Es gibt diese rituellen Momente der Politik, in denen alle so tun, als sei gerade etwas von weltgeschichtlicher Gravitas passiert. Kameras klicken, Hände liegen auf Papier, Gesichter werden ernst. Der neue Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, legt seinen Amtseid ab. Auf den Koran. Und irgendwo im Off hört man Andreas Thiel trocken anmerken: Zum Glück hat er ihn nicht gelesen.
Damit ist eigentlich alles gesagt. Und doch lohnt sich das Ausschlachten.
Politiker schwören bekanntlich gern auf Dinge, die sie weder gelesen noch verstanden haben. Verfassungen, Bibeln, Verfassung. Hauptsache, es wirkt feierlich und erzeugt dieses warme Gefühl von Verantwortung, ohne lästige Nebenwirkungen wie Kenntnis oder Konsequenz. Der Eid ist Symbol, kein Versprechen. Ein Bühnenrequisit. Wer ihn ernst nähme, müsste ja handeln.
Platon hätte dazu vermutlich nur müde genickt. Für ihn entsteht alles Übel aus Ignoranz. Nicht aus Bosheit, sondern aus dem hartnäckigen Nicht-wahrhaben-Wollen. Genau hier wird es interessant. Denn der Eid auf ein Buch, dessen Inhalt man nicht kennt, ist Ignoranz in Reinform. Man schwört auf eine Projektionsfläche. Auf das, was man glaubt, dass andere darin sehen sollen.
Beim Eid auf eine Verfassung schwört man wenigstens theoretisch auf den Schutz von Leben, Freiheit und Eigentum. Das glaubt man dem Politiker zwar auch nicht, aber die Richtung stimmt. Beim Eid auf religiöse Schriften wird es heikler. Nicht, weil Religion per se böse wäre, sondern weil heilige Texte komplex, widersprüchlich und historisch aufgeladen sind. Wer sie reduziert, macht sie entweder harmlos oder gefährlich. Beides ist bequem.
Thiels Pointe zielt genau darauf: Wenn Mamdani den Koran nicht gelesen hat, ist das beruhigend. Denn dann schwört er nicht auf Inhalte, sondern auf ein Symbol. Auf Identität, nicht auf Text. Das ist politisch kalkuliert, nicht spirituell. Und es ist exakt dieselbe Ignoranz, die man auch bei christlichen Politikern findet, die auf die Bibel schwören und am nächsten Tag Nächstenliebe outsourcen.
Die eigentliche Tragik ist nicht der Koran, nicht die Bibel und nicht der Eid. Die Tragik ist, dass wir uns an diese hohlen Rituale gewöhnt haben. Ignoranz als Tugend, Symbolik statt Verantwortung. Geduld, sagt Platon, sei eine Tugend. Stimmt. Aber irgendwann wird Geduld zur Ausrede. Und Ignoranz zum Regierungsstil.
Gemischte Herrensauna - Platon, Thiel & Buddha : 1.Aufguss "Schwören auf Unwissen"
Es gab einmal eine Zeit, da galt Meinungsfreiheit als etwas Positives. Als Fundament der Demokratie. Als Schutzrecht gegen Machtmissbrauch. Heute gilt sie eher als Sicherheitsrisiko. Als Störgeräusch. Als etwas, das man besser überwacht, einhegt, reguliert und bei Bedarf entsorgt. Natürlich alles nur zu unserem Besten. Wer etwas anderes behauptet, leidet vermutlich an akuter Desinformation. Diagnose ohne Widerspruchsmöglichkeit.
In einem aktuellen Video weist Nationalrat Franz Grüter auf genau diese Entwicklung hin. Und nein, es geht dabei nicht um Parteipolitik, auch wenn reflexartig genau das behauptet wird. Es geht um etwas viel Unangenehmeres: um die Frage, wer künftig noch sagen darf, was er denkt, ohne dass ihm algorithmisch der Mund zugeklebt wird.
Das neue Zauberwort heisst Desinformation. Ein Begriff so präzise wie ein Nebelhorn im Sturm. Er kann alles bedeuten und damit auch alles rechtfertigen. Ursprünglich gedacht zur Abwehr gezielter Lügenkampagnen, wird er inzwischen als Universalkeule gegen unpassende Meinungen verwendet. Nicht widerlegen. Nicht diskutieren. Löschen. Drosseln. Unsichtbar machen. Problem gelöst. Demokratie auch.
Mit dem Digital Services Act hat die Europäische Union ein Instrument geschaffen, das offiziell Ordnung ins digitale Chaos bringen soll. Inoffiziell delegiert man Zensur an Plattformen, Behörden und Algorithmen. Gerichte sind dabei eher dekoratives Beiwerk. Statt Rechtsstaat gibt es Verwaltungsmeinung. Statt Urteil gibt es Content-Moderation. Und statt offener Debatte gibt es Schattenbann. Elegant. Geräuschlos. Und für den Bürger kaum nachvollziehbar.
Besonders faszinierend ist die neue Unsichtbarkeit dieser Zensur. Inhalte verschwinden nicht, sie verdunsten. Man sieht sie einfach nicht mehr. Keine rote Linie, kein Verbotsschild, kein Widerspruchsrecht. Der Bürger merkt nicht einmal, dass ihm Informationen vorenthalten werden. Ein Traum für jeden Kontrollstaat. Ein Albtraum für jede offene Gesellschaft.
Dass das keine theoretische Gefahr ist, zeigen konkrete Fälle. Etwa jener von Jacques Baud oder Nathalie Yamb. Beide wurden von der EU sanktioniert. Nicht wegen Gewalt, nicht wegen Terrorismus, nicht wegen strafbarer Handlungen. Sondern wegen Meinungsäusserungen und Analysen. Konten gesperrt. Reisen verunmöglicht. Existenz beschädigt. Rechtsmittel? Fehlanzeige. Willkommen im offenen Gefängnis der wertekonformen Demokratie.
Und hier entfaltet sich die eigentliche Absurdität. Genau jene politischen Kräfte, die ununterbrochen von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Wertegemeinschaft reden, sind es, die diese Prinzipien systematisch aushöhlen. Meinungsfreiheit wird zur Worthülse, solange sie brav, angepasst und folgenlos bleibt. Wer sie ernst nimmt, gilt plötzlich als Gefahr.
Natürlich heisst es dann: Das betrifft ja die EU, nicht die Schweiz. Ein beruhigender Gedanke. Leider falsch. Auch der Schweizer Bundesrat arbeitet an Plattformregulierungen. Auch hier wird von Desinformation gesprochen, von präventiven und reaktiven Massnahmen, von Erfassung und Bekämpfung. Wer entscheidet künftig, was wahr ist und was nicht? Spoiler: nicht der Bürger.
Besonders pikant wird das Ganze, wenn man sich an die eigene Geschichte erinnert. Stichwort Fichenskandal. Tausende Bürger überwacht, registriert, katalogisiert. Allein wegen ihrer politischen Haltung. Der Aufschrei war gross. Die Lehre angeblich klar. Nie wieder Gesinnungskontrolle. Und heute? Heute reden wir wieder über Überwachung von Informationsflüssen, über staatliche Bewertung von Meinungen, über Sanktionen gegen Andersdenkende. Dieses Mal digital, versteht sich. Fortschritt nennt man das.
Die neue Gesinnungspolizei trägt keine Uniformen mehr. Sie arbeitet mit Algorithmen, Verordnungen und «Community Standards». Sie behauptet nicht, recht zu haben, sondern notwendig zu sein. Und sie duldet keinen Widerspruch, weil Widerspruch ja potenziell Desinformation sein könnte. Ein perfekter Zirkelschluss.
Meinungsfreiheit schützt nicht das Angenehme. Dafür braucht es sie nicht. Sie schützt das Unbequeme, das Falsche, das Provokante. Genau das, was eine Demokratie aushalten muss, wenn sie mehr sein will als eine dekorierte Fassade. Wer Meinungen sanktioniert, statt ihnen argumentativ zu begegnen, hat den demokratischen Diskurs bereits aufgegeben.
Wenn wir jetzt schweigen, dann nicht aus Höflichkeit, sondern aus Bequemlichkeit. Und irgendwann werden wir feststellen, dass wir sehr leise geworden sind. Nicht weil wir nichts mehr zu sagen hätten, sondern weil wir gelernt haben, dass es besser ist, nichts mehr zu sagen.
Demokratie lebt vom offenen Wort. Ohne freie Rede bleibt nur Verwaltung. Und eine sehr selbstzufriedene Zensur, die uns erklärt, dass all das natürlich nur zu unserem Schutz geschieht.
Achtung! Eine unliebsame oder nicht konforme Meinung kann sie hinter Gitter bringen!
Die SRG ist ein faszinierendes Schweizer Biotop: offiziell «Service public», praktisch ein hervorragend geölter Meinungs-Lenkapparat mit freundlich lächelnder Moderation und einem Budget, bei dem selbst Grosskonzerne kurz schlucken. Und das Beste: Die meisten haben keine Ahnung, was hier eigentlich abläuft. Genau darauf baut das System.
1931 wurde die SRG als Schweizerische Rundfunkgesellschaft gegründet. Um ihr ein Betrieb zu ermöglichen wurde eine Radio und Fernsehgebühr erhoben. Das Budget der SRG 1931 betrug 1,5 Millionen Franken und sie hatten 120 Mitarbeiter. Im Jahr 1974 betrug das Budget schon 500 Millionen Franken und es wurden 3700 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 2000 waren es dann schon 1800 Millionen Franken und 5700 Mitarbeiter.
2018 hatte ein Teil der Bevölkerung genug und lancierte die NoBillag Initiative, die die Gebühren komplett abschaffen wollte. Damals war das Budget des SRF bei 1’640 Millionen Franken, davon 1’200 Millionen aus Gebührengeldern. Im Abstimmungskampf versprach die Leitung der SRG, dass sie sich bessern werde, indem sie ein Reformpaket umsetzen werde, um das Programm besser zu fokussieren und die Verwaltung zu optimieren, rund 100 Millionen sparen werde, keine Werbung bei Spielfilmen schalten würde, den Inhalt ihrer Archive privaten Medienanbietern zur Verfügung stellen würde, keine regionale Werbung schalten werde und mindestens 50% der Gebühren für Information ausgeben werde.
Heute sind wir bei einem Budget von 1’561 Millionen Franken. Also rund 10 mal mehr als 1931. Und das obwohl es damals noch KEINE Werbegelder gab! Davon 1’286 Millionen Schweizer Franken an Zwangsgebühren! Nun zu den versprechen: Die Programme fokussieren und die Verwaltung optimieren: Der ausgewiesene Lohn von Generaldirektorin Susanne Wille lag laut Kaderlohnreporting-Berichterstattung bei rund 518’000 Franken pro Jahr. Zusammen mit den 8 Verwaltungsräten übersteigt nur schon das Salär dieser «Spitzentruppe» das gesamte Budget der SRG von 1931.
Nur schon für das Inkasso der SERAFE Gebühren werden rund 2 Millionen Franken vernichtet, auch das ist mehr als das Budget von 1931. Sparen: Es wurden immerhin 79 Millionen der versprochenen 100 Millionen eingespart. Somit Versprechen nicht gehalten. Keine Werbung bei Spielfilmen: Versprechen nicht gehalten. Inhalt der Archive den Privaten zur Verfügung stellen: Kann ich nicht beurteilen. Keine Regionale Werbung: Könnte gehalten worden sein?
Mindestens 50% der Gebühren für Information: Versprechen nicht gehalten.
Gemäss Angaben von 2024 nutzte die SRG 41% der Ausgaben für Information. Unter dem Strich bleibt, dass SRF Schweizer Radio und Fernsehen die meisten Versprechen, die 2018 gemacht wurden, um den Abstimmungskampf zu gewinnen, nicht erfüllt wurden. Dazu kommt, dass auch schon damals damit gedroht wurde, dass in Zukunft die Tagesschau nicht mehr finanziert werden könne… damit hat die SRG einmal mehr Fake News verbreitet.
Die SRG selbst beziffert ihren jährlichen Umsatz inzwischen wie zuvor erwähnt auf rund 1,56 Milliarden Franken. Und das kommt nicht aus dem Verkauf von Einhörnern, sondern zu einem grossen Teil aus Gebühren. Je nach Darstellung sind es grob 80–83%. Das Bundesamt für Kommunikation nennt für 2025/26 rund 1,25 Milliarden Franken Gebührenanteil für die SRG.
Das ist keine «normale Medienfirma», die am Markt überlebt, weil sie besonders gut informiert. Das ist ein steuerähnlich finanziertes System mit eingebauter Reichweiten-Monopolstellung. Und wenn du so etwas hast, dann brauchst du nicht einmal klassische Zensur. Dann reicht Agenda-Setting: Du entscheidest, was gross ist, was klein ist, was «komplex» ist und was man lieber gar nicht erst erwähnt.
Und jetzt kommen wir zum Punkt, den erstaunlich viele Menschen nicht verstehen wollen, weil er ihr gemütliches Weltbild stört: Nicht-Berichterstattung ist auch Meinungslenkung. Man muss nicht lügen. Es reicht, wichtige Informationen unter den Tisch fallen zu lassen, bis niemand mehr danach fragt.
Bestes Beispiel: die RKI-Protokolle (vulgo «RKI-Files»). Das Robert Koch-Institut hat die internen Krisenstabsprotokolle zur Corona-Zeit veröffentlicht, später weitgehend entschwärzt. Das ist kein Telegram-Gerücht und auch kein «irgendwer sagt»: Das ist offiziell dokumentiert.
Und was machte das Schweizer Fernsehen? Es berichtete nicht darüber. Nicht, weil es verboten gewesen wäre. Nicht, weil es irrelevant gewesen wäre. Sondern weil es anscheinend besser in die redaktionelle Raumtemperatur passte, es «nicht» zu thematisieren. Das Pikante daran: Die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) hat diese unterlassene Berichterstattung später als programmrechtswidrig beurteilt. Programmrechtswidrig. Nicht «unglücklich gelaufen». Nicht «kann man so sehen». Sondern: Verstösst gegen die Regeln.
Und hier kommt der Teil, den die meisten immer noch nicht raffen: Wenn eine öffentlich finanzierte Anstalt bei einem «wichtigen Ereignis» einfach wegschaut, dann ist das nicht bloss ein redaktioneller Entscheid. Das ist Macht. Das ist Deutungshoheit. Das ist die Fähigkeit, die gesellschaftliche Wahrnehmung zu formen, ohne dass man je «zensieren» sagen muss.
Natürlich wird man dir dann erklären, Journalismus bedeute Auswahl. Und ja, stimmt. Auswahl ist unvermeidlich. Aber wenn «Auswahl» zuverlässig dort greift, wo es für das Publikum unbequem wird, dann ist es keine neutrale Auswahl mehr. Dann ist es ein Filter. Dann ist es eine Leitplanke. Dann ist es, ganz unromantisch, ein Instrument zur Meinungslenkung. Und während man das Publikum mit «Einordnung», «Kontext» und dem immergrünen «das ist kompliziert» sediert, läuft im Hintergrund das nächste Wunderwerk: Management- und Kaderlöhne, die man als normaler Gebührenzahler nur noch mit stoischem Kopfschütteln erträgt, wenn man den Lohn von Generaldirektorin Wille anschaut.
Das ist nicht automatisch «skandalös». Das ist nur herrlich symbolisch: Oben wird verwaltet und unten wird erklärt, warum gewisse Dinge gerade leider keinen Platz im Programm hatten. Information ist schliesslich teuer. Vor allem, wenn sie wirklich informiert.
Der Punkt ist: Die Debatte über SRG ist nicht primär eine Debatte über Unterhaltung, Sportrechte oder die nächste Kochsendung. Es ist eine Debatte darüber, ob ein gebührenfinanzierter Riese seine Macht nutzt, um die Öffentlichkeit vollständig zu informieren, oder um sie elegant zu steuern. Und nein, dafür braucht es keine finsteren Hinterzimmer. Es reicht Routine. Bequemlichkeit. Milieu. Und die stille Gewissheit, dass der Grossteil des Publikums ohnehin nicht merkt, was fehlt.
Die meisten haben keine Ahnung, was hier abläuft, weil «Nichts berichtet» sich so angenehm nach «Nichts passiert» anfühlt. Und genau deshalb funktioniert es. Und genau deshalb umso mehr «Ja» zur Halbierung der SRG-Gebühren.
Wenn ich manche aus meinem Jahrgang sehe, die es geschafft haben, Arzt zu werden, dann frage ich mich nicht: «Wie genial muss man sein?» Sondern: «Wie ist dieser Mensch bitte durch die menschliche Reifeprüfung gerutscht, ohne dass jemand es bemerkt hat?» Und ja, genau diese Leute dürfen später Entscheidungen treffen, die über Lebensqualität, Lebenswege und manchmal über Leben und Tod mitbestimmen. Das ist der Moment, wo mein innerer Optimist kurz lacht, sich verschluckt und dann still das Weite sucht.
Denn Heilkunde ist eigentlich eine Kunst. Eine Mischung aus Wissen, Erfahrung, Intuition, Demut und dem seltenen Talent, einen Menschen nicht wie ein kaputtes Gerät zu behandeln. Medizin, wie sie heute vermittelt wird, ist dagegen oft: Fach. Modul. Prüfungsordnung. Auswendiglernen. Haken dran. Wer gut memorieren kann, kommt durch. Ob jemand Werte hat, Empathie, Reife, Charakter, Integrität? Süss. Dafür gibt’s leider keine Multiple-Choice-Frage.
Das Problem ist: Menschen vertrauen Ärzten. Unfassbar sogar. Du setzt dich hin, sagst «Guten Tag» und zack, erzählt dir jemand Dinge, die er seiner Familie seit zehn Jahren verschweigt. Weil Titel. Weil Kittel. Weil Mythos. Weil man uns seit klein auf beibringt: «Wenn du was hast, geh zum Arzt.» Punkt. Ende. Und irgendwo zwischen Kinderarzt und Hausarzt wird aus dem mündigen Menschen ein erwachsener Körper mit Kleinkind-Hirn, das beim ersten Zwicken panisch nach Autorität ruft.
Spätestens seit der Pandemie hat dieses Vertrauen aber ordentlich gelitten. Zurecht. Nicht, weil jeder Arzt ein Monster wäre. Sondern weil man gesehen hat, wie leicht aus intelligenten Menschen systemtreue Vollzugsbeamte werden, sobald es eine «unsichtbare Bedrohungslage» gibt und dazu ein paar Richtlinien, Diagramme und moralische Erpressung. Und genau da beginnt die unangenehme Frage: Wie entsteht dieses System eigentlich? Und wieso funktionieren so viele darin, ohne je den Ursprung ihres eigenen Fachs zu hinterfragen?
Wenn du drin bist, bist du drin. Du hast Druck, Abhängigkeiten, Karrierepfade, Budgets, Leitlinien, Kammern, Versicherungen, Hierarchien. Du funktionierst. Du veränderst kaum etwas. Erst wenn du einen Schritt rausgehst und die Medizin von der Seite anschaust, wird’s interessant. Und ja: Auch erschreckend. Denn die moderne westliche Medizin ist nicht einfach die reine, noble Wahrheit, die vom Himmel gefallen ist. Sie ist ein Machtapparat. Ein Wissensmonopol. Und wie jedes Monopol: Selten zugunsten derer, die es brav «konsumieren».
Und jetzt kommt der Teil, bei dem manche nervös mit den Augen rollen: Kirche. Nicht als spiritueller Ort, sondern als Institution. Historisch gesehen war die Kirche über Jahrhunderte eine Wissensverwaltung mit absolutem Herrschaftsanspruch. Wer Geschichte schreibt, kontrolliert Wirklichkeit. Wer Wissen monopolisiert, kontrolliert Verhalten. Das gilt für Recht genauso wie für Medizin. Kirchenrecht war lange die Spitze der juristischen Nahrungskette. Universitäten entstanden unter kirchlicher Aufsicht, Wissen wurde kanalisiert, definiert, gefiltert. Nicht alles davon war böse. Aber Macht bleibt Macht, auch wenn sie Weihrauch trägt.
Und dann kam die Moderne. Seit gut hundert Jahren, so die These, wird Medizin zunehmend auch als Herrschaftsinstrument benutzt. Globalpolitik im weissen Kittel: Man baut Gesellschaften um, verkauft es als «Gesundheitsschutz» und wer widerspricht, ist automatisch unsolidarisch, gefährlich, irrational oder gleich ganz «wissenschaftsfeindlich». Das hat während der Pandemie so gut funktioniert, weil es kulturell vorbereitet war: Therapeut-Patient-Rollenspiel, kollektiv eingeübt. Der Arzt als Priester der Gesundheit. Der Patient als reuiger Sünder mit Symptomen.
Dabei ist Heilung, egal wie unangenehm das für Autoritäten ist, immer Selbstheilung. Der Körper heilt. Medikamente, Eingriffe, Therapien können unterstützen, entlasten, begleiten. Aber wenn du den Menschen systematisch davon entwöhnst, seinem Körper zuzuhören, seine Bedürfnisse zu verstehen, Signale zu deuten, dann brauchst du ihn nur noch zu steuern: Angst rein, Gehorsam raus. Und zack, hast du den perfekten Kunden: abhängig, unsicher, folgsam.
«Innerer Arzt» wäre hier ein schönes Gegenkonzept. Nicht als Esoterik-Kitsch, sondern als erwachsene Kompetenz: Was macht mein Körper? Was brauche ich? Was kann ich selbst regulieren? Wie stärke ich meine Resilienz? Leider passt das nicht gut in ein System, das auf Konsum, Kontrolle und Abhängigkeit trainiert ist. Mündigkeit ist schlecht fürs Geschäftsmodell.
Und dann dieser Etikettenschwindel, den wir überall sehen: Wenn eine Krankenkasse sich «Gesundheitskasse» nennt, ist das ungefähr so glaubwürdig wie ein Waffenhändler, der sein Geschäft «Friedensshop» tauft. Der Name ändert nichts am Denken. Es klingt nur freundlicher. Trendiger. Marketing statt Haltung. Und viele Praxisschilder funktionieren genauso: «Naturheilkunde», «Ganzheitlich», «Integrativ» in hübscher Schrift, während dahinter dieselbe alte Mechanik läuft, nur mit Lavendelduft im Wartezimmer.
Ein kurzer Ritt durch die Epochen zeigt, warum das alles nicht zufällig ist. Früher gab es Volksheilkunde: Stark naturverbunden, analoges Denken, Säftelehre, Elemente-Lehren, ein Verständnis des Menschen als Körper und Geist und Seele. Nicht alles davon war korrekt, vieles war Symbolsprache. Aber es hatte einen Vorteil: Es setzte den Menschen in einen Kontext. In Natur, Gemeinschaft, Rhythmus.
Dann Mittelalter: Klostermedizin. Wissenssammlung, aber auch Wissenskontrolle. Parallel dazu die Handwerksärzte, Wundärzte, Barbiere. Ja, richtig: Der Friseurberuf hat medizinische Wurzeln. Haare, Nägel, Haut, Wunden. Der Ursprung ist weniger «Beauty» als «Bitte blute nicht auf den Boden». Heute schneiden sie Haare, früher schnitten sie auch mal… in dich hinein. Romantisch.
Und mit der Zeit wurde aus Heilkunde ein Monopol. Aus Erfahrung wurde Standardisierung. Aus Standardisierung wurde System. Und aus System wurde Macht. Nicht weil «alle böse» sind, sondern weil Systeme so funktionieren: Sie reproduzieren sich selbst. Sie erzeugen Abhängigkeit. Sie belohnen Anpassung. Und sie bestrafen Abweichung.
Die eigentliche Frage ist also nicht: «Kann ich Ärzten vertrauen?» Die Frage ist: «Wem dient dieses System, wenn niemand mehr fragt, wie es entstanden ist?» Und vielleicht noch wichtiger: «Wie werde ich als Patient wieder erwachsen, ohne sofort in die Knie zu gehen, sobald jemand einen Titel trägt?»
Menschlichkeit ist kein Bonus. Sie ist die Grundqualifikation. Alles andere ist Dekoration.
Von der Inquisition zur Impfung – Wie die Kirche die Kontrolle behielt
Ehefrau sendet Whatsapp an ihren Ehemann:
Frau: «Schatz, bitte vergiss nicht Brot zu kaufen, wenn du von der Arbeit zurückkommst… und bevor ich es vergesse: Deine Freundin Gaby ist hier – sie lässt dich grüssen.»
Mann: «Wer ist Gaby…?»
Frau: «Niemand… Ich wollte nur, dass du antwortest und ich die Bestätigung erhalte, dass du meine Nachricht gelesen hast…»
Mann: «Ahhhh… ich war ganz schön überrascht… denn ich bin grad bei Gaby… Ich dachte schon, du hättest uns gesehen… 😱»
Frau: «Was? Wo seid ihr?»
Mann: «In der Bäckerei… gleich nebenan von Zuhause…»
Frau: «Warte, ich komme jetzt sofort rüber…»
Nach 5 Minuten sendet seine Frau ihm eine Nachricht:
«Ich bin in der Bäckerei… wo bist du… 😳»
Mann: «Ich bin auf der Arbeit, aber jetzt wo du schon mal in der Bäckerei bist, kauf das Brot – und hör auf mir auf die Eier zu gehen… 😏»
Neben den grobschlächtigen Zwangsmassnahmen, die man uns inzwischen mit der Feinfühligkeit eines Presslufthammers serviert, gibt es natürlich auch die elegantere Variante. Die mit Neonfarben, Emojis und dem Versprechen von Freiheit. Man nennt sie Kryptowährungen. Revolutionär, dezentral, rebellisch. Zumindest so lange, bis man genauer hinschaut und merkt: Das ist kein Aufstand gegen das System, das ist das Onboarding.
Besonders clever ist der Hype unter jungen Menschen. Endlich mal ein Finanzthema, das nicht nach Sparkasse und Dauerauftrag riecht. Stattdessen Charts, Memes, Influencer und die Illusion, man sei Teil einer digitalen Gegenkultur. Was dabei gern übersehen wird: Kryptowährungen besitzen exakt jene Eigenschaft, die auch das grosse, böse CBDC-Monster haben wird. Programmierbarkeit. Geld mit Bedingungen. Geld mit Ablaufdatum. Geld, das gehorcht. Aber hey, Hauptsache es fühlt sich nach Freiheit an.
Ironischerweise wird dieser Freiheitsrausch ausgerechnet von jenen befeuert, die später den Schlüssel zur digitalen Leine halten werden. Die aktuelle US-Regierung spielt begeistert mit, der Präsident flirtet öffentlich mit eigenen Krypto-Spielereien. Und während man uns erzählt, das alte Geldsystem sei marode, kauft ausgerechnet der innerste Machtzirkel Gold. Viel Gold. Nicht etwa eine Zentralbank, sondern Tether, eine der grössten Krypto-Plattformen der Welt, hält inzwischen mehr davon als so mancher Staat. Zufall, sicher.
Noch spannender wird es, wenn man sich anschaut, wer gerade in Washington die Handelsgeschicke lenkt. Howard Lutnick, ehemals Finanzchef von Cantor Fitzgerald, dem Vermögensverwalter von Tether. Ein Mann mit besten Verbindungen, bestem Insiderwissen – und einem offenbar ausgeprägten Hang zu physischem Edelmetall. Wenn jemand aus dem Maschinenraum der Macht lieber Gold stapelt, während man der Öffentlichkeit digitale Coins andreht, dann ist das kein Detail. Das ist ein Signal.
Parallel dazu marschiert die künstliche Intelligenz durch den Arbeitsmarkt wie ein Abrissbagger durch ein denkmalgeschütztes Viertel. Millionen Jobs wackeln, ganze Berufsgruppen verschwinden. Und mit ihnen das Fundament dessen, was Geld seit Jahrtausenden war: Gegenleistung für Arbeit. Wenn Arbeit verschwindet, wird Geld zum Steuerungsinstrument. Und genau dort will man hin.
Ob die Menschen diesen Übergang in eine vollprogrammierte Existenz widerstandslos mitmachen, ist offen. Sicher ist nur: Die Turbulenzen kommen. Und wer glaubt, das sei alles Zufall, glaubt wahrscheinlich auch, dass Geld plötzlich digital wird, weil es so praktisch ist.
Willkommen im Krypto-Kindergarten der neuen Geldordnung
Der Einstieg ist unscheinbar. Ein Link, ein Button, ein freundliches Versprechen: «Take the Real or AI Test«. Klingt nach spielerischer Selbstvergewisserung. Ein kleiner Check der eigenen Medienkompetenz. Zwei Videos nebeneinander, ähnliche Inhalte, ähnliche Menschen, ähnliche Gesten. Eines echt. Eines künstlich. Entscheide dich. Du bist ja informiert. Du bist ja kritisch. Du hast ja gelernt, «nicht alles zu glauben».
Spoiler: Genau darauf baut das Problem.
Der Test ist keine technische Herausforderung, sondern eine pädagogische Ohrfeige. Er zeigt nicht, wie schlecht Menschen sind, sondern wie lächerlich das Konzept von Medienkompetenz geworden ist, wenn es auf Bauchgefühl, Mimiklesen und «fühlt sich komisch an» reduziert wird. Wir wurden darauf trainiert, Inhalte zu konsumieren, nicht sie zu prüfen. Und jetzt wundern wir uns, dass die Maschine uns dabei mühelos überholt.
Mein Ergebnis:
17 von 20 richtig. 85 Prozent.
«You did better than 94% of users»
Was genau wird hier eigentlich getestet? Sicher nicht Wahrheit. Getestet wird, wie gut man ohne Kontext, ohne Quellen, ohne Metadaten und ohne Einordnung raten kann. Also exakt die Situation, in der wir uns täglich in sozialen Medien befinden. Wir scrollen, wir schauen, wir urteilen. Echt. Fake. Egal. Weiter.
Medienkompetenz wurde uns jahrelang als moralische Haltung verkauft: Sei kritisch. Hinterfrage. Glaub nicht alles. Was sie uns nicht beigebracht haben: Wie man systematisch prüft, wie man Herkunft bewertet, wie man technische Marker erkennt, wie man Inhalte verifiziert, statt sie zu fühlen. Jetzt stehen wir vor perfekt ausgeleuchteten, überzeugend sprechenden KI-Gesichtern und merken: Unser Werkzeugkasten besteht aus Holzlöffeln.
Das eigentliche Desaster ist nicht, dass KI-Videos gut sind. Das eigentliche Desaster ist, dass unser Mediensystem immer noch so tut, als sei das Problem lösbar durch «Aufklärung» und ein paar erhobene Zeigefinger. Als reiche es, den Leuten zu sagen, sie sollen «genauer hinschauen». Während gleichzeitig Reichweite, Geschwindigkeit und Emotionalisierung belohnt werden.
Der Test zeigt gnadenlos: In einer Welt, in der Video kein Beweis mehr ist, reicht individuelle Medienkompetenz nicht aus. Wer glaubt, er könne das allein durchschauen, verwechselt Skepsis mit Analyse. Genau diese Selbstüberschätzung ist das Einfallstor.
Das Ergebnis lautet nicht: Menschen sind zu dumm.
Das Ergebnis lautet: Medienkompetenz ist institutionell gescheitert.
«Game Over» ist deshalb keine Selbstanklage, sondern eine Diagnose. Nicht für den Nutzer, sondern für ein System, das weiterhin so tut, als könne man eine KI-Realität mit pädagogischen Pflastern kontrollieren.
Die Maschine hat nicht gewonnen, weil sie täuscht.
Sie gewinnt, weil wir immer noch so tun, als wäre Raten eine Kompetenz.
Ein spiritueller Mensch, sollte sich mit dieser Dokumentation befassen, denn es ist schnell daher gesagt, dass alles Energie ist. Versteht man dies aber auch? Sehr viele Fragen, werden in dieser Dokumentation beantwortet, um immer mehr über das Konstrukt, Universum und die Realität zu verstehen. Die Energie und das Bewusstsein sind die Schlüssel für eine freie Welt!
Es beginnt, wie immer, unspektakulär. Mit Zahlen, die niemand sehen soll. Ein Medikament, jahrzehntelang verfügbar, erprobt, langweilig günstig. 60 bis 80 Dollar für eine komplette Behandlung. Kein Luxus, kein Mythos, einfach Medizin. Und dann, eines Morgens, kostet derselbe Wirkstoff plötzlich mehrere Tausend Dollar. In einem dokumentierten Fall knapp 24’000 Dollar für 28 Tage. Kein neuer Prozess, keine Innovation, kein Goldstaub im Wirkstoff. Nur ein neues Einsatzgebiet. Und ein neues Geschäftsmodell.
Willkommen in der Welt der Pharmaindustrie, wo Ethik endet, sobald sie die Bilanz stört.
Was hier passiert, ist kein Zufall, kein Marktfehler, kein bedauerlicher Ausrutscher. Es ist ein Muster. Immer dasselbe Drehbuch. Sobald ein alter Wirkstoff plötzlich in einem Kontext auftaucht, der echtes Geld verspricht, Krebs zum Beispiel, wird er vom medizinischen Aschenputtel zur Goldgrube. Der Stoff bleibt identisch. Die Verpackung nicht. Der Preis explodiert.
Parallel zu diesen Preissprüngen tauchten Studien auf. Unangenehme Studien. Beobachtungen, Auswertungen, klinische Hinweise. Sie zeigten, dass bestimmte antiparasitäre Wirkstoffe bei einzelnen Krebsarten teils bessere Ergebnisse erzielten als etablierte Standardtherapien. Brustkrebs. Prostatakrebs. Ovarialkarzinome. Besonders dort, wo die Schulmedizin seit Jahrzehnten erklärt, man habe «leider keine guten Optionen», wurde es plötzlich interessant. Oder gefährlich. Je nach Perspektive.
Ein Name tauchte immer wieder auf: Ivermectin. Ein alter Bekannter. Entwickelt in den 1970er-Jahren, millionenfach eingesetzt gegen parasitäre Erkrankungen in ärmeren Regionen. Günstig. Wirksam. Gut erforscht. Patentfrei. Nobelpreis 2015. Eigentlich eine Erfolgsgeschichte. Eigentlich.
Denn Ivermectin hatte einen entscheidenden Fehler: Es gehört niemandem mehr. Kein exklusives Patent, keine Monopolrendite. Und genau das macht es aus Sicht der Industrie problematisch. Studien zeigten Effekte auf Zellteilung, Signalwege, Tumorüberleben, sogar antivirale Eigenschaften. Nichts davon esoterisch. Biologisch nachvollziehbar. Wiederholt beobachtet. Aber wirtschaftlich unerquicklich.
Ähnlich wie Fenbendazol. Ebenfalls ein Antiparasitikum. Ursprünglich Veterinärmedizin. Wirkt auf Mikrotubuli, also exakt jene Zellstrukturen, die auch klassische Chemotherapien angreifen. Dass damit nicht nur Würmer, sondern auch Krebszellen gestört werden können, ist kein Wunder, sondern Lehrbuchbiologie. Trotzdem gilt: Sobald der Wirkstoff aus dem Stall in den Behandlungsraum rückt, wird er plötzlich «problematisch». Nicht wegen der Wirkung. Wegen der fehlenden Rendite.
Und jetzt wird es interessant. Denn kaum taucht ein alter Wirkstoff in einem neuen therapeutischen Zusammenhang auf, regnet es Patente. Nicht auf den Stoff, sondern auf Anwendungen, Dosierungen, Kombinationen. Juristische Alchemie. Aus billig wird exklusiv. Aus zugänglich wird elitär. Aus Therapie wird Produkt.
In den USA und Grossbritannien dürfen Ärzte solche Wirkstoffe off-label einsetzen. Sie tragen die Verantwortung. Sie entscheiden individuell. In Deutschland hingegen wird blockiert, reguliert, abgewiegelt. Erkenntnisse existieren, Anwendung wird verhindert. Nicht aus Sicherheitsgründen, sondern aus Struktur. Und Struktur ist immer politisch.
Die Pharmaindustrie verkauft sich gern als Retterin der Menschheit. Forschung. Innovation. Fortschritt. Das klingt gut. Und ja, moderne Medizin rettet Leben. Aber sie tut es selektiv. Dort, wo es sich rechnet. Alte Wirkstoffe ohne Patent sind kein Fortschritt, sondern ein Geschäftsrisiko. Also werden sie marginalisiert, diskreditiert oder preislich kastriert.
Dass ähnliche Wirkprinzipien seit Jahrhunderten in Pflanzen genutzt werden, passt ins Bild. Artemisia annua. Graviola. Pau d’Arco. Beifuss. Schöllkraut. Thymian. Keine Patente. Keine Monopole. Also keine Begeisterung. Traditionelle Medizin wird romantisiert oder belächelt, aber selten ernsthaft integriert. Nicht, weil sie unwirksam wäre. Sondern weil sie sich schlecht kontrollieren lässt.
Das eigentlich Menschenverachtende daran ist nicht einmal der Preis. Es ist die Logik dahinter. Heilung wird nicht danach bewertet, ob sie wirkt, sondern ob sie verwertbar ist. Wissen wird nicht gefördert, sondern gefiltert. Alles, was nicht ins ökonomische Raster passt, wird zur Randnotiz erklärt.
Es geht hier nicht um Lagerdenken. Nicht um «Schulmedizin gegen Alternativmedizin». Das ist eine künstliche Front. Es geht um Ehrlichkeit. Um den Mut, Studien und Erfahrungen zur Kenntnis zu nehmen, auch wenn sie unbequem sind. Und um die Frage, wem Gesundheit eigentlich gehört.
Schweigen ist bequem. Nachfragen ist gefährlich. Aber ohne Fragen gibt es nur Narrative. Und Narrative sind für Konzerne immer billiger als Heilung.
Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung. Er ersetzt auch keine Forschung. Er soll nur eines tun: Den Blick heben. Weg vom Preisschild. Hin zur Struktur. Denn wer verstehen will, warum alte Wirkstoffe plötzlich stören, muss nicht in die Medizin schauen. Sondern in die Bücher der Industrie.
Minus 30 Grad. Hulunbuir, Innere Mongolei. Eine Gegend, in der selbst Gedanken einfrieren, bevor sie fertig gedacht sind. Und genau dort schickt China einen Roboter ins Freie. Nicht, um Menschen zu retten. Nicht, um Infrastruktur zu reparieren. Sondern um zu beweisen, dass er nicht umfällt. Revolutionär.
Der radbeinige Roboter LYNX M20 von Deep Robotics stapft also tapfer durch Eis und Schnee. Während menschliche Finger nach drei Minuten aufgeben, bleibt die Maschine «stabil» und «führt alle Befehle zuverlässig aus». Das ist beruhigend. Besonders für jene, die sich fragen, ob die Zukunft eher nach Frostbeule oder Überwachung schmeckt.
Dank «spezieller Technologien» und einem «intelligenten Steuerungssystem» funktioniert alles wie geplant. Was diese Technologien genau sind, bleibt angenehm nebulös. Wahrscheinlich eine Mischung aus Ingenieurskunst, Algorithmen und dem festen Glauben, dass Kontrolle besser ist als Vertrauen. Der Roboter gehorcht. Immer. Keine Diskussionen, keine Gewerkschaft, kein Burnout. Ein feuchter Traum jeder Effizienzabteilung.
Währenddessen diskutieren wir im Westen darüber, ob Heizungen zu warm eingestellt sind und ob KI bitte nett bleiben soll. China testet. Im Eis. Bei minus 30 Grad. Unter realen Bedingungen. Realität scheint dort weniger ein philosophisches Konzept zu sein als ein Testgelände.
Natürlich heisst es offiziell, der LYNX M20 sei für «industrielle Anwendungen», «Rettungseinsätze» oder «Inspektionen» gedacht. Klar. Und Kameras wurden auch nur erfunden, um schöne Erinnerungen festzuhalten. Der Roboter kann laufen, rollen, klettern und Befehle ausführen. Also alles, was man benötigt, um in unwirtlichen Gegenden präsent zu sein, ohne selbst dort sein zu müssen. Praktisch.
Die eigentliche Botschaft steckt zwischen den Schneeflocken: Unsere Zukunft friert nicht. Sie marschiert. Geräuschlos. Präzise. Und sie fragt nicht, ob wir bereit sind. Sie testet nur, ob sie funktioniert.
Spoiler: Sie funktioniert.
Hightech im Eis - Minus 30 Grad, null Zweifel: Die Zukunft friert nicht, sie marschiert
Sie sind wieder da. Dieselben Gesichter, dieselben Stimmen, derselbe Tonfall zwischen Grabpredigt und Produktpräsentation. Albert Bourla, Bill Gates, Anthony Fauci, Peter Hotez, Peter Marks, Ashish Jha und Tedros Adhanom Ghebreyesus erklären uns mit der Gelassenheit von Menschen, die nie falsch lagen – ausser vielleicht jedes einzelne Mal – dass die nächste Pandemie unmittelbar bevorsteht. Nicht vielleicht. Nicht möglicherweise. Sondern sicher. Absolut. Unausweichlich. Amen.
Man muss diese Konsequenz bewundern. Andere Menschen benötigen Beweise, Selbstkritik oder wenigstens ein flüchtiges Unbehagen angesichts der eigenen Bilanz. Diese Runde nicht. Hier wird mit der Autorität gesprochen, die nur entsteht, wenn man nie zur Rechenschaft gezogen wurde. Fehler? Missverständnisse. Kollateralschäden? Notwendig. Widerspruch? Gefährlich. Und wer Fragen stellt, hat ohnehin ein Problem mit der Wissenschaft. Oder mit der Moral. Oder mit beidem.
Interessant ist weniger die angekündigte Pandemie als die Choreografie drumherum. Die Architekten der letzten «Krise» stehen schon wieder auf der Bühne, Baupläne in der Hand, und erklären uns, warum dieses Mal alles noch schneller, härter und alternativloser ablaufen muss. Dass das Vertrauen vieler Menschen nachhaltig zerstört wurde, gilt dabei nicht als Warnsignal, sondern als Risiko, das man kommunikativ «managen» muss.
Die Botschaft ist klar: Die nächste Pandemie kommt nicht, weil wir etwas gelernt hätten, sondern weil wir nichts aufgearbeitet haben. Keine Verantwortung, keine Konsequenzen, keine ehrliche Bilanz. Stattdessen ein Reset der Erzählung. Neues Virus, gleiche Helden, identische Massnahmen, frisch polierte Schlagworte.
Vielleicht ist das die eigentliche Gewissheit, von der hier gesprochen wird. Nicht die nächste Pandemie ist sicher, sondern die Wiederholung des Musters. Wenn dieselben Leute dieselben Lösungen ankündigen und niemand fragt, was sie beim letzten Mal angerichtet haben, dann ist das kein Zufall. Das ist Systempflege.
Und wie jedes gut gewartete System lebt es davon, dass man ihm glaubt. Oder zumindest gehorcht.
Die Propheten der nächsten Pandemie: Bourla, Gates, Fauci, Hotez, Marks, Jha und Ghebreyesus
Ich habe mehr überlebt, als du dir vorstellen kannst.
Wer glaubt, er könne mir schaden, hat keine Ahnung, was ich bereits hinter mir gelassen habe.
Und das Karma?
Das liegt nicht auf den Schultern derer, die gefallen sind –
sondern auf denen, die das Messer geführt haben.
Ich trage Wolfsblut in mir.
Wenn ich falle, bleibe ich nicht liegen.
Ich lecke meine Wunden –
und dann gehe ich weiter.
Stärker. Klarer. Unaufhaltsam.
Denn wer Wolfsblut in sich trägt,
kennt kein Zurück – nur den Weg nach vorn.
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