Sechs Uhr, der Radiowecker springt an und neben der Gattin mit den Lockenwicklern räkelt sich ein Endoskelett aus Chrom. Rasierschaum auf den Stahlkiefer, wo seit der Montage kein Haar wächst, Banane zum Frühstück, Kuss an der Haustür, Brotdose in die Greifzange: Der Terminator lebt den Traum der Vorstadt.

Die Lokalzeitung feiert ihn als «Machine of the Year», ein Titel, den das Time Magazine bereits 1982 dem Personal Computer verlieh. Er stempelt pünktlich, tippt schneller als jeder Kollege, hängt in jedem Bilderrahmen als Mitarbeiter des Monats und hält am offenen Grab die Trauerrede auf den Menschen, dessen Schreibtisch er geerbt hat. Dann kippt die Idylle. Der Nachbar mäht an der Leine den Rasen, Pendler ziehen den Zug an Seilen, im Grossraumbüro brennen Laseraugen Löcher in die Stirn der Belegschaft, wer übrig bleibt, sitzt im Käfig neben dem Kopierer. Im Weissen Haus legt die Maschine den Amtseid ab, in der Kirche glotzt der Chromschädel vom Altar.

Kundendienst im Schlafzimmer

Fiebertraum? Den Hausroboter Neo von 1X gibt es für 20’000 Dollar oder 499 Dollar Monatsmiete, anfangs gesteuert von Firmenpersonal aus der Ferne. Wer ausgedient hat, springt in den Schmelzofen, wer bleibt, verwaltet die Beerdigung der Mittelschicht, einen roten Knopf benötigt dafür niemand. Im Abspann lächelt die Gattin in die Kamera und hinter ihrer Iris glüht das rote Auge. Skynet benötigte nie einen Atomkrieg, ein Reihenhaus und eine Brotdose genügten. Die Menschheit wird nicht ausgelöscht, sie wird wegrationalisiert. Und die Monatsrate für den Nachfolger in deinem Bett zahlst du gleich selbst!

My Baby 🤖🤖🤖
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Transparenzhinweis: Illustrationen wurden digital erstellt und dienen der Veranschaulichung. Der Beitrag wurde redaktionell geprüft und verantwortet.

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draven flag NEU quadrat 300 2«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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