Jake West lädt mit «Doghouse» zum blutig-behämmerten Geschlechterkampf, bei dem sich ein klischeehaft verhaltendes Männersextett mit einer ganzen Armee fleischeslüsterner Zombiebräute konfrontiert sieht. Der Humor des blutigen Geschlechterkampfes gestaltet sich zwar eher einseitig und sexistisch, aber die Leistungen der Darsteller als Antiheldenkollektiv überzeugt. Zwar sind die Sprüche meist platt und der Film vermag auch so gut wie keine Spannung zu erzeugen, aber dennoch ist es ein amüsantes Vergnügen. Der Streifen startet ziemlich rasant und vermag das Tempo zu halten, ohne Langeweile aufkommen zu lassen. Man hätte gut und gerne auch mehr daraus machen können…
Eigentlich wollten die Freunde, genial vorgestellt und eingeführt von West, bei ihrer Stippvisite im Provinznestchen Moodley nur das tun, was britische Hohlbirnen am besten können: Frauen jagen und saufen wie eine Horde stinkender Barbaren. Blöd nur für die trink- und ficklüsternen Amigos, dass sich in ihrer Destination scheinbar die gesamte Aversion gegenüber der britischen Männerwelt angestaut hat. Zu Anfang und über einen gewissen Zeitraum hinweg gestalten sich diverse kuriose Einfälle als erschwinglich für das Sehvergnügen, bis eine gewisse ermüdende Monotonie eintritt. Der britische Zombiezirkus springt auf den Zug von Erfolgskomödien wie «Shaun of The Dead» auf, ohne dabei dessen Genialität zu erreichen. Während vergleichbare Komödien mit einer angenehmen Leichtigkeit ihren Humor versprühen, kommt er hier meist nur gequält zum Vorschein. Die Konfrontation mit der vermoderten Feministenbewegung präsentiert sich schon als einfallsreich, wenn auch wie erwähnt als zu monoton.
«Doghouse» ist albern, schwachsinnig und absolut grenzdebil, macht daraus aber überhaupt keinen Hehl. Die Charaktere sind flach und auch ganz allgemein kommt man sich bei der repetitiven Humpelorgie einer Schar verkrüppelter Weiber irgendwann verarscht vor, auch wenn die Prämisse des Films natürlich schon ihre Reize und auch einen witzigen Kernpunkt bietet. Wäre da nicht dieser feine britische Humor, würde «Doghouse» vermutlich im trashigen Mittelmass der Zombiefilmgeschichte vermodern. Unsere britischen Freunde mögen vielleicht nicht Vieles können. Kulinarisch, optisch und auch fussballtechnisch waren die Briten noch nie voll auf der Höhe, aber Humor? Das können sie. Und selbst wenn man aus UK schon ganz anderes Lustiges erleben durfte, so ist «Doghouse» vielleicht gerade auch wegen seiner permanenten und wacker durchgezogenen Absurdität absolut unterhaltsam, gewitzt und sehenswert, für Frauen aber nur bedingt – oder vielleicht nur unter starkem Alkoholeinfluss – zu empfehlen.



«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








