Dieser Satz stammt aus dem Anfang der Smaragdtafel und umfasst das gesamte System der traditionellen und modernen Magie, das Hermes Trismegistos in kryptischen Worten auf die Tafel geschrieben hat.
Die Bedeutung dieses Satzes liegt darin, dass er angeblich den Schlüssel zu allen Geheimnissen enthält. Alle Systeme der Magie sollen nach dieser Formel funktionieren. «Was oben ist, ist dasselbe wie das, was unten ist.» Der Makrokosmos ist dasselbe wie der Mikrokosmos. Das Universum ist dasselbe wie Gott und Göttin, Gott und Göttin sind dasselbe wie der Mensch, der Mensch ist dasselbe wie die Zelle, die Zelle ist dasselbe wie das Atom, das Atom ist dasselbe wie … und so weiter, ad infinitum. Das bedeutet, dass alles miteinander verbunden ist.
«Wie innen, so aussen» bedeutet, dass wir eine göttliche Schöpfung in uns und ausserhalb von uns haben, dass wir mit der Natur und dem Universum, mit Gott und Göttin verbunden sind, dass sie sowohl in uns als auch ausserhalb von uns existieren, dass wir eins sind mit allem, vom kleinsten Atom bis zum grössten Stern.
So funktioniert Magie: Wir nutzen unseren inneren Willen, um eine Wirkung ausserhalb von uns zu erzeugen, wir verbinden uns mit den Energien, mit denen wir verbunden sind. Wir nutzen unsere Verbundenheit mit der Natur, um bestimmte Ergebnisse zu erzielen, wir nutzen die Schwingungsfrequenz in Farben, Kräutern, Kristallen, Steinen, Wasser, Feuer, Luft, Erde, Metallen, Kerzen, Gesängen, Siegeln usw.
Es ist wie das Sprichwort «Wie man sät, so wird man ernten». Dies ist auch als Gesetz von Ursache und Wirkung oder Karma bekannt. Was auch immer wir ins Universum hinausgeben, kommt zu uns zurück. Wenn wir Glück, Frieden, Freundschaft, Liebe wollen, dann sollten wir glücklich, friedlich, liebevoll und freundlich sein. Negative Energie, die wir aussenden, kommt ebenfalls zu uns zurück…
Myrath sind fleissig wie ein Gitarrentechniker drei Minuten vor Showtime: «Karma», «Reflections», und jetzt ballert «Wilderness Of Mirrors» aus den Boxen – die Tunesier bauen Momentum auf wie ein Doublebass-Pedal im Sturzflug. Der Haken: Wer orientalische Exotik und progressiven Wahnsinn erwartet, wird stellenweise ernüchtert. Die Band schleift ihre schärfste Klinge – die Eigenständigkeit – auf dem Altar des Melodic Metal glatt. «The Clown» klingt wie ein generischer Power-Metal-Track, der sich verlaufen hat. Schade drum.
Doch dann: «Breathing Near the Roar» — und plötzlich ergibt alles wieder Sinn. Hier brennen Myrath auf allen Zylindern, die Riffs greifen wie Sandstürme, Zaher Zorgatis Stimme trägt diesen Song wie ein Muezzin-Ruf über verzerrten Gitarren. Das ist der Moment, wo die Wüste spricht und der Spiegel endlich etwas Interessantes reflektiert. «Wilderness Of Mirrors» zündet nicht sofort — es braucht Zeit, doch beim dritten Durchlauf mutiert das Album zum Ohrwurm. Kein Meisterwerk, aber weit entfernt vom Totalabsturz. Für Fans Pflichtprogramm — für den Rest: Laut aufdrehen und etwas Geduld mitbringen…
MYRATH - Breathing Near the Roar (Official Video) | New Album 'Wilderness Of Mirrors' Out March 27th
Irgendwann hat irgendjemand in irgendeinem Ministerium beschlossen, dass die Zukunft digital ist. Vollständig, kompromisslos, ausnahmslos digital. Apps, Portale, QR-Codes, Online-Formulare, digitale Signaturen, Zwei-Faktor-Authentifizierung – und wer damit nicht zurechtkommt, hat in dieser glänzenden, optimierten, benutzungsfreundlichen Zukunft schlicht nichts verloren. Das nennt man Innovation. Das nennt man Fortschritt. Das nennt man, in der Fachsprache der Bürokratie, Modernisierung. Was man es nicht nennt: Verachtung. Obwohl es genau das ist.
Wir schreiben das Jahr 2026. Wer einen Arzttermin vereinbaren will, benötigt eine App. Wer eine Behörde kontaktieren will, benötigt ein Portal. Wer eine Rechnung bezahlen, ein Formular einreichen, eine Leistung beantragen will, benötigt einen Account, ein Passwort, eine verifizierte E-Mail-Adresse und im Idealfall einen technikaffinen Enkel, der am Wochenende vorbeikommen und das alles erledigen kann. Für jemanden, der in den 1940ern geboren wurde und dieses Land mit Händen aufgebaut hat, die heute zittern – für den ist das System nicht mehr zugänglich. Nicht weil er zu dumm wäre. Sondern weil das System nie für ihn gebaut wurde. Das ist keine Nachlässigkeit. Das ist Methode.
Denn die Entscheidung, sämtliche Zugänge zu Gesundheit, Verwaltung und gesellschaftlicher Teilhabe hinter digitale Barrieren zu legen, ist keine technische Entscheidung. Sie ist eine Politische. Und sie trifft dieselbe Generation mit präziser Konsequenz, die niemals für sich selbst auf die Strasse geht, die nicht demonstriert, nicht viral geht, nicht twittert und keine Lobby finanziert. Die Alten beschweren sich beim Nachbarn, beim Arzt, bei der Familie – nicht in der Öffentlichkeit, nicht in den Medien, nicht dort, wo es unbequem wird. Sie sind die perfekte Zielgruppe für politische Gleichgültigkeit: maximal betroffen, minimal laut.
Der Mensch, der diese digitalen Barrieren entwirft, hält sich für ein Innovationsgenie. Er sitzt in einem Grossraumbüro mit Stehtischen und Smoothie-Bar, spricht über User Experience und Customer Journey und hat in seinem gesamten Berufsleben noch nicht erlebt, was es bedeutet, mit 83 Jahren vor einem Bildschirm zu sitzen und nicht zu wissen, wo man klicken soll. Für ihn sind Senioren eine Randnotiz in der Nutzerstatistik – zu klein, zu unrentabel, zu analog. Also lässt man sie weg. Elegant, geräuschlos, unter dem Deckmantel des Fortschritts.
Das Perverse daran ist die Sprache, in der das alles verkauft wird. Digitalisierung ist Erleichterung. Vereinfachung. Effizienz. Alles schneller, alles einfacher, alles besser. Für wen? Für denjenigen, der mit dem System bereits vertraut ist. Für jeden anderen ist es eine Zulassungsprüfung – für das Recht auf Gesundheitsversorgung, für das Recht auf Behördenzugang, für das Recht auf Würde im Alltag. Wer diese Prüfung nicht besteht, fällt durch. Still, unsichtbar, ohne dass irgendjemand eine Statistik dazu veröffentlicht.
Und die Politik? Die feiert sich selbst. Digitalisierungsindex verbessert. Bürgerportale ausgebaut. E-Government vorangetrieben. Irgendwo gibt es eine Pressemitteilung, irgendwo eine Auszeichnung, irgendwo einen Staatssekretär, der erklärt, wie zukunftsfähig das alles ist. Was er nicht erklärt: Wie die 79-jährige Frau, die keine Verwandten in der Nähe hat, ihren Hausarzt kontaktieren soll, seit die Praxis auf Online-Terminbuchung umgestellt hat und die Telefonleitung nur noch als Notfallkontakt gilt.
Das ist kein Randproblem. Das ist strukturelle Aussortierung einer gesamten Generation – jener Generation wohlgemerkt, deren Renteneinzahlungen das System jahrzehntelang finanziert haben, deren Arbeit den Wohlstand ermöglicht hat, von dem alle anderen heute profitieren. Der Dank dafür ist ein Bildschirm, ein Passwort und die implizite Botschaft: Komm damit zurecht, oder bleib zurück.
Technologie ist dann ein Werkzeug, wenn sie allen dient. Wenn sie nur denjenigen dient, die sie ohnehin schon beherrschen, ist sie kein Fortschritt. Sie ist Selektion. Mit freundlichem Interface…
Der Westen hat eine lange, ruhmreiche Tradition darin, anderen Ländern zu erklären, was mit ihnen nicht stimmt. Seit Jahrzehnten exportiert er Demokratie, Freiheit und gelegentlich auch Streubomben in Regionen, die das alles nicht bestellt haben. Der Iran steht dabei traditionell weit oben auf der Wunschliste derer, die einen «Regimewechsel» für überfällig halten. Die Mullahs müssen weg. Das Regime ist korrupt, rückständig, gefährlich. Soweit der Konsens in den Hauptstädten des zivilisierten Westens.
Und dann schaut man sich an, wer diesen Konsens vertritt – und das Lachen bleibt einem im Hals stecken.
Auf der einen Seite: Brigadegeneral Ebrahim Zolfaghari, Sprecher des iranischen Militärhauptquartiers. Master-Abschluss. Doktorat in Strategischen Studien. Mathematischer Hintergrund. Fliessend in Farsi, Arabisch, Englisch und Hebräisch. Ein Mann, der Sprache als Präzisionsinstrument versteht und weiss, wie man eine Botschaft so platziert, dass sie sitzt. Man muss seine politischen Positionen nicht teilen — man muss aber zur Kenntnis nehmen, dass ihm jemand gegenübersteht, der das Format des Amtes versteht.
Auf der anderen Seite: Pete Hegseth, US-Verteidigungsminister. Kolleginnen und Kollegen beschreiben exzessiven Alkoholkonsum als Muster. Er hat Untreue in mehreren Ehen selbst eingeräumt. Ein Vorwurf sexueller Übergriffe aus dem Jahr 2017 steht im Raum. Ein Familienmitglied hat ihn wegen missbräuchlichen Verhaltens angezeigt. Aus Veteranenorganisationen wurde er wegen Fehlverhaltens und Misswirtschaft entfernt. Und seine rhetorische Nähe zu den Ereignissen vom 6. Januar sowie zu Wahlverschwörungstheorien ist aktenkundig. Dieser Mann verfügt über das Nukleararsenal der grössten Militärmacht der Erde.
Man stelle sich kurz vor, ein iranischer General würde vor laufender Kamera diese Biografie vorlesen – als Beschreibung eines US-Regierungsvertreters. Die westlichen Redaktionen würden sich überschlagen. Breaking News. Demokratie in der Krise. Handlungsbedarf. Aber weil es der eigene Mann ist, nennt man es Führungsstärke, kontroverse Vergangenheit oder politischen Mut.
Das ist nicht Heuchelei. Heuchelei setzt voraus, dass die Beteiligten noch wissen, dass sie lügen. Das hier ist etwas Tieferes: Institutionelle Blindheit, zementiert durch Jahrzehnte des selbstverordneten Exzeptionalismus. Wir sind die Guten — also ist, was wir tun, gut. Wer uns kritisiert, ist entweder Feind oder Propagandist. Dass ein akkreditierter iranischer General in jedem akademischen Vergleich glänzender dasteht als der aktuelle US-Verteidigungsminister, ist dabei keine Pointe. Es ist eine Diagnose.
Die Frage, welches Land einen Regimewechsel braucht, beantwortet sich von selbst. Man muss nur hinschauen wollen…
Facebook hat ein neues Lieblingsspielzeug. Es nennt sich «Bot-Prüfung» — und es ist so durchsichtig wie die Demokratie-Rhetorik eines Konzerns, der seinen Hauptsitz in einem Land hat, das Wahlkampf mit Cambridge Analytica betrieben hat. Aber gut. Nennen wir das Kind beim Namen: Es ist Zensur. Verpackt in den sterilen Bürokraten-Sprech eines Tech-Giganten, der sich selbst als digitalen Marktplatz der freien Meinungsäusserung verkauft – und gleichzeitig systematisch daran arbeitet, genau diese zu erwürgen.
Die Mechanik ist simpel und gleichzeitig teuflisch genau durchdacht. Du postest etwas. Vielleicht etwas Unbequemes. Vielleicht etwas, das nicht in die sauber kuratierte Weltanschauung eines Mark Zuckerberg passt, der inzwischen lieber beim Frühstück mit Donald Trump sitzt als sich um die Meinungsfreiheit seiner zwei Milliarden Nutzer zu scheren. Und dann — schwupps — bist du plötzlich ein Bot. Kein Mensch mehr. Eine Maschine. Verdächtig. Zu überprüfen.
Keine Begründung natürlich. Die wäre ja auch aufwändig. Stattdessen: «Gemeinschaftsstandards.» Dieses herrliche, nichtssagende, alles deckende Zauberwort, das Facebook seit Jahren als Universalwaffe einsetzt. Gemeinschaftsstandards. Als hätte irgendjemand in dieser «Gemeinschaft» jemals abgestimmt, was diese Standards sein sollen. Als wäre «die Gemeinschaft» irgendetwas anderes als ein Algorithmus und ein paar unterbezahlte Content-Moderatoren in Ländern, die man hier lieber nicht nennt, weil das auch wieder gegen irgendwelche Standards verstossen könnte.
Ich muss das aus eigener Erfahrung sagen: Die Bot-Prüfung ist inzwischen zu einem Dauerzustand geworden. Immer wieder. Immer öfter. Der Rhythmus wird enger, die Begründungen bleiben gleich inexistent. Und das ist kein Zufall — das ist Methode. Es geht nicht darum, tatsächliche Bots zu identifizieren. Die tummeln sich auf Facebook zuhauf, verbreiten Werbung für Kryptobetrug, gefälschte Sonnenbrillen und Diätpillen und niemanden interessiert das auch nur im Ansatz. Nein, es geht darum, echte Menschen – echte, unbequeme, meinungsstarke Menschen – mürbe zu machen. Der Mechanismus ist ein klassisches Konditionierungsinstrument. Du wirst so lange mit bürokratischen Hürden konfrontiert, bis du aufhörst, das zu sagen, was du sagen wolltest. Vorauseilender Gehorsam als Geschäftsmodell.
Denn darum geht es letztlich: Selbstzensur. Die ist billiger, effizienter und juristisch unangreifbarer als direkte Zensur. Wenn Facebook einen Post löscht, gibt es zumindest theoretisch eine Handhabe, einen Aufschrei, eine Möglichkeit des Widerspruchs. Aber wenn du anfängst, deine eigenen Posts zu entschärfen, weil du Angst hast, deinen Account zu verlieren – dann hat Facebook gewonnen, ohne auch nur einen Finger gerührt zu haben. Die Schere sitzt im Kopf und Facebook hat sie dort platziert. Präzisionsarbeit.
Bei meinen Reserve-Konten hat das System dann die Maske vollends fallen lassen: Verifikation nicht akzeptiert, Account gelöscht. Fertig. Kein Einspruch, keine Erklärung, kein Mensch, den man fragen könnte. Nur die kalte, algorithmische Endgültigkeit eines Systems, das entschieden hat, dass du nicht existieren darfst. Willkommen in der Plattform, die sich «soziales Netzwerk» nennt und sich verhält wie ein Türsteher mit Allmachtsfantasien.
Man muss sich das kurz vergegenwärtigen: Ein privates Unternehmen aus Kalifornien entscheidet, wer in der digitalen Öffentlichkeit sprechen darf und wer nicht. Kein Gericht, kein Gesetz, keine demokratische Kontrolle. Nur ein Algorithmus und die Geschäftsbedingungen, die du in einem Moment der Naivität akzeptiert hast, als du dachtest, du meldest dich einfach irgendwo an, um Katzenfotos zu teilen. Und dieser Konzern hat über die letzten Jahre eine Infrastruktur aufgebaut, die de facto zur öffentlichen Kommunikationssphäre geworden ist – und nutzt diese Position schamlos aus, um zu formen, was gesagt, gedacht, geteilt werden darf.
Widerstand ist trotzdem nicht nur möglich – er ist notwendig. Nicht heroischer Widerstand, keine Barrikaden, keine grossen Gesten. Sondern der stille, hartnäckige Widerstand des Weitermachens. Nicht aufhören zu schreiben. Nicht aufhören zu veröffentlichen. Nicht aufhören, eine Meinung zu haben. Und – ganz wichtig – nicht alles auf eine Karte setzen. Mein Blog unter https://www.dravenstales.ch existiert unabhängig von Zuckerbergs Launen. Das Blog lässt sich nicht löschen, nicht sperren, nicht einer Bot-Prüfung unterziehen. Was immer mit meinem Facebook-Account passiert – hier ist niemand, der den Stecker ziehen kann.
Das ist die eigentliche Lehre aus dieser ganzen Misere: Eigene Kanäle, eigene Infrastruktur, eigene Unabhängigkeit. Wer sich ausschliesslich auf Plattformen verlässt, die ihm nicht gehören, der baut sein Haus auf fremdem Grund – und wundert sich dann, wenn der Eigentümer ihn eines Tages einfach rauswirft. Facebook, X (früher Twitter), Instagram, TikTok – sie alle können dir morgen den Account sperren, ohne Angabe von Gründen, ohne Rechtsmittel, ohne Entschuldigung. Das ist keine Paranoia, das ist Geschäftsmodell.
Also: Falls der Vorhang irgendwann doch fällt und mein Hauptkonto dem gleichen Schicksal anheimfällt wie die Reserve-Konten — ihr wisst, wo ihr mich findet. Hier. Auf dravenstales.ch. Wo kein Algorithmus darüber entscheidet, ob meine Meinung den Gemeinschaftsstandards entspricht.
Und an Facebook: Danke für die Erinnerung, warum man euch nie hätte vertrauen sollen…
Verwechsle niemals Mitgefühl mit Verbindung.
Verwechsle niemals Gutmütigkeit mit Dummheit.
Das Gefühl, jemanden retten oder heilen zu wollen, ist kein Zeichen von Liebe.
Echte Verbindung basiert auf Offenheit, Respekt, Loyalität und auf Verantwortung.
Du bist nicht verpflichtet, dich aufzuopfern, nur weil Du denkst, jemand benötigt deine Hilfe.
Ich rate dir, schaffe dir keinen unsichtbaren Käfig, weder beruflich, familiär und schon gar nicht mit Freunden, in dem du immer da bist oder – für immer – bleiben musst.
Das Leben will gelebt und nicht verdient werden.
Und die Lügen, die sie über dich verbreiten, ändern nicht die Wahrheit darüber, wer und wie sie selbst sind.
Und sei dir bewusst, solltest du sie jemals beim Lügen erwischen.
Sei dankbar, die hätten weiter gelogen, hättest du die Wahrheit nicht herausgefunden.
Und DAS ist alles, woran du dich erinnern solltest.
LOYALITÄT ist kein Wort, es ist eine innere Haltung, die heute rar ist.
Denn sie zeigt sich nicht in Worten, in Videos oder Bildern, in Likes oder Smalltalk.
Sie zeigt sich seit jeher in Taten.
Ein römischer Senator, gestorben 43 vor Christus, ermordet auf Befehl von Marcus Antonius, hat den aktuellen Zeitgeist präziser beschrieben als jeder lebende Kommentator. Das sollte uns alle beunruhigen. Es tut es nicht. Punkt acht erklärt warum.
Marcus Tullius Cicero – Redner, Philosoph, Staatsmann, unbequemer Zeitgenosse – hat vor über zweitausend Jahren neun Beobachtungen formuliert, die sich lesen wie ein Protokoll des gegenwärtigen Zustands westlicher Demokratien. Kein Prophet. Kein Mystiker. Einfach jemand, der hinschaute und aufschrieb, was er sah. Schauen wir gemeinsam hin.
1. Wenn die Dummen lauter sind als die Klugen
Soziale Medien haben diesen Prozess nicht erfunden – sie haben ihn demokratisiert und beschleunigt. Lautstärke ist Währung. Substanz ist Hindernis. Die lauteste Meinung gewinnt den Algorithmus, nicht die durchdachteste. Cicero hätte Twitter geliebt. Oder gehasst. Vermutlich beides gleichzeitig.
2. Wenn die Faulen mehr haben als die Fleissigen
Bürgergeld, Subventionen, staatliche Alimentierung auf Lebenszeit – während der mittelständische Handwerker 60 Stunden die Woche arbeitet und am Monatsende fragt, warum er sich das eigentlich noch antut. Eine Frage, auf die der Staat keine befriedigende Antwort hat. Nur höhere Steuern.
3. Wenn die Ehrlosen respektierter sind als die Ehrlichen
Lauterbach sagte «nebenwirkungsfrei». Er ist noch immer im Amt. Wer das damals anzweifelte, wurde gesperrt, gemassregelt, gesellschaftlich isoliert. Der Ehrlose trägt heute Anzug und Bundesadler. Der Ehrliche trägt das Etikett «Verschwörungstheoretiker». Cicero nickt aus dem Jenseits.
4. Wenn die Moral predigen, die selbst keine Moral haben
Die Grünen fliegen Business-Class zur Klimakonferenz. Politiker, die Verzicht fordern, leben in Dienstwillen mit beheizten Garagen. NGO-Chefs mit sechsstelligen Gehältern erklären der Bevölkerung, wie man nachhaltiger lebt. Das Wort Heuchelei reicht nicht mehr aus. Es braucht ein neues Wort. Vorschläge willkommen.
5. Wenn der Charakter weniger zählt als das Ansehen
Die politische Karriere funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Wer das richtige Narrativ bedient, die richtigen Talkshows besucht und die richtigen Feinde hat, steigt auf. Charakter ist dabei nicht Voraussetzung – er ist Hindernis. Zu viel davon macht unberechenbar und Unberechenbarkeit ist das Letzte, was das System toleriert.
6. Wenn Kinder keine Kinder mehr sein dürfen
Genderideologie im Kindergarten. Sexualkunde für Sechsjährige. Identitätsdebatten, die Zehnjährige in existenzielle Krisen stürzen, für die sie schlicht noch nicht ausgerüstet sind. Eine Gesellschaft, die ihre Kinder nicht schützt, schützt sich selbst nicht. Cicero hätte das nicht als progressiv bezeichnet.
7. Wenn die Täter geschützter werden als die Opfer
Die Opfer von Straftaten navigieren durch Bürokratie, Psychologenengpässe und Prozessverzögerungen. Die Täter erhalten Resozialisierungsprogramme, Anwälte auf Staatskosten und das wohlwollende Interesse einer Öffentlichkeit, die nach Erklärungen für das Böse sucht – während das Böse bereits wieder auf freiem Fuss ist.
8. Wenn Wahnsinn als «Normal» gefeiert wird
Das ist der Masterkey zu allem anderen. Wenn eine Gesellschaft verlernt hat, zwischen normal und nicht normal zu unterscheiden – wenn jede Kritik an offensichtlichem Irrsinn sofort als Intoleranz, Phobie oder Hass umgedeutet wird – dann ist das Immunsystem der Gesellschaft kollabiert. Was dann folgt, hat Cicero erlebt. Rom auch.
9. Wenn der Politiker nicht für das Volk, sondern vom Volk lebt
Der finale Punkt. Der ehrlichste. Die politische Klasse hat sich von ihrem ursprünglichen Auftrag vollständig emanzipiert. Sie verwaltet sich selbst, finanziert sich selbst, schützt sich selbst – mit dem Geld derer, die sie eigentlich vertreten sollte. Diäten, Pensionen, Nebeneinkünfte, Lobbykarrieren nach dem Amt. Ein geschlossenes Ökosystem der Selbstbedienung, demokratisch legitimiert und faktisch unkontrollierbar.
Cicero wurde ermordet, weil er zu laut hinschaute und den Untergang Roms erfasste. Der Untergang der sogenannten westlichen Welt folgt demselben Drehbuch…
Während andere Bands Komitees gründen, Produzenten verheiraten und drei Jahre brauchen, um einen Riff zu vollenden, haut der Schotte James McBain Album um Album raus, als wäre die Apokalypse gebucht und der Tourbus schon warm. Mit «Coronach», seinem vierten Studiowerk unter dem Banner Hellripper, legt McBain nach, als hätte ihm «Warlock Grim & Withered Hags» nie den Schlaf geraubt. Hat es offensichtlich nicht. Der Teufel schläft halt nicht.
Kinchyle (Goatkraft and Granite), der Schlachtruf des McBain Clans, wird als Blackened-Thrash-Granate in die Schädeldecke gemeisselt. Der Track haut rein wie ein Claymore aus dem Hochnebel, treibt voran mit dieser typischen Hellripper-Präzision, die zwischen Gehirnamputierung und Ohrwurm kaum noch unterscheidet – und dann, mitten im Chaos, diese akustische Gitarrensequenz. Kurz, clever, perfekt platziert. Als würde jemand inmitten einer Prügelei kurz die Geige zücken – und es funktioniert trotzdem. Oder gerade deswegen. Kinchyle ist das Herzstück, der Beweis, dass McBain nicht nur Lärm produziert, sondern Songs schreibt. Brachiale, hochprozentige Songs – aber Songs. Coronach wird wehtun. In der besten aller möglichen Bedeutungen…
HELLRIPPER - Kinchyle (Goatkraft And Granite) (OFFICIAL VIDEO)
Jede Zeit ruft ihre Kinder – und wir sind die Antwort auf diesen Ruf.
Keine Zufälle, keine Irrläufer. Jede Seele, die jetzt auf dieser Erde atmet,
tut dies aus einem Grund. Wir sind nicht hier, um uns anzupassen,
uns zu ducken oder in die Form der Vergangenheit zu pressen.
Wir sind hier, um zu erinnern, was vergessen wurde –
um das Feuer neu zu entfachen, das unter Jahrhunderten von Staub glimmt.
Unsere Generation trägt eine heilige Aufgabe:
nicht zu glauben, sondern zu hinterfragen.
Nicht zu zerstören, sondern zu durchschauen.
Wir sind die Störung im System, die Melodie zwischen den Frequenzen,
das Erwachen inmitten des Schlafs.
Die alten Erzählungen, die uns zu Opfern formten,
beginnen zu bröckeln.
Die Masken der Macht lösen sich,
und das, was darunterliegt,
ist nichts anderes als das, was wir schon immer wussten –
dass Wahrheit nicht erfunden,
sondern nur wiederentdeckt werden kann.
Wir sind Brückenwesen –
mit den Füßen in der Erde der Ahnen
und den Händen ausgestreckt in Richtung Zukunft.
Wir tragen die Erinnerung der Alten,
aber wir bauen etwas, das noch kein Name kennt.
Wir sind gekommen, um den Bann zu brechen,
der Geist von Körper, Herz von Wahrheit trennte.
Um das Göttliche nicht neu zu erschaffen,
sondern es endlich wiederzusehen – in uns selbst.
Unser Weg ist kein Kampf aus Wut,
sondern ein Aufstand des Bewusstseins.
Mut, der aus Klarheit wächst.
Präsenz, die wie Licht durch Nebel schneidet.
Dies ist das Zeitalter der Erinnerung.
Eine Zeit, in der Stille lauter ist als Propaganda,
in der Wahrheit nicht gebrüllt, sondern verkörpert wird.
Wir sind nicht die verlorene Generation –
wir sind die, die sich erinnert.
Die Rückkehr des Lichts geschieht nicht durch Erlöser,
sondern durch jeden, der sich weigert,
das eigene Leuchten noch länger zu vergessen.
Es gibt Kleidungsstücke – und dann gibt es den Herrenanzug. Kein anderes Stück Stoff hat es geschafft, gleichzeitig Gefängnis und Prestigesymbol zu sein, getragen von Staatsoberhäuptern, Bankern, Lobbyisten und all jenen gut frisierten Gestalten, die täglich die Welt ein wenig schlechter machen und dabei verdammt ordentlich aussehen.
Der moderne Herrenanzug ist, wenn man ehrlich ist, das ausgeklügeltste Kontrollwerkzeug, das je erfunden wurde. Effizienter als jede Überwachungskamera, billiger als jede Armee. Er benötigt keine Gewalt. Er braucht nur Schulterpolster.
Die Architektur des Gehorsams
Der Anzug zwingt den Körper in geometrische Ordnung. Schulterpolster verleihen dem Träger eine heroische Statur, die er biologisch nie verdient hätte. Die Taillierung betont die Mitte. Die Bügelfalte suggeriert Präzision. Das Ergebnis: Ein Mensch, der aussieht, als hätte er die Dinge im Griff – selbst wenn er soeben die Altersvorsorge von hunderttausend Menschen vernichtet hat.
Denn genau das ist die eigentliche Funktion des Anzugs: Er macht aus einem simplen Homo sapiens eine Institution. Ohne Anzug bist du ein Mensch mit Schwächen, Zweifeln und einem überzogenen Konto. Mit Anzug wirst du zur Persona – lateinisch für Maske. Der Anzug ist die moderne Maske. Dahinter kann sich alles verstecken: Kompetenz, Inkompetenz, nackte Gier oder vollständige moralische Leere. Hauptsache, die Revers sitzen.
Das Joch um den Hals
Und dann ist da noch die Krawatte. Das harmloseste aller Accessoires – und gleichzeitig das entlarvendste Symbol des ganzen Systems. Sie hängt am Hals. Genau dort, wo Kopf und Körper zusammentreffen, wo Geist auf Instinkt trifft. Metaphysisch gesehen ist sie ein Joch. Etymologisch erinnert sie daran. Praktisch gesprochen: Sie bindet den Träger an eine Aufgabe, eine Institution, einen Dienst.
Wer eine Krawatte anlegt, signalisiert Unterwerfung unter eine höhere Ordnung. Freiwillig. Täglich. Mit einem Spiegelblick, der meistens für Selbstbefriedigung gehalten wird, aber in Wahrheit eine Kapitulation ist.
Die Farbe verrät dabei mehr, als dem Träger lieb sein dürfte: Rot für Dominanz und Machtanspruch – kein Zufall, dass Politiker vor wichtigen Abstimmungen zur roten Krawatte greifen. Blau für Treue und kühle Vernunft – die bevorzugte Farbe derer, die dich beruhigen wollen, bevor sie dich ausrauben. Grau für die stillen Strippenzieher, die es gar nicht nötig haben, aufzufallen. Und schwarz – für jene, die schon längst jenseits aller Empathie angekommen sind.
Die Armee ohne Waffen
Das Geniale am Ganzen: Diese Armee benötigt keine Befehlshaber, die Befehle erteilen. Das System läuft von selbst. Die Söldner in ihren Anzügen wissen meistens nicht einmal, für wen sie kämpfen. Sie wurden konditioniert – durch Schulen, Universitäten, Medien und den permanenten gesellschaftlichen Druck, funktionieren zu müssen. Das Versprechen von Sicherheit, Karriere und Anerkennung hat ganze Arbeit geleistet.
Das Resultat ist eine globale Armee aus Anzugträgern, die täglich mit Finanzsystem, Wirtschaftspolitik und institutioneller Macht gegen das Menschsein kämpft – und dabei vollständig davon überzeugt ist, das Richtige zu tun. Die eleganteste Form der Kontrolle, die je erfunden wurde: Der Käfig, in den man freiwillig einzieht, weil er so verdammt gut geschnitten ist.
Die wirklich unbequeme Wahrheit dahinter? Der Anzug funktioniert. Noch immer. Täglich. Weltweit.
Die okkulte Bedeutung des Herrenanzugs - Chnopfloch
Eine angebliche MK-Ultra-Überlebende, Hope Beryl-Green berichtet, sie habe tief unter der Erde menschlich-tierische DNA-Hybride gesehen. In geheimen Militärbasen. Mit Aufzügen, die «sehr, sehr, sehr weit» nach unten fahren. Und je tiefer man fährt, desto dämonischer wird es offenbar. Es ist alles dabei: Genetische Verdrehungen, Klonprogramme «seit Ewigkeiten», satanische Rituale, Dämonen, die Menschen «verschieben», Käfige mit halb Kind, halb Tier.
Beryl-Green sagt, sie habe lange geschwiegen, weil sie dachte, sie sei verrückt. Verständlich. Denn was hier geschildert wird, klingt weniger nach Whistleblower-Bericht und mehr nach einer Mischung aus Horrorfilm und Verschwörungsforum im Endstadium. Die Erzählung folgt einer bekannten Dramaturgie: Geheime Aufzüge, tiefe unterirdische Anlagen, Militär, DNA-Experimente, spirituelle Dimensionen, Dämonenenergie, die mit zunehmender Tiefe stärker wird. Wissenschaft trifft Okkultismus trifft Endzeit.
Ja, es gibt DNA-Forschung. Ja, es gibt Klonexperimente bei Tieren. Ja, es gibt militärische Geheimhaltung. Aber die Behauptung, halb menschliche, halb tierische Wesen würden in unterirdischen Basen in Käfigen gestapelt, gehört in die Kategorie: Aussergewöhnliche Behauptung, doch nach den Epstein-Files wissen wir, nicht völlig abwegig. Denn was in den Epstein-Akten steht, wird mit dieser Behauptung konsequent weitergeführt.
«Man weiss nicht, was mit der eingesandten DNA passiert.» «Es wurde bewiesen.» Ja genau, was ist mit all den DNA-Sequenzen geschehen, die z.B. mit den PCR-Tests in der Pandemie erfasst wurden?
Interessant ist weniger der Inhalt als das Muster. Je grösser das Grauen, desto tiefer die Vertuschung. Niemand weiss es, weil es perfekt verborgen wird. Ein geschlossenes System – wie man auch in den Epstein-Files nachlesen kann. Unwiderlegbar, weil unsichtbar.
Was bleibt, ist eine Frage: Wenn jede wissenschaftliche Entwicklung, jede DNA-Datenbank und jede unterirdische Anlage automatisch zur Bühne für genetische Hybride wird, wie stark wird die Realität durch die selbsternannte Elite gelenkt?
'Illuminati Trafficking and the Epstein List' Hope Beryl-Green: The Michelle Moore Show (Jan 9, 2026)
Eine umfassende Berichterstattung ist ein Qualitätsmerkmal. Von einer umfassenden Berichterstattung kann aber in deutschen Medien nicht die Rede sein, wenn es um den Iran und schon gar nicht um Russland geht. Stimmen aus dem Iran oder aus Russland, die eine gegen die westliche Politik gerichtete Ansicht vertreten, lassen sich zwar finden, sie sind aber dünn gesät. Journalisten wollen darüber entscheiden, wem sie eine «Bühne» bieten wollen und wem nicht. Sie verwechseln dabei den Journalistenberuf mit dem des Theaterdirektors. Beide Seiten eines Konflikts abzubilden, ist journalistisches Handwerk. Die andere Seite hingegen an den Rand zu drängen, nur alibimässig zu Wort kommen zu lassen und negativ zu rahmen, ist ein Kennzeichen von Propaganda.
Was sagen „unsere Feinde“? Propaganda – überall! | Marcus Klöckner | NachDenkSeiten-Podcast
Es gibt Politiker, die lügen schlecht. Es gibt Politiker, die lügen gut. Und dann gibt es Friedrich Merz, der so lügt, dass man ihm fast applaudieren möchte – nicht aus Bewunderung, sondern aus schierem Staunen darüber, wie dreist man ein ganzes Land an der Nase herumführen kann, während man gleichzeitig das Gesicht des besorgten Staatsmannes aufsetzt. Der Mann steht also vor die Kameras, schaut uns mit jener gepflegten Ernsthaftigkeit an, die man an der Ruhr-Universität nicht lernt, aber offensichtlich in den Vorstandsetagen der Merrill Lynch einsaugt, und erklärt uns allen, dass Deutschland selbstverständlich nicht am Krieg im Nahen Osten beteiligt sei. Dass er das alles nicht unterstütze. Dass man sehr besorgt sei. Sehr, sehr besorgt natürlich. Bundeskanzler-Sorgenfalten inklusive.
Unterdessen stehen 35’000 amerikanische Soldaten in Deutschland. Unterdessen existieren 20 US-Militärbasen auf deutschem Boden. Unterdessen fliegen Militärmaschinen über Grafenwöhr und Ramstein – jene Ramstein, die seit Jahren als Drehscheibe für amerikanische Militäroperationen im Nahen Osten fungiert, was kein Geheimnis ist, nicht mal für Merz, der bekanntlich nicht auf der letzten CDU-Klausurtagung eingeschlafen ist. Aber Merz unterstützt das alles nicht. Nein, nein. Er ist dagegen. Ganz klar dagegen. Nur eben nicht so dagegen, dass er irgendetwas dagegen täte.
Das ist das Kunststück, das man bewundern muss: Aktive Komplizenschaft, verpackt als hilfloser Zuschauer. Deutschland als logistisches Rückgrat eines Krieges, dessen Bundeskanzler offiziell die Hände in Unschuld wäscht – und das mit einer Selbstverständlichkeit, die jeden Chuzpe-Rekord bricht, der je aufgestellt wurde.
Ernst Wolff hat es im Gespräch mit Krissy Rieger auf den Punkt gebracht: Merz vollführt einen Eiertanz. Er muss, denn er weiss genau, dass ein erheblicher Teil der deutschen Bevölkerung von diesem Krieg – wie von jedem Krieg davor – schlicht nichts wissen will. Also sagt er: Ich bin dagegen. Und lässt gleichzeitig alles geschehen, was dafür notwendig ist. Das nennt man in der Politikwissenschaft vermutlich «strategische Ambiguität». Auf dem Dorf würde man es anders nennen.
Was Wolff ausserdem zurecht aufdröselt: Trump hat die Situation provoziert. Ohne den Angriff auf den Iran wäre die Strasse von Hormus heute offen. Stattdessen hat man den Iran angegriffen, war dann theatralisch «überrascht», dass der Iran zurückschlägt – obwohl Satellitentechnologie und Geheimdienstberichte dem amerikanischen Establishment exakt sagten, was zu erwarten war – und nutzt diese «Überraschung» nun, um europäische NATO-Partner in den Konflikt hineinzuziehen. Merz soll mitmachen. Merz soll liefern. Nicht mit Worten, versteht sich. Mit Basen, mit Überflugrechten, mit logistischer Infrastruktur – kurzum mit allem, was einen Krieg am Laufen hält, ohne dass man seinen Namen daruntersetzen muss.
Und Merz macht mit. Schweigend, lächelnd, besorgt dreinblickend. Dabei wäre die Antwort eigentlich simpel. Jemand im Publikum des Gesprächs hat es treffend formuliert: Wenn Trump droht, die US-Truppen abzuziehen, wäre die ehrliche Reaktion schlicht: Bitte. Gerne. Auf Wiedersehen. Dann wären wir vielleicht, zum ersten Mal seit Jahrzehnten, wieder ein souveräner Staat und kein verlängerter Arm amerikanischer Kriegslogistik mit eigenem Bundestag. Aber Souveränität ist nicht das Geschäftsmodell von Friedrich Merz. Sein Geschäftsmodell ist das Verwalten von Abhängigkeiten – nach oben buckeln, nach unten erklären, warum man leider nichts ändern kann.
Während er also den Betroffenen spielt, verdient die Rüstungsindustrie prächtig. Rheinmetall steht bereits in den Startlöchern, sich VW-Kapazitäten unter den Nagel zu reissen – nicht für Elektroautos, die ohnehin niemand kaufte, sondern für Kriegsgerät. Das ist die industriepolitische Realität des neuen Deutschland: Wir haben den grünen Strukturwandel vergeigt, also machen wir Panzer. Klimaneutrale Kriegswirtschaft gewissermassen. Hauptsache Wachstum.
Der Mittelstand? Der kann sich warm anziehen – buchstäblich, denn Heizöl wird teurer. Die Lieferketten reissen, die Transportkosten explodieren, die Düngemittelpreise schiessen durch die Decke, weil 35 Prozent der weltweiten Rohstoffe dafür durch die Strasse von Hormus fliessen – oder eben nicht mehr fliessen. Ernteausfälle drohen. Nahrungsmittelpreise werden folgen. Wer das überlebt, sind nicht die Kleinen, sondern die Grossen, die Konzerne mit Rücklagen, die Hedgefonds, die Blackrocks dieser Welt.
Und Merz? Merz schaut besorgt. Sehr, sehr besorgt.
Man könnte fast Mitleid haben – wenn der Mann nicht so ziemlich genau wüsste, was er tut. Denn das ist das Perfide an diesem Eiertanz: Er ist kein Fehler. Er ist Methode. Die Methode, eine Bevölkerung in dem Glauben zu wiegen, sie hätte einen Kanzler, der ihre Interessen vertritt, während dieser Kanzler in Wirklichkeit sicherstellt, dass alles bleibt, wie es ist – also schlecht für die vielen und gut für die wenigen.
Franklin D. Roosevelt soll gesagt haben: In der Politik passiert nichts zufällig. Wenn etwas passiert, ist es geplant. Friedrich Merz ist kein Zufallsprodukt. Sein falsches Spiel erst recht nicht.
Merz mit falschem Spiel | DAS wird momentan vorbereitet! | Ernst Wolff im Gespräch mit Krissy Rieger
Draven präsentiert Geschichten aus der Gruft mit allerlei Geheimnisvollem aus den unheimlichen Tiefen des Netzes und aus jeder Ecke der Welt. Seit dem Jahre 2007 wird Dir hier ein cooler Weblog-Mix aus Musik, Movies, Comics, Horror, Games, Kunst, Radio, Trash, Punk und Heavy Metal geboten – genau so wie es sein soll! Denn glaube mir, nichts ist trivial.
When there’s no more room in hell, the dead will dance on earth! Freunde, die Gruft präsentiert: Dravens Radio from the Crypt! Hier wird Euch ein handverlesenes Musikprogramm geboten, welches von Draven speziell für die besten Leser des Internetz zusammengestellt wurde. Von Punk bis Rock, von Folk- bis Thrash-Metal, für jeden finsteren Musikgeschmack das Richtige. Natürlich immer noch ein Stückchen lauter und besser!
Duldest du Leugner auf deiner Seite?
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Immunitätsleugner, Impfschädenverharmloser und diejenigen, die das unendliche Leid von Kindern und alten Menschen negieren, sicher nicht!
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