Nicht jedem behagt die Vorstellung an ein geordnetes Leben nach festen Mustern. Für manche, so wie Jesse Eisenberg (Zombieland 2: Doppelt hält besser, Batman v Superman) und Imogen Poots (Black Christmas, Green Room), entpuppen sich Vorstadt und klassische Reihenhaus-Siedlung sogar als wahr gewordene, real existierende Hölle auf Erden – und für uns gleich mit! Denn genau dorthin führt uns Lorcan Finnegans klaustrophobisches, gesellschaftskritisches Regiedebüt «Vivarium». Halb «Black Mirror», halb «Twilight Zone»-Episode, erzählt «Vivarium» von einem jungen Paar (Eisenberg und Poots), das gerade dabei ist, sich ein gemeinsames Nest zu suchen.
Prompt bekommen die Lehrerin und der Landschaftsarchitekt von einer Immobilienmaklerin die beschauliche Reihenhaussiedlung Yonder vorgeschlagen und sie beschliessen, sich das wirre Strassenlabyrinth, in dem ein Haus dem anderen gleicht, zumindest einmal anzusehen. Doch erst einmal dort angekommen, scheint es plötzlich kein Entkommen mehr aus dem alltäglichen Trott, der ewig gleichen Tristesse zu geben und von weiteren Menschen fehlt weit und breit jede Spur. In welchen wahr gewordenen Albtraum sind sie hier bloss geraten? Ob es ein (böses) Erwachen gibt, will uns Leonine (das neue Gemeinschaftsstudio, das aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Traditionsverleiher Concorde und Universum Film hervorgegangen ist) demnächst verraten. Zu einem konkreten Termin schweigt man sich aber noch aus…

«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








