Die Geschichte des Horrorfilms beginnt in den frühen Tagen des Kinos, als Filmemacher begannen, die Möglichkeiten des Mediums zu erkunden. Eines der ersten Beispiele für einen Horrorfilm ist «Le Manoir du Diable» (1896) von Georges Méliès, der als der erste Horrorfilm der Geschichte gilt. Dieser Kurzfilm zeigte bereits viele Elemente, die später typisch für das Genre werden sollten, wie Geister, Skelette und dämonische Erscheinungen.
In den 1920er Jahren entstanden einige der bekanntesten Stummfilmklassiker, die das Fundament des modernen Horrorfilms legten. Filme wie «Das Kabinett des Dr. Caligari» (1920) von Robert Wiene und «Nosferatu» (1922) von F.W. Murnau brachten die düstere, expressionistische Ästhetik des deutschen Kinos in das Genre ein. Diese Filme zeichneten sich durch ihre unheimlichen Atmosphären, verzerrten Perspektiven und grotesken Figuren aus, die die Psyche der Zuschauer auf subtile Weise beeinflussten.
Die 1930er Jahre gelten als das goldene Zeitalter des Horrorfilms, geprägt von den klassischen Universal Monsters. Universal Pictures produzierte eine Reihe von Filmen, die einige der ikonischsten Figuren des Genres hervorbrachten, darunter «Dracula» (1931) mit Bela Lugosi, «Frankenstein» (1931) mit Boris Karloff und «Der Unsichtbare» (1933). Diese Filme legten den Grundstein für viele der Erzählstrukturen, die noch heute in Horrorfilmen verwendet werden. Die Universal Monsters wurden zu einem festen Bestandteil der Popkultur und beeinflussten Generationen von Filmemachern und Zuschauern. Die Filme dieser Ära zeichneten sich durch ihre atmosphärischen Sets, dramatischen Lichteffekte und den Einsatz von Make-up und Spezialeffekten aus, um die schaurigen Kreaturen zum Leben zu erwecken.
Nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte sich das Horror-Genre, um die Ängste und Unsicherheiten der Nachkriegszeit widerzuspiegeln. In den 1950er Jahren standen oft Themen wie nukleare Bedrohungen, Mutationen und ausserirdische Invasionen im Mittelpunkt. Filme wie «Das Ding aus einer anderen Welt» (1951) und «Godzilla» (1954) thematisierten die Angst vor der Zerstörung durch Wissenschaft und Technologie. Diese Zeit sah auch den Aufstieg des B-Movie-Horrors, wo kostengünstige Produktionen mit oft übertriebenen Effekten und bizarren Handlungen ein grosses Publikum anlockten. Trotz oder gerade wegen ihrer niedrigen Produktionswerte haben viele dieser Filme Kultstatus erreicht.
Die 1960er Jahre brachten eine neue Ära des psychologischen Horrors, die tiefere, introspektivere Themen erforschte. Alfred Hitchcocks «Psycho» (1960) revolutionierte das Genre und brachte den Horror in die alltägliche Welt. Es war ein Wendepunkt, der den Fokus von übernatürlichen Monstern auf die dunklen Abgründe der menschlichen Psyche lenkte.
In den 1970er Jahren setzte sich diese Tendenz fort, mit Filmen wie «Rosemaries Baby» (1968), «Der Exorzist» (1973) und «Der weisse Hai» (1975), die den Horror in den Mainstream katapultierten. Gleichzeitig markierten Filme wie «Halloween» (1978) und «Texas Chainsaw Massacre» (1974) den Beginn des Slasher-Genres, das mit seinen ikonischen Mördern und intensiven Spannungsszenen eine neue Richtung im Horrorfilm einleitete.
Die 1980er Jahre waren eine Zeit der Übertreibung im Horror-Genre. Viele der populärsten Filme dieser Ära, wie «A Nightmare on Elm Street» (1984) und «Hellraiser» (1987), setzten stark auf visuelle Effekte und Gore, um ihre Geschichten zu erzählen.
In den 1990er Jahren brachte der Erfolg von «Scream» (1996) das Genre zurück zu seinen Wurzeln. Der Film spielte mit den Erwartungen des Publikums und gab dem Genre einen frischen Wind, der zu einer Welle neuer Horrorfilme führte, die sich der Mechanismen und Klischees des Genres bewusst waren.
Im 21. Jahrhundert hat sich das Horror-Genre weiter verändert und innoviert. Filmemacher wie Jordan Peele mit «Get Out» (2017) und Ari Aster mit «Hereditary» (2018) haben den Horror genutzt, um soziale Themen wie Rassismus und Familientrauma zu untersuchen. Gleichzeitig haben Filme wie «The Witch» (2015) und «It Follows» (2014) gezeigt, dass das Genre weiterhin in der Lage ist, originelle und unkonventionelle Geschichten zu erzählen.
…und jetzt habe ich doch glatt «Blair Witch Project» vergessen, aber das einzige an was ich mich erinnere, ist der Schnodder der aus der Nase läuft, während die Kamera in Nahaufnahme das Gesicht filmt…

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