team Productions (Patser, Black) und Everstory Productions derzeit nämlich noch nicht. Die Hauptrollen bekleiden Maaike Neuville (24 Hours – Two Sides of Crime), Bart Hollanders, Clara Cleymans, Benjamin Ramon und Annick Christiaens. Am Drehbuch schrieben neben Lars Damoiseaux auch Eveline Hagenbeek (Netflix‘ Undercover) mit…


«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








