Wer lenkt diese Welt? Die Frage klingt nach Abendstunden am offenen Feuer, nach Rausch und Einbildung – bis man die Namen liest. Bis man die Verbindungen zieht. Bis man begreift, dass hinter den lächelnden Gesichtern der Mächtigen Kräfte wirken, für die kein Parlamentsausschuss zuständig ist und kein Journalist seinen Lebensunterhalt aufs Spiel setzt.
Zwei schamanische Techniken erlauben es, diese Energien zu erspüren – nicht mit dem rationalen Verstand, der sich seit Jahren damit begnügt, Nachrichten zu konsumieren und sofort wieder zu vergessen, sondern mit dem, was in einer Welt der Dauerunterhaltung systematisch abtrainiert wird: Dem Fühlen.
Was Epstein hinterliess – und was davon übrig blieb
Vor einigen Monaten wurden die Epstein-Files veröffentlicht. Der Aufschrei war real. Kurz. Unter den Namen, die in jenen Dokumenten auftauchten, findet sich Deepak Chopra – jener milliardenschwere Vorzeige-Philosoph, der die Welt seit Jahrzehnten mit spirituellen Weisheiten beglückt, gut verpackt, gut vermarktet, teuer verkauft. Derselbe Mann, der einem verurteilten Kinderschänder schrieb: Gott ist ein Konstrukt, aber hübsche junge Mädchen sind real. Wann gibt’s die nächste Party?
Er verlor ein paar Sponsorenverträge. Das war es. Kein Untersuchungsausschuss. Kein Aufschrei aus den Parlamenten. Keine Forderung nach Rechenschaft. Stattdessen: Der nächste Krieg, die nächste Krise, die nächste Empörungswelle – und die kommt immer pünktlich, wenn die vorherige zu gefährlich wird. Wer dagegen demonstrierte, wurde in politische Schubladen gedrückt. Wer fragte, wurde als Verschwörungstheoretiker abgestempelt. Es geht um Kinder – und die Antwort des Systems lautet: Ach ja, da war doch was. Jeder, der aktiv wegschaut, macht sich mitschuldig. Ohne Wenn und Aber. Die alten Schamanen hätten gesagt: Erkenne zuerst, was hinter diesem Menschen steht. Dann verstehst du, warum er tut, was er tut – und nennt dies «Erleuchtung»!
Die linke Gehirnhälfte als Gefängnismauer
Das Fundament dieser kollektiven Blindheit ist kein Zufall. Die Menschheit rattert täglich durch ihr Leben mit einer überaktivierten linken Gehirnhälfte. Der rationale Modus: Rechnen, einordnen, abrufen, vergessen. Der gesamte Informationsapparat dieser Welt – Medien, Plattformen, Nachrichtenströme – ist konsequent auf diesen Kanal ausgerichtet. Fakten, Zahlen, Schlagzeilen. Nächste. Nächste. Nächste.
Was dabei systematisch ausgeschaltet wird, ist die rechte Gehirnhälfte. Der Künstler. Der Empfänger. Das Organ, das Frühlingsregen riecht, ohne einen Begriff dafür zu brauchen, weil das Gefühl selbst die Erkenntnis ist. Es ist kein Zufall, dass die Daueraktivierung des rationalen Modus dazu führt, dass Menschen von einer Empörung zur nächsten getrieben werden, ohne je wirklich anzukommen. Das ist Absicht. Das ist Design. Die Nornen spinnen ihren Faden still weiter – das System spinnt seinen Newsfeed.
Der weiche Blick und der imaginäre Spiegel
Zwei Techniken, die seit Jahrtausenden bekannt sind, erlauben es, hinter die Maske zu blicken. Keine App, keine Plattform, keine kostenpflichtige Geistschule – nur Stille, und die ist das Erste, was das System verhindert.
Die erste Technik ist der weiche Blick. Man fokussiert das Auge nicht scharf auf ein Bild, sondern lässt den Blick in die Weite gehen, während man das Bild im peripheren Bewusstsein hält. Die linke Gehirnhälfte schaltet sich ab, die rechte übernimmt. Was man dann wahrnimmt, ist kein rationaler Befund – es ist ein Gefühl, ein inneres Bild, eine Qualität der Energie hinter dem Gesicht. Man probiere es mit den grossen Schlächtern der Geschichte: Mao, Stalin, den Architekten der Massengräber. Wer neutral genug ist, wird etwas empfangen. Wer einen Schritt weitergeht, wird es auch bei heute noch atmenden Persönlichkeiten versuchen können.
Die zweite Technik ist der imaginäre Spiegel. Man stellt sich eine Person fünf Meter hinter dem eigenen Rücken vor und hält im Geist einen Spiegel vor sich. Man schaut in das Spiegelbild – und dann dahinter. Was steht dort? Welche Energie hat sich hinter diesem Menschen eingenistet, und wessen Geistes Kind ist er wirklich?
Beide Techniken aktivieren die rechte Gehirnhälfte. Beide wurden in schamanischen Traditionen verwendet, um zu unterscheiden: Wer spricht hier? Welcher Geist bewohnt diesen Menschen? Welches Bündnis hat er geschlossen – bewusst oder nicht?
Kein Eingreifen. Nur Sehen.
Ein Wort der Vorsicht: Die mächtigsten Akteure dieser Welt sind nicht ungeschützt. Wer im dunkelmagischen Bereich agiert, agiert auch mit einem Schutz, der nicht aus dem Licht kommt. Man blickt hinein, man erkennt, was dort wartet – und lässt es dort. Man heilt nicht ungefragt. Man begibt sich nicht auf eine Seelenreise zu jemandem, der keinen Auftrag erteilt hat. Sehen ist keine Einmischung; Sehen ist Klarheit.
Solange die Menschen nicht wissen, welche Kräfte hinter der Fassade stehen, wird die Maschinerie reibungslos funktionieren. Die Fassade ist poliert. Die Lächeln sind geübt. Die Narrative stehen bereit. Wessen Geistes Kind bist du – und welcher Meister zieht deine Fäden? Die Energie hinter diesen Gesichtern war nie ein Geheimnis. Sie zeigt sich jedem, der endlich aufhört, wegzusehen, und beginnt zu fühlen, was längst spürbar war, lange bevor die erste Akte geöffnet wurde.
Die Dunkelheit regiert nicht, weil sie mächtiger ist – sie regiert, weil wir ihr jeden Tag brav den nächsten Newsfeed hinhalten und Sehen für Esoterik halten!








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