In Mike Mendez «The Demon Hunter» jagt Dolph Lundgren Wesen, die nicht von dieser Welt sind. Sehr ordentlicher und überraschend unterhaltsamer B-Movie mit einem guten Prise Humor. Dolph Lundgren zeigt sich spielfreudig und gibt den coolen Dämonenjäger. Die Angriffe selbiger erfolgen immer unter harten Rock/Technobeats und erzeugen beinahe ein Videospielgefühl. Ziemlich blutig geht es obendrein zur Sache.

Dolph Lundgren ist dank Erfolgen wie «The Expedables» und «Skin Trade» wieder gut im Geschäft, wird wieder öfters gebucht und machte sogar einige Komödien, wie zum Beispiel «Kindergarten Cop:2» und «Hail Ceaser» mit George Clooney. Der hier vorliegende Splatter-Horror-Action Film macht einfach neunzig Minuten Spass, auch wenn alles absolut absurd aufgebaut ist und man den Film zu keiner Minute ernst nehmen kann. «The Demon Hunter» ist äusserst brutal und es wird ordentlich gemetzelt, wer das also nicht erträgt, sollte die Finger von dem Film lassen. «Don’t Kill It», wie der Film im Original heisst, ist ein gelungener Film, wenn man auf solche Filme steht und Dolph Lundgren ist eine coole Sau und hat auch sichtlich Spass an seiner Rolle. Lundgren bekommt nicht nur die Gelegenheit, endlich mal wieder sein unterschätztes Talent als Actor zu entfalten, er ist auch der Held, der Besessene mit Fangnetzen umhaut oder aufsässige Priester mit Gummi-Geschossen Einhalt gebietet.

Die Computer generierten Effekte zaubern dabei ein blutiges Lächeln ins Gesicht eines jeden Splatterfreundes. Der Film ist insbesondere geeignet für Metzgerlehrlinge. Das blutige Gemetzel ist auf jeden Fall einen Blick wert. Schon in den ersten zehn Minuten bricht «The Demon Hunter» genüsslich mit allen Vorsätzen der Political Correctness und christlichen Nächstenliebe. Stattdessen werden Schrottflinten auf Kinderköpfe gerichtet, das Gesicht einer Hausfrau landet im Kochtopf voll heissen Wassers und die Wände erstrahlen im schönsten Rot. Der Hühne mit dem Mantel, dem Hut von Indiana Jones und einem Abo auf die besten Sprüche, weiss ganz genau, wer oder was für die Mord-Serie verantwortlich ist. Ein Dämon spielt nämlich «The Hidden» im tief-gläubigen Kaff und steigert mit jedem Blutrausch seine Macht. Fieserweise zeigt «Don’t Kill It» schon im Titel das grosse Dilemma unseres Recken: Wird ein Wirts-Körper getötet, hüpft das Höllenwesen einfach auf dessen Mörder.

«The Demon Hunter» ist ein teils schwarzhumoriges Metzel-Fest mit einer schönen Mischung aus Old-School-Gore-Effekten und ein wenig neuzeitlicher Digi-Trickserei. «Don’t Kill It» ist ein herrlich wilder Ritt, bei dem es einem immer wieder die Sprache verschlägt. Ob nun die Kettensäge sich den Weg durch die Menschen-Traube bannt oder gleich der Lieferwagen über selbige hinwegrast. Oder es ein Mädchen gleich mit einer Horde FBI-Leuten aufnimmt. Das Böse findet immer einen Weg, Leben schnell, drastisch und blutig zu beenden. Mike Mendez hat schon oft bewiesen, dass sich für ihn krasse Gewalt und Gelächter nicht ausschliessen. «Don’t Kill It» ist für alle, die Mike Mendez kennen und lieben. Und all jene, die nur annähernd so gern wie er, etwas abseits ihr Glück in Motiven suchen, die nicht andauernd im Genre ausgeschlachtet werden. Wer sowieso nicht Neinsagen kann zu blutigem und nicht übermässig teurem Genre-Treiben, wird diesen Film lieben. Schliesslich hat Mendez bei den Kopfschüssen, den fliegenden Körperteilen und den Blutfontänen in erster Linie an sich selbst gedacht und nicht die Zensur-Behören. Sehenswert.


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