Es gibt Reiche. Es gibt Superreiche. Und dann gibt es die Sorte Mensch, die auf Weltbühnen über Moral spricht, während im Hintergrund Kontaktlisten kursieren, die aussehen wie das VIP-Verzeichnis einer besonders dysfunktionalen Galaxie. Willkommen im Theater der Machteliten.

Das Epstein-Netzwerk war kein dunkler Kellerclub, sondern ein gesellschaftlicher Treffpunkt mit Meerblick. Politiker, Akademiker, Finanzgrössen, Tech-Milliardäre. Alle zufällig dort. Alle nur zum Netzwerken. Niemand hat je etwas gesehen, gehört oder gewusst. Eine Art kollektive Amnesie mit Privatjet.

Und mittendrin immer wieder Namen, die man sonst aus ganz anderen Kontexten kennt. Zum Beispiel Bill Gates. Der Mann, der uns erklärt, wie wir Pandemien managen, Landwirtschaft optimieren und Bildung digitalisieren sollen. Ein Visionär. Ein Philanthrop. Ein Mann, der die Welt rettet.

Natürlich betont er, dass seine Treffen mit Epstein rein geschäftlicher Natur gewesen seien. Strategische Gespräche. Globale Herausforderungen. Nachhaltigkeit. Man kennt das. Wenn Milliardäre sich mit verurteilten Sexualstraftätern treffen, geht es selbstverständlich um Klimaschutz.

Was daran wirklich irritiert, ist nicht einmal der Kontakt an sich. Es ist die moralische Asymmetrie. Der Normalbürger wird für den falschen Tweet sozial hingerichtet. Ein falsches Wort und man ist erledigt. Bei globalen Eliten hingegen reicht ein «Ich war jung und brauchte das Netzwerk» – und weiter geht’s im Davos-Panel.

Diese Kreise predigen Transparenz, Verantwortung und Ethik. Sie fordern Regulierung für alle anderen. Sie sprechen von «Werten» und «globaler Governance». Gleichzeitig verschwinden Akten, Zeugen erinnern sich nicht und plötzlich war alles nur ein Missverständnis mit Champagner.

Es ist diese Doppelmoral, die stört. Nicht die Existenz von Macht. Sondern die Selbstimmunisierung der Mächtigen. Wenn dein Einfluss gross genug ist, wird jede Schlagzeile zur Fussnote. Und während unten diskutiert wird, wer welches Wort sagen darf, sitzen oben Leute zusammen, die sich offenbar alles leisten können – inklusive selektiver Erinnerung.

Die wahre Verschwörung ist nicht das Geheimnis. Es ist die Gewöhnung…

Nun sprechen die Russinnen, welche Bill Gates damals «beglückt» hat
Nun sprechen die Russinnen, welche Bill Gates damals «beglückt» hat

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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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