Als geheimes Unterprojekt von MKULTRA war das Projekt MKOFTEN weit mehr als nur ein Chemieexperiment; es war der verzweifelte Versuch der CIA, die Macht des Okkulten und Paranormalen zu nutzen. Viele historische Darstellungen beschönigen MKOFTEN zwar als einfache Drogenforschung, doch diese offiziellen Versionen verschweigen die dunkelste Seite des Programms: Die verdeckte Suche nach einer Möglichkeit, toxische Chemikalien mit dem bewusstseinsverändernden Einfluss des Okkulten zu verbinden.
Das Projekt MKOFTEN war der Versuch der CIA, herauszufinden, ob das Übernatürliche als Waffe eingesetzt werden könnte. Ende der 1960er bis Anfang der 1970er Jahre arbeitete die Behörde mit der US-Armee zusammen, um über herkömmliche Drogentests hinauszugehen. Unter der Leitung von Sidney Gottlieb, dem Leiter des Technischen Dienstes der CIA, wurden Handleser, Hellseher und Spezialisten für alternative Glaubenssysteme als Berater engagiert. Die Regierung wollte wissen, ob der psychologische Terror von «schwarzer Magie», Hexerei und «Mächten der Finsternis» als Waffe eingesetzt werden könnte, um ausländische Feinde zu beeinflussen oder zu brechen. Von Gefängniszellen bis hin zu Untersuchungen rituellen Verhaltens erstellte die CIA eine Liste aller möglichen Methoden, den menschlichen Geist sowohl mit Chemikalien als auch mit der psychologischen Kraft des Okkulten zu zerstören.
Für die praktische Anwendung dieser Wissenschaft waren menschliche Versuchspersonen erforderlich. Viele dieser Personen wurden in den Gängen des Holmesburg-Gefängnisses in Philadelphia gefunden. Unter der Leitung von Dr. Albert Kligman wurden die Gefangenen intensiven pharmakologischen Tests unterzogen, oft ohne die wahre Natur der an ihnen verwendeten Substanzen zu kennen.
Einer der extremsten Berichte stammt von dem Häftling Edward Anthony. Er glaubte, an einer medizinischen Studie teilzunehmen, um Geld zu verdienen, doch stattdessen trugen Forscher hohe Dioxinkonzentrationen direkt auf seine Haut auf. Anthony erlitt schreckliche Blasenbildung und körperliche Traumata, aber die psychischen Folgen waren noch schlimmer. Während dieser Experimente berichtete er von Halluzinationen, in denen er sich von dämonischen Wesen gejagt fühlte. Seine Aussage wurde später zu einem Eckpfeiler in den Gerichtsverfahren, die den völligen Mangel an Ethik im Gefängnis aufdeckten.
Während Häftlinge für Toxizitätstests missbraucht wurden, wollte das Militär herausfinden, wie die eigenen Soldaten auf dem Schlachtfeld mit kampfunfähig machenden Substanzen umgehen würden. Im Edgewood Arsenal erhielten Tausende US-Soldaten BZ, ein starkes Medikament, das einen Zustand totalen Deliriums hervorrufen sollte. Ziel war es, eine «nicht-tödliche» Waffe zu entwickeln, die eine ganze feindliche Einheit ausser Gefecht setzen konnte, indem sie deren Realitätsbezug aufhob. Tagelang verloren die unter dem Einfluss von BZ stehenden Soldaten ihre Orientierung, sprachen mit abwesenden Personen und vergassen völlig, wer sie waren. Man suchte nach einer Möglichkeit, diesen chemischen Trancezustand zu nutzen, um Menschen leichter kontrollierbar oder anfälliger für psychologische Manipulation zu machen.
MKOFTENs bizarrster Auftrag umfasste die direkte Erforschung rituellen Verhaltens und des Okkultismus. CIA-Agenten wurden beauftragt, die wachsende Okkultszene in San Francisco und New York zu untersuchen. Sie waren nicht aus spirituellen Gründen dort. Sie suchten nach psychologischen «Triggern», die in Ritualen verwendet wurden und als Waffe eingesetzt werden konnten. Sie analysierten, wie okkulte Persönlichkeiten bei ihren Anhängern Zustände totaler Angst oder Gehorsam hervorrufen konnten. Die CIA glaubte, dass sie durch die Kombination okkulter Bildsprache mit der Wirkungsstärke ihrer neuen Drogen das Bewusstsein eines Zielobjekts effektiv überwältigen könnte. Sie wollten herausfinden, ob sie einen öffentlichen psychischen Zusammenbruch auslösen könnten, der für die Aussenwelt wie eine dämonische Besessenheit aussehen würde.
Das Endergebnis dieser Forschung war die CHICKWIT-Datenbank. Sie diente der CIA als digitale Enzyklopädie für toxische Substanzen. Agenten reisten um die Welt, um Informationen über exotische Gifte und Pflanzen zu sammeln, die traditionell in schamanischen Ritualen und lokalen Heilpraktiken verwendet wurden. Ihre Mission war es, die Rezepte für rituelle Gifte und Substanzen zur Herbeiführung tranceähnlicher Zustände zu erfassen. Jede Substanz wurde im Labor analysiert und im CHICKWIT-System erfasst. Die Kategorisierung erfolgte nach ihrer Wirkung auf das menschliche Verhalten. Die CIA versuchte im Wesentlichen, das uralte Wissen ritueller Zauberei in ein modernes militärisches Gut zu verwandeln.
Das Projekt wurde offiziell in den frühen 1970er Jahren beendet. Wie bei vielen anderen MKULTRA-Dokumenten versuchte die CIA, alle Aufzeichnungen darüber zu vernichten. Aufgrund von Fehlern in der Ablage und falsch beschrifteten Ordnern blieben jedoch genügend Dokumente erhalten, um das erschreckende Ausmass des Programms zu enthüllen. Die erhaltenen MKOFTEN-Akten zeichnen das Bild einer Behörde, die die Regeln der traditionellen Wissenschaft vollständig ausser Acht gelassen hatte. Sie offenbaren eine Periode der amerikanischen Geschichte, in der die Grenze zwischen einem staatlichen Labor und einem finsteren Ritual im Namen des Sieges in einem geheimen Krieg verschwamm.

MKOFTEN
Die meisten Menschen kennen das Projekt MKUltra, die CIA-Operation zur Gedankenkontrolle. Dies war nur die Spitze des Eisbergs und brachte über 150 Unterprojekte hervor. Eines dieser Projekte trug den Namen «MKOften».
Dieses Projekt ging über die Gedankenkontrolle hinaus und verzweigte sich in eine Welt der schwarzen Magie, Hexerei und des Okkulten. Es wurde genutzt, um die Welt der schwarzen Magie zu erforschen und die Kräfte der Dunkelheit im Geist zu nutzen.
Quellen
• Die Church-Kommissionsberichte (1975): Dies ist die massgebliche staatliche Untersuchung zu Fehlverhalten der CIA. Sie bildet die Grundlage für nahezu alles, was wir über MKULTRA und MKOFTEN wissen. Lies die freigegebene PDF-Datei im National Security Archive.
• Acres of Skin (Allen Hornblum): Dies ist die Hauptquelle für die Geschichte von Edward Anthony und die Experimente im Holmesburg-Gefängnis. Hornblum interviewte die Überlebenden und trug die Akten zusammen. Erfahre mehr über das Buch und die Zeugenaussagen der Überlebenden.
• Die Suche der CIA nach dem «Manchurian Candidate»: Ein detaillierter Einblick von John Marks in die Gedankenkontrollprogramme der CIA, basierend auf 16’000 Seiten freigegebener Dokumente. Das vollständige Buch ist über den Lesesaal der CIA gemäss dem Freedom of Information Act (FOIA) zugänglich.
• Analyse der Projekte CHICKWIT und OFTEN: Eine detaillierte Darstellung, wie die CIA Giftstoffe und «ethnopharmakologische» (Schamane-)Rezepte katalogisierte. Artikel über die chemische/biologische Forschung der CIA
(via Red Pill Conspiracy)






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