Reset 2030: Der stille Staatsstreich aus der Notenbank
Es gibt Rezessionen. Es gibt Finanzkrisen. Und dann gibt es laut Catherine Austin Fitts gleich den ganz grossen Wurf: Den «Central Banking Reset». Kein Abschwung, kein Konjunkturhusten – sondern ein historischer Neustart, wie er angeblich nur alle 80 bis 120 Jahre stattfindet. Klingt weniger nach Wirtschaft und mehr nach apokalyptischem Drehbuch.
Fitts, ehemalige Staatssekretärin im US-Wohnbauministerium und Gründerin des Solari Reports, sagt: Seit August 2019 läuft der «Going Direct Reset». Dieses Mal sei alles anders als in den vergangenen 500 Jahren. Warum? Technologie. Programmierbares Geld. Stablecoins. Asset-Token. Also die freundlichen kleinen Finanzbausteine, die versprechen, alles effizienter, schneller, moderner zu machen. Laut Fitts ist das jedoch kein Upgrade. Es ist eine Übernahme.
Wenn Zentralbanken digitale Währungen mit programmierbaren Funktionen einführen, so ihre These, dann endet klassische Währung und beginnt das Zeitalter der Transaktionskontrolle. Geld, das nicht nur zahlt, sondern gehorcht. Geld, das Bedingungen kennt. Geld, das entscheidet, wofür du es verwenden darfst. Klingt futuristisch. Oder nach einer Steuerungszentrale mit Bürger-Interface.
Für Fitts ist das kein wirtschaftlicher Reformprozess, sondern ein verfassungsrechtlicher Bruch. Eine Art Coup d’État durch Code. Statt Republik: Oligarchie. Statt Markt: Management. Wer die Geldströme kontrolliert, kontrolliert das Spielfeld. Und mit programmierbarem Geld wird aus dem Spielfeld ein Schachbrett mit Fernsteuerung.
Reset 2030: Der stille Staatsstreich aus der Notenbank
Parallel dazu laufen in den USA Gesetzesinitiativen wie der Genius Act, der Clarity Act oder der Responsible Financial Innovation Act. Regulatorische Rahmenwerke für Stablecoins und Asset-Token. Klingt technisch. Ist es auch. Aber Fitts sieht darin den infrastrukturellen Unterbau für ein neues Finanzregime. Zielmarke: 2030.
Und dann kommt die Blase. Wenn das alles umgesetzt wird, so Fitts, stehen wir nicht am Höhepunkt, sondern irgendwo im unteren Drittel der Spekulationskurve. Eine Bubble, die alles bisherige wie einen Kindergeburtstag wirken lässt. Vorausgesetzt, es funktioniert.
Sie sagt selbst: Vielleicht funktioniert es nicht. Hoffentlich nicht. Aber falls doch, dann reden wir nicht über Inflation oder Zinspolitik. Wir reden über eine strukturelle Neudefinition von Macht. Ob man Fitts für visionär oder alarmistisch hält, ist Geschmackssache. Interessanter ist die Kernfrage: Wenn Geld programmierbar wird, bleibt es dann noch neutral? Oder wird es zum politischen Werkzeug?
2030 klingt weit weg. In Gesetzestexten ist es nur noch ein paar Abstimmungen entfernt…
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