Auf die Meldung von Eskens Rückzug trendete «Tschüss» in Deutschland. Die Tweets dazu garniert mit ihrem Covidioten-Spruch als Screenshot. Nach der Musk-Übernahme verlassen ausgerechnet all jene die Plattform nach eigenem Bekunden in Scharen, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten ganz besonders pro Zensur ausgesprochen haben. Diese besonders Erleuchteten ziehen sich – so zigfaches Versprechen – auf die Plattform Mastodon zurück, um dort ihre eigene neue Zensurblase zu bilden. Der Erste, der mir bei der Recherche dort auffiel, war dann auch Jan Böhmermann. Ein bisschen fühlt sich das an als hätte man bei der Familienfeier einen Kindertisch aufgestellt, damit sich die Erwachsenen in Ruhe unterhalten können. Schliesst die Türe bitte leise!

Im Grunde ist mir dieses Mickey Mouse Medium der intellektuellen Begrenztheit ja egal – nein, ganz am Ende auch nicht, denn ich halte es sogar für gefährlich, wenn sich dort gesellschaftliche Entscheidungsträger gegenseitig Halbgedanken per Schlagwort um die Ohren hauen, aber lustig ist es schon, wenn die woke Gemeinde jetzt die Krise kriegt, weil Musk mehr Meinungsfreiheit zulassen will und jetzt panisch «Alernativen zu Twitter» gesucht werden. Mir ist in dieser desinteressierten, infantilen Vollkaskogesellschaft JEDER recht, der sich irgendwie Gehör wider den Einheitsbrei verschaffen kann.

Tschüss! Schliess die Türe bitte leise!


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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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