Die Aufregung zum Thema MNS-Maske ist verständlich und zwar aus Sicht beider Fronten – sowohl von der Warte der Befürworter als auch der Gegner. Keinem gefällt, was gerade geschieht. Man ist verwirrt, irritiert und fühlt sich machtlos. Das ist der Grundtenor, den man heraus hört, aber auch, was man durch Beobachtung im Allgemeinen erkennt. Entscheidend wäre, die psycholgischen Mechanismen dahinter nicht nur zu erkennen, sondern auch entsprechend zu handeln. Nicht durch wütende Demos, durch Beschimpfungen der Gegenseite oder durch hitzige Diskussionen, sondern durch gezielte, geduldige und friedliche Aufklärung, besonders aber auch durch klares Vorleben.
Dazu wäre es gut, wenn die Maskengegner offen ihre Furchtlosigkeit lebten. Nicht durch das Abnehmen der Maske, sondern durch die Gelassenheit gegenüber dem Thema in Gesprächen mit Leuten, denen der Arsch vor Angst auf Grundeis geht. Das ist nämlich der Grund, weshalb sie sich an die Worte der Politik, an die Berichte der Massenmedien und letztlich an die Maske klammern. Sie haben schlicht und ergreifend höllische Angst. Und etwas vom schwierigsten im Leben ist der Akt, einem Menschen die Angst nehmen zu wollen, solange er sich daran klammert, weil er glaubt sie zu brauchen, um überleben zu können!
Angst löst sich am besten auf, indem man liebevoll Furchtlosigkeit vorlebt. Indem man dem Gegenüber anhand der eigenen inneren Haltung klar demonstriert, wie irrational die Angst ist. Wenn dein Kind Angst hat und deshalb törichte Dinge tut – beschimpfst du es dann? Würdigst du es herab? Oder zeigst du ihm geduldig und liebevoll, dass unter dem Bett gar kein Monster lebt? Schafft bitte nicht noch verhärtetere Fronten! Begreift lieber, dass manche eben nicht das Bewusstsein haben, die Dinge zu durchschauen. Darum nehmt an die Hand, was Führung braucht und führt liebevoll durch Vorbild vor, was Befreiung schafft.
Auf diesem Wege wird man angefeindet, ich weiss. Man ist aber nur solange der Feind, bis das Gegenüber begreift, dass ER es ist, der sich gegen Bewusstwerdung wehrt. Hat er das erst begriffen, wird er dich plötzlich über alles lieben. Was es dazu braucht, um jemanden so weit zu begleiten? Dazu braucht es viel, viel Geduld und Liebe, sowie das Wissen, dass Wahrheit immer für sich selbst sorgt. Nur die Lüge braucht Kämpfer. Wahrheit jedoch nicht. Sie braucht Bauern, die ihr Saatgut streuen. Den Rest tut dann der Acker und der Regen.







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