So menschlich, roh und verletzbar hat man den Marvel-Helden noch nie gesehen. Nach dem grossen Erfolg von Deadpool im letzten Jahr beweisen die Filmemacher Mut, und lassen (endlich!) Wolverine von der Leine. Der Film hat in den US&A ein R-Rating, was gleich mehrere Gründe hat: Zum einen flucht sich Hugh Jackman wie ein alter Seemann durch sein wohl letztes Abenteuer, zum anderen spritzen Blut und Körperteile, dass man sich manchmal wie in einem 80er Jahre Splatterfilm fühlt.

Genauso kompromisslos müssen wir mitansehen, wie ein sichtlich gealterter Wolverine mit Lesebrille sich um einen 90-jährigen Charles Xavier kümmert, beide nicht mehr im Vollbesitz ihrer aussergewöhnlichen Kräfte und auch langsam am Ende ihrer mentalen Kraft. Das bricht einem – vor allem wegen der eindrücklichen Leistung Hugh Jackmans – mehr als einmal das Herz, denn immerhin kennen wir die beiden nun schon seit 17 Jahren. Wie oft haben wir bereits mitgefiebert, und nun stehen beide – ausgerechnet jetzt – vor einer der wohl grössten Herausforderungen ihres Lebens. In einer Zeit, in der die Mutanten so gut wie ausgestorben gelten, taucht auf einmal ein Mädchen auf, das über ähnliche Mutationen wie Wolverine verfügt und das Leben – das eigentlich nichts anderes mehr ist als die Überbrückung bis zum Tod – der beiden nochmals so richtig auf den Kopf stellt. Und Laura (Dafne Keen) mag zwar noch ein Kind sein, das heisst aber nicht, dass sie sich nicht wehren kann. Die rücksichtslose Darstellung macht auch bei ihr nicht halt und hier wird ein Tabu gebrochen: Kinder, die um ihr Leben kämpfen, verfolgt, von Speeren durchbohrt; kaum je werden in einem Film Kinder als Dinge bezeichnet und der Umgang mit ihnen so blutrünstig und gnadenlos gezeigt.

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Die Reise der drei Mutanten wirkt oft wie ein Road Movie und man weiss nie, wann die Action wieder zuschlägt. Obwohl es über weite Strecken gelungen ist, die Atmosphäre spannend zu gestalten, gibt es doch den einen oder anderen Moment, wo Nebengeschichten gefühlt zu viel Zeit und Aufmerksamkeit erhalten. Dadurch wirkt der Film manchmal etwas in die Länge gezogen. Und der Humor ist wirklich sehr dünn gesät. Der alternde Wolverine hat kaum mehr Lust auf knackige Sprüche, doch genau diese täte dem Film ab und zu gut, um die düstere Stimmung zumindest kurz etwas zu lockern. Wolverine ist ohne Zweifel einer der tragischsten Helden des X-Men Universums und Regisseur James Mangold weiss ihn brillant und gnadenlos in Szene zu setzen. Und Dafne Keen ist unfassbar gut. Die erst Zwölfjährige überzeugt von der ersten Minute an und zieht einen in ihren Bann. Der wahrscheinlich ultimative Wolverine-Film: Rücksichtslos, tabulos, spannend und herzzerbrechend. Ein würdiger Abschied von Hugh Jackman als Wolverine!


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Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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