In diesem Werk des Cabin-Fever-Schöpfers Eli Roth versucht ein mysteriöser Fremder die Ausbreitung einer verheerenden Seuche zu verhindern. Wer an Filmen wie «Blue Ruin», «A History of Violence», «Let me in» oder «A Girl» gefallen findet, weil man einen gut inszenierten Minimalismus und ein knackiges, aber exzellentes Drebuch zu würdigen weiss, der könnte auch von «The Stranger» angetan sein. Das «Werk» lässt sich in keine konkrete Schublade stecken und wird es in keine Top10 schaffen, aber hebt sich definitiv von der Masse und dem sonstigen Müll ab der so veröffentlicht wird.
„The Stranger“ wurde vom uruguayischen Filmemacher Guillermo Amoedo geschrieben und inszeniert, der zuvor unter anderem als Co-Autor an «The Green Inferno» und «Knock Knock», den beiden jüngsten Horror-Thrillern von «Hostel»-Regisseur Eli Roth, beteiligt war. Letzterer hat wiederum «The Stranger» als Produzent unterstützt. In Zusammenarbeit der Produzenten Eli Roth, Nicolás López und Regisseur Guillermo Amoedo wurde bereits der trashige Erdbebenfilm «Aftershock – Die Hölle nach dem Beben» veröffentlicht. Mit «The Stranger» schlagen sie wieder einen etwas ernsteren Ton an und Amoedo zeigt sich geschickt darin, einen eigentlich blutrünstigen Monster-Streifen in einen, von seinen Charakteren gestützten, Film zu verwandeln. Das Werk nimmt sich seine Zeit, baut durch gelegentliche Rückblenden Spannung auf und lässt den Zuschauer mit Peter mitfühlen, der ohne seinen Vater aufwuchs. Er wird, genau wie die Zuschauer, die meiste Zeit im Dunkeln darüber gelassen, welche Motive sein Vater verfolgt und was er überhaupt ist, denn menschlich ist er definitiv nicht. Was dagegen klar zu sein scheint, ist das Chaos, welches die Rückkehr seines Vaters in einem kleinen Örtchen anrichtet und vor allem ein Mitglied der Polizei und seinen gewalttätigen Sohn betrifft. «The Stranger» ist letztendlich ein Film über Familie, über das Erbe, welches wir unseren Kindern hinterlassen und das wir auf uns nehmen, um deren Überleben zu sichern, unabhängig davon, wie böse und todbringend sie vielleicht werden mögen.
Wenn die Kamera uns durch die urbanisierte Vorstadt führt, so fällt auf, dass diese leer ist. Unbewohnt. Eine Geisterstadt, in der jeder seine eigenen Dämonen bekämpfen muss. Egal ob Alkohol, Drogen oder die Ausübung von Gewalt aus Langeweile. Es gibt nichts gutes in dieser Stadt und der geheimnisvolle Fremde, der nicht kämpfen will, der sterben will, der andere warnt, dass er ansteckend sei und niemand sein Blut berühren darf, weil er denjenigen sonst töten muss, wirkt fast wie ein heiliger Engel, der entsandt wurde um all das Böse aus dieser Stadt heraus zu brennen. Inszenatorisch und vom Dramaturgieraufbau erinnert «The Stranger» an «So finster die Nacht», welcher eine ähnlich untraditionelle Sicht auf den Vampirismus wirft. Das Setting der verlassenen Stadt voller Sündenträger hat Ähnlichkeiten von «A Girl Walks Home Alone». «The Stranger» konzentriert sich auch ebenso eher auf den Charakteraufbau und das Worldbuilding, als auf eine opulente Inszenierung. Auch wenn der Film sich überwiegend durch eine dichte Atmosphäre und Spannugsaufbau auszeichnet, so erhält er durch seine gelegentlichen und sehr harten Gewaltszenen einen wesentlich mainstreamigeren Touch als die oben erwähnten, doch fast blutleeren, Vampirkollegen. Wer ein Metzel-Intermezzo wie in «30 Days of Night» erwartet, wird sehr enttäuscht werden. So bewegt sich «The Stranger» wie ein freies Neutron im Genre und bringt eine nötige Abwechslung zum Marktführer-Genre der Geisterwelt.
Bewertung7/10
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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.
Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.
Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.
Draven präsentiert Geschichten aus der Gruft mit allerlei Geheimnisvollem aus den unheimlichen Tiefen des Netzes und aus jeder Ecke der Welt. Seit dem Jahre 2007 wird Dir hier ein cooler Weblog-Mix aus Musik, Movies, Comics, Horror, Games, Kunst, Radio, Trash, Punk und Heavy Metal geboten – genau so wie es sein soll! Denn glaube mir, nichts ist trivial.
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