Man muss den «Qualitätsmedien» eines lassen: Konstanz können sie. Andere nennen das Sturheit, sie nennen es vermutlich «Verlässlichkeit». Jahr für Jahr dieselbe Choreografie, dieselben Grenzwerte, dieselben Warnungen, derselbe Zeigefinger. Heute also wieder Vitamin D. Morgen irgendwas anderes, das zufällig nicht patentierbar ist und frei im Regal steht. Zufälle gibt’s ja bekanntlich viele.
Das Prinzip ist herrlich simpel. Man nimmt behördlich abgesegnete Referenzwerte, erklärt sie zur naturgesetzlichen Wahrheit und warnt vor allem, was auch nur einen Hauch darüber liegt. Denken? Nicht vorgesehen. Kontext? Stört nur. Erkenntnisgewinn? Fehlanzeige. Aber hey, Hauptsache, der Warnhinweis sitzt. Verbraucherschutz lebt schliesslich nicht von Verstehen, sondern von Verunsichern.
Dass diese Grenzwerte wissenschaftlich hoch umstritten sind, teils aus einer Zeit stammen, in der Vitamin D vor allem als Rachitis-Notnagel für Kinder galt? Geschenkt. Dass aktuelle Studien längst andere, deutlich höhere Zielbereiche diskutieren, abhängig von Alter, Stoffwechsel, Erkrankungen, Breitengrad und Lebensstil? Nebensache. Differenzierung ist gefährlich. Sie könnte den Bürger auf dumme Gedanken bringen. Zum Beispiel auf eigene.
Die «Qualitäts-Presse» übernimmt alles brav. Der Beitrag der t-Online ist so dünn, man könnte ihn als Lichtdurchlässigkeitsfolie verwenden. Kein Hinterfragen, kein Einordnen, kein Nachbohren. Hauptsache Alarm. Gefahr. Risiko. Der Leser soll sich bitte fürchten. Vor Vitamin D. Frei verkäuflich. Seit Jahrzehnten im Einsatz. Aber Vorsicht, bloss nicht selbst denken, sonst könnte man noch Verantwortung übernehmen.
Was auffällig konsequent fehlt, ist der Blick auf das eigentliche Elefantenskelett im Raum: Medikamente. Polypharmazie. Fehlverordnungen. Nebenwirkungen. Krankenhausinfektionen. Iatrogene Schäden. Alles zusammen seit Jahren unter den Top-Todesursachen in westlichen Gesundheitssystemen. Aber psst. Das wäre unangenehm. Da könnte man ja fragen, ob unser «Gesundheitswesen» vielleicht eher ein «Krankenwesen» ist. Oder ein Krakenwesen. Viele Arme, fester Griff, wenig Loslassen.
Stattdessen wird moralisch geschniegelt beim Nahrungsergänzungsmittel. Beim Bürger, der sich kümmert. Der selbst nachliest, misst, ausprobiert, Verantwortung übernimmt. Da stehen sie dann, die Oberwarner mit Gütesiegel, bereit, jeden Eigenversuch zu diskreditieren. Autonomie ist schliesslich verdächtig.
Man stelle sich nur einen kurzen Moment vor, man würde diese Leidenschaft auf den Supermarkt anwenden.
Warnhinweis auf Frühstücksflocken: Zuckeranteil jenseits jeder Vernunft.
Auf Softdrinks: Erhöhtes Risiko für Fettleber und Diabetes.
Auf Fertiggerichten: Geschmacksverstärker mit möglicher neurobiologischer Wirkung.
Auf Palmölprodukten: Zusammenhang mit Entzündungsprozessen diskutiert.
Was für ein Skandal das wäre. Systemfragen! Wirtschaft! Arbeitsplätze! Das geht natürlich nicht. Vitamin D hingegen ist perfekt. Keine Lobby, kein Konzern, kein PR-Budget. Ein ideales Feindbild. Der mündige Bürger ist gefährlich, nicht das System.
Und so bleibt am Ende wieder die alte Pointe, die eigentlich spätestens seit 2020 Allgemeinwissen sein sollte:
Nicht die Substanz ist das Problem.
Nicht einmal die Dosierung.
Das Problem ist die Denkverweigerung.
Und die wird hier regelmässig geprüft.
Mit Bestnote!
Es gibt einen Moment im Leben, der leise beginnt und doch alles verändert. Kein Knall, kein dramatischer Abgang, sondern ein inneres Verschieben der Achsen. Etwas in dir weiss plötzlich, dass das Alte nicht mehr passt. Nicht, weil es falsch war, sondern weil es erfüllt ist. Dein neues Leben kündigt sich nicht als Belohnung an, sondern als Einladung. Und jede Einladung dieser Art verlangt einen Preis.
Dieser Preis ist selten materiell. Er liegt in dem, was vertraut war. In Gewohnheiten, die sich wie Sicherheit angefühlt haben, obwohl sie längst zu eng geworden sind. In Rollen, die Halt versprachen, aber Stillstand meinten. In Beziehungen, die mehr Spiegel als Begegnung waren. Das Neue verlangt, dass diese Schalen abfallen. Nicht brutal, sondern unumkehrbar. Was sich löst, tut es, weil es nicht mehr mitwachsen kann.
Der Abschied geschieht nicht im Zorn. Er geschieht in Liebe. Liebe zu dem Menschen, der du warst, als du diese Strukturen brauchtest. Liebe zu dem Mut, mit dem du dich festgehalten hast, als Loslassen noch unmöglich schien. Nichts davon war umsonst. Doch nichts davon ist für immer gedacht.
Auf diesem Weg gehen auch manche Menschen. Nicht, weil sie dich nicht mehr mögen, sondern weil ihre Resonanz endet. Seelen begegnen sich nicht zufällig, aber sie bleiben auch nicht aus Pflicht. Wer dich nur in deiner Anpassung erkennen konnte, verliert dich, wenn du wahr wirst. Das Bedürfnis nach Anerkennung stirbt leise, sobald du beginnst, dich selbst zu sehen. Und mit ihm verschwindet der Drang, gefallen zu müssen.
Was wie Verlust aussieht, ist in Wahrheit Entlastung. Die Seele atmet auf, wenn sie nicht mehr erklären, rechtfertigen oder verkleinern muss. Befreiung fühlt sich am Anfang ungewohnt an, manchmal sogar einsam. Doch diese Leere ist kein Mangel. Sie ist Raum.
Jenseits dieser Schwelle warten keine perfekten Menschen, sondern echte. Begegnungen, in denen nichts bewiesen werden muss. Seelen, die dich nicht reparieren wollen, sondern erkennen. Dort wird dein inneres Licht nicht bewertet, sondern willkommen geheissen. Dort geschieht Nähe ohne Masken und Verbundenheit ohne Bedingungen.
Mit der Zeit wächst eine neue Form von Heimat. Sie liegt nicht mehr im Aussen, nicht in Orten oder Bestätigungen, sondern im Inneren. Ein Raum, in dem das Herz ruhig schlägt, weil es nichts mehr verteidigen muss. Eine Stille, in der die Seele sich ausdehnen darf. Wachstum fühlt sich hier nicht wie Anstrengung an, sondern wie Erinnerung.
An die Stelle des Gefallens tritt Liebe. Nicht die fordernde, sondern die klare. An die Stelle des blossen Verstehens tritt das Erkanntwerden. Nicht über Worte, sondern über Schwingung. Menschen sehen dich nicht mehr für das, was du leistest, sondern für das, was du bist. Und du erkennst dich selbst darin wieder.
Alles, was du zurücklässt, gehört zu einer früheren Wahrheit. Sie war echt, aber sie ist nicht die Letzte. Alles, was vor dir liegt, antwortet auf das, was du im Kern bist. Dein neues Leben ist kein Bruch mit dem alten. Es ist dessen stille Vollendung.
Natürlich ist Artemisia annua (Einjährige Beifuss) nicht verboten. Um Himmels willen, wir leben ja schliesslich im freien Europa, nicht in Mordor. Sie ist nur… sagen wir… administrativ erdrosselt. Ein kleiner, aber feiner Unterschied, den man kennen muss, wenn man moderne Freiheitsbegriffe verstehen will.
Denn Artemisia annua scheitert nicht an Giftigkeit, nicht an fehlender Tradition, nicht an belegten Risiken. Sie scheitert am Novel-Food-System, diesem bürokratischen Kunstwerk, das offiziell dem Verbraucherschutz dient und inoffiziell als Hochsicherheitszaun für alles funktioniert, was nicht patentierbar ist. Verbraucherschutz heisst hier: Schützen wir den Verbraucher davor, selbst zu entscheiden.
Die Pflanze ist zu natürlich. Zu billig. Zu wenig marktfähig. Vor allem aber: Zu wenig lukrativ. Wer Artemisia annua als Lebensmittel oder Supplement zulassen will, darf erst einmal ein paar hunderttausend bis Millionen Euro auf den Tisch legen. Für Studien, Dossiers, Gutachten, Anträge, Nachreichungen, Ergänzungen, Klarstellungen und natürlich weitere Nachreichungen. Ein Prozess, der sich über Jahre zieht und nur für Konzerne interessant ist, die am Ende ein exklusives Produkt verkaufen wollen.
Kleine Hersteller? Kräuterbetriebe? Traditionelles Wissen?
Wie niedlich. Bitte hinten anstellen. Ganz hinten. Hinter der Industrie. Hinter den Investoren. Hinter der nächsten EU-Verordnung.
Und so passiert etwas Wunderschönes: Natürliche Pflanzen verschwinden vom Markt, nicht weil sie gefährlich sind, sondern weil sie ökonomisch unpraktisch sind. Gleichzeitig werden hochverarbeitete Industrieprodukte zugelassen, deren Beipackzettel länger ist als ein Kafka-Roman und deren Nebenwirkungen man nur mit juristischem Training versteht.
Das nennt man dann «wissenschaftsbasiert». Oder «evidenzorientiert». Oder «alternativlos».
Das wirklich Absurde ist nicht einmal die Bürokratie selbst. Bürokratie ist wie Unkraut, sie wächst überall. Das Absurde ist, dass man uns das Ganze als Schutzmassnahme verkauft. Als Fürsorge. Als Dienst am Menschen. Dabei schützt dieses System vor allem eines: Bestehende Geschäftsmodelle.
Artemisia annua ist nicht verboten.
Sie ist nur zu frei für ein System, das Kontrolle mit Sicherheit verwechselt und Gewinn mit Gesundheit.
Novel Food: Wie man Pflanzen leise verschwinden lässt
Nicht jeder Kampf verdient deine Energie. Nicht jeder Auslöser soll eine Antwort erhalten. Wahre Stärke liegt darin, geerdet zu bleiben, während die Welt um eine Reaktion bettelt.
Es ist kein Schweigen aus Angst, sondern Schweigen aus Klarheit. Aus dem Wissen, dass dein Frieden nicht zur Debatte steht.
Du verdankst deine Anwesenheit nicht dem Chaos.
Du musst deine Zurückhaltung nicht erklären.
Du bist dem Lärm entwachsen, weil deine Frequenz nicht dazu da ist, verbraucht zu werden.
Lass den Lärm verhungern.
Du bist auf etwas Höheres eingestellt.
Es gibt diese Zufälle, die so perfekt ineinandergreifen, dass man sie eigentlich nur noch bewundern kann. Nicht hinterfragen, nicht zweifeln, einfach ehrfürchtig staunen. Zum Beispiel den Moment, wenn ein CEO eines Impfstoffherstellers 2019 darüber sinniert, wie man im nächsten Jahr eine Milliarde Dosen produzieren könnte – und dabei noch scherzhaft fragt, ob denn dafür eigentlich eine Pandemie nötig sei. Spoiler: Sie kam. Pünktlich. Wie bestellt. Lieferung inklusive.
Natürlich war das alles reiner Unternehmergeist. Visionäres Denken. Andere planen neue Sneaker-Kollektionen, Moderna plant halt Milliarden Impfdosen. Weitsicht nennt man das. Oder Risikomanagement. Oder – je nach Geschmack – ein Geschäftsmodell mit sehr gutem Timing.
Besonders hübsch wird es, wenn man sich das erwähnte Patent anschaut. Nein, nein, die ominöse Vorinspaltstelle ist natürlich nicht patentiert. Gott bewahre. Sie taucht nur zufällig als Sequenz im Patent auf. Reiner Dekor. Wissenschaftliche Lyrik. Wer daraus Zusammenhänge konstruiert, hat vermutlich auch Angst vor Mikrowellen.
Und dann dieses Zitat aus dem Jahr 2019. «We made 100’000 doses this year. How do we make a billion next year?» Gesagt beim Spaziergang mit dem Produktionsleiter. Der schaute angeblich etwas irritiert. Verständlich. Wer rechnet denn schon mit einer globalen Ausnahmesituation, wenn gerade noch alles friedlich ist? Ausser man tut es eben doch.
Aber es wäre unfair, das Ganze isoliert zu betrachten. Schliesslich war da auch noch Bill Gates mit seinem TED-Talk von 2015. Damals warb er charmant für die Militarisierung der Medizin. Impfstoffe als strategische Verteidigungslinie. Gesundheit als Sicherheitsfrage. Wer heute sagt, das klinge nach NATO-Denke im weissen Kittel, hat vermutlich den Fortschritt nicht verstanden.
Apropos NATO: Es dauerte keine Wochen, bis in zivilen Gesundheitsstrukturen plötzlich Generäle sassen. Ende März 2020, ganz entspannt. Man wollte ja nur effizient sein. Wenn etwas nicht rund läuft, hilft militärische Logik immer. Das hat sich schon in vielen zivilen Bereichen bewährt. Krankenhäuser sind schliesslich auch nur Schlachtfelder mit besserem Marketing.
Und hier stellt sich die wirklich unbequeme Frage: Was war eigentlich die Biowaffe? Das Virus selbst? Eher nicht. Sars-CoV-2 war offenbar zu instabil, mutierte fröhlich vor sich hin und verlor schnell an Schärfe. Selbst Nobelpreisträger wie Luc Montagnier wiesen darauf hin, dass bestimmte Sequenzen dort eigentlich nichts verloren hätten. Aber geschenkt. Natur ist halt kreativ. Manchmal zu kreativ.
Das eigentliche Meisterstück kam später. Das Spike-Protein. Unverändert. Stabil. Genetisch konserviert. Verpackt in mRNA und verteilt – nicht an ein paar Risikogruppen, sondern an Milliarden Menschen. Global. Flächendeckend. Wiederholend. Wenn man also unbedingt eine «Biowaffe» definieren wollte, dann weniger als Virus, sondern als Produkt. Als Injektionslösung mit Marketingkampagne.
Denn seien wir ehrlich: Hätte man nicht getestet wie ein Weltmeister auf Speed, hätte niemand bemerkt, dass da überhaupt etwas Neues unterwegs war. Die Krankheitslast bewegte sich laut eigenen Daten im Bereich einer starken Grippesaison. Aber dann kam der PCR-Test. Christian Drosten. 45 Zyklen. Kein definierter Cycle Threshold. Keine Korrelation zur Viruslast. Kein Bezug zur Infektiosität. Einfach positiv oder nicht. Binär ist so schön übersichtlich.
Der Test wurde der WHO präsentiert, bevor irgendein ernsthaftes Peer-Review hätte stattfinden können. Und warum auch warten? Zeit ist schliesslich Leben. Oder Umsatz. Oder Macht. Je nach Perspektive. Dass Drosten sein Protokoll ausgerechnet in einer Zeitschrift veröffentlichte, bei der er selbst Mitherausgeber ist, verleiht der Sache eine fast künstlerische Note. Einreichung am 21. Januar 2020. Akzeptiert am 22. Januar. Veröffentlicht am 23. Januar. Wissenschaft im Expressmodus. Peer Review als Speed-Dating.
Später kam dann tatsächlich ein internationales Gutachten. Über 20 Wissenschaftler. November 2020. Titel: Ein Desaster. Zehn gravierende methodische Fehler. Molekularbiologisch fragwürdig. Methodisch mangelhaft. Hohe Rate falsch-positiver Ergebnisse. Kurzfassung: Der Test taugt hervorragend, um Angst zu messen. Weniger gut, um Infektionen festzustellen.
Und es wurde noch besser. Studien zeigten später, dass nur etwa 10 bis 14 Prozent der PCR-Positiven tatsächlich infiziert waren. Der Rest? Exposition. Fragmente. Rauschen. Statistische Kollateralschäden. Aber diese Zahlen waren ausreichend, um Lockdowns zu verhängen, Familien in Quarantäne zu sperren und Gesellschaften stillzulegen.
Auf Nachfrage erklärte Drosten später sinngemäss: 45 Zyklen seien eigentlich negativ. Ein Satz. Eine Bombe. Damit war die gesamte Pandemie-Logik rückwirkend ein Kartenhaus. Hätte man das 2020 offen kommuniziert, wäre der grösste medizinisch-politische Ausnahmezustand der Nachkriegszeit vermutlich als peinliches Missverständnis in die Geschichtsbücher eingegangen.
Doch stattdessen lief das Narrativ weiter. Geheimdienste wussten früh vom Laborursprung. USA, Grossbritannien, Deutschland. Das Robert Koch-Institut wusste laut internen Protokollen ebenfalls, dass das Virus nicht die apokalyptische Bedrohung war, als die es öffentlich verkauft wurde. Mitte März 2020 war die Lage laut RKI überschaubar. Aber diese Information war offenbar nicht systemrelevant.
Denn ein Geschäftsmodell läuft nicht von selbst. Es braucht Zahlen. Tests. Inzidenzen. Schlagzeilen. Angst. Und vor allem: Keine Differenzierung. PCR positiv = krank = gefährlich = Notstand. Dass PCR lediglich Exposition nachweist und keine Erkrankung, kein Übertragungsrisiko, keine klinische Relevanz, war bekannt. Wurde aber elegant ignoriert.
So entstand eine Testpandemie. Kein Massensterben, sondern Massentestung. Kein Kollaps der Realität, sondern der Statistik. Und auf dieser Statistik wurde eine beispiellose Umverteilung von Macht, Geld und Entscheidungsgewalt errichtet.
Am Ende bleibt ein Bild, das irritierend rund wirkt: Patente mit passenden Sequenzen. Produktionspläne für Milliarden Dosen vor dem ersten Lockdown. Militärische Strukturen im Gesundheitswesen. Ein PCR-Test ohne saubere wissenschaftliche Basis als Goldstandard. Und eine Öffentlichkeit, die gelernt hat, Zahlen zu fürchten, ohne sie zu verstehen.
Man kann das alles Zufall nennen. Oder Verkettung unglücklicher Umstände. Oder Fortschritt. Man kann es auch einfach als das bezeichnen, was es war: Die perfekte Symbiose aus Angst, Technik und Geschäftsinteresse.
Aber eines ist sicher: Diese Pandemie war vieles. Vor allem aber war sie kein medizinisches Rätsel. Sie war ein ökonomisches, politisches und kommunikatives Meisterstück. Und wer das heute noch nicht sehen will, testet vermutlich immer noch bei 45 Zyklen – auf kritisches Denken.
„Eine Testpandemie wurde kreiert" – Prof. Wiesendanger über gravierende Mängel im PCR-Protokoll
Es ist schon beeindruckend, wie kreativ moderne Aufklärung geworden ist. Früher benötigte man Beweise, Motive, Ermittlungen. Heute reicht eine Story, die ungefähr so plausibel ist wie ein Einhorn im Parkhaus, die berühmte Segeljacht-Nummer zur Nord-Stream-Sprengung.
Russland sagt: Der britische Geheimdienst habe die Sprengung geleitet und koordiniert. Das kann man ignorieren, abtun, belächeln oder ernst nehmen. Aber bevor wir überhaupt bei «Beweisen» sind, stolpern wir schon über den ersten Witz der Geschichte: Eine Charter-Segeljacht soll in der Ostsee eine High-Value-Pipeline sabotiert haben. Zwischen NATO-Schiffen, Küstenwachen und Überwachungstechnik, als wäre das ein harmloser Sonntagsausflug mit Picknickkorb und Apfelsaft.
Wer jemals auf so einem Ding gestanden hat, weiss: Segeljachten sind schwankende Kompromisse zwischen Romantik und Seekrankheit. Instabil, schräg, ständig in Bewegung. Und jetzt stelle man sich vor, man müsse damit über einem exakt definierten Punkt bleiben, um Sprengsätze zu deponieren. Kein Problem. Einfach kurz die «Präzisions-Schwebe-Funktion» aktivieren. Ach, die gibt’s nicht?
Dann kommt der Anker. 80 Meter Tiefe. Klingt nach «machbar», wenn man nie darüber nachgedacht hat. Eine Ankerleine muss nämlich nicht nur 80 Meter lang sein, sondern wegen Durchhang eher das Drei- bis Fünffache. Also reden wir von 240 bis 400 Metern Kette oder Leine. Wer das schon mal gesehen hat, weiss: Das ist kein Accessoire, das man neben dem Grill und den Strandtüchern verstaut. Aber klar, vielleicht hatte die Crew einfach eine geheime IKEA-Box: «ANKAR 400», platzsparend, inklusive Inbusschlüssel.
Und dann wird’s richtig hübsch: Normalerweise wird eine Charteryacht nach Rückkehr gereinigt und weitervermietet. Hier offenbar nicht. Stattdessen: Yacht aus dem Wasser, abgestellt, nicht gereinigt, keine Nachmieter. Spuren bleiben erhalten wie in einer Vitrine. Das ist so, als würde man nach einem Banküberfall das Fluchtfahrzeug ungewaschen ins Museum stellen, mit Schildchen: «Hier bitte, DNA links, Fingerabdrücke rechts.»
Wenn man eine Crew «festnageln» wollte, wäre das tatsächlich eine elegante Methode. Rein zufällig natürlich. So zufällig wie ein Politiker, der beim Lügen ausgerechnet in die Kamera lächelt.
Moskau legt nach und behauptet, britische Spezialisten derselben Einheit hätten auch ukrainische Drohnenangriffe koordiniert. Dazu passt, dass westliche Geheimdienste und Militärberater längst nicht nur in PowerPoint-Formaten existieren, sondern real mitmischen. Das ist keine Magie, das ist Geopolitik mit PR-Make-up.
London dementiert «prompt und entschieden» und spricht von «falschen Behauptungen epischen Ausmasses». Das ist die diplomatische Version von: «Nein, wir waren’s nicht, und ausserdem seid ihr doof.» Beweise, dass man es nicht war? Schwierig. Man kann ja schlecht den Ozean zurückspulen. Also bleibt es beim moralischen Aufschrei, der ungefähr so überzeugend ist wie ein Rauchmelder ohne Batterie.
Dann die Frage, die immer wehtut: Cui bono? Wem nützt es? Nord Stream verband Deutschland und Russland. Nach der Sprengung ist Europa stärker abhängig von Alternativen, inklusive teurem LNG. Die USA profitieren. Grossbritannien profitiert geopolitisch, wenn Deutschland und Russland sich dauerhaft nicht mehr riechen können. Und weil’s so schön ist, könnten sogar mehrere Akteure gleichzeitig profitiert haben. Willkommen in der Welt, in der Interessen selten monogam sind.
Russland will den UN-Sicherheitsrat einschalten. Niedlich. Die UN als neutraler Schiedsrichter ist ungefähr so glaubwürdig wie ein Wettbüro, das auf beide Teams setzt und «Fairness» plakatiert.
Unterm Strich bleibt: Die Segeljacht-Story ist nicht nur dünn. Sie ist beleidigend dünn. Nicht für Russland, nicht für Grossbritannien, sondern für jeden, der noch eine Restfunktion von Logik besitzt. Und genau deshalb ist sie so gefährlich: Weil sie zeigt, wie leicht sich Öffentlichkeit mit einem märchenhaften Ersatznarrativ abspeisen lässt, solange es professionell genug klingt und der richtige Tonfall gewählt wird.
Die Pipeline ist gesprengt, die Wahrheit wird verwaltet, und irgendwo da draussen schwankt eine Segeljacht, die offiziell mehr geopolitische Sprengkraft hatte als ganze Flotten. Ganz normales 21. Jahrhundert…
RUSSLAND beweist Beteiligung der BRITISCHEN MARINE & GEHEIMDIENST an Nord Stream Anschlag!
Reverber treten nicht an, um zu gefallen. Sie treten an, um alles niederzumähen. Die italienische Thrash-Walze Reverber präsentiert mit «Kill the Clown» einen weiteren Schlag ins Gesicht der gepflegten Mittelmässigkeit – entnommen aus dem Album «The Satan Creation». Und ja, der Titel meint genau das, was du denkst. Symbolisch natürlich. Oder auch nicht.
Gegründet 2007 von jungen Musikern mit exakt einem Ziel – Thrash Metal auf Anschlag – setzt die Band auf die klassische Bewaffnung: zwei Gitarren, Bass, Drums, Vocals. Kein Firlefanz, kein Esoterik-Gedöns. Der Sound bewegt sich irgendwo zwischen Bay-Area-Abrissbirne und nordischer Betonwand. Old School im Herzen, modern im Nacken, ständig im Clinch mit der Gegenwart.
Politisch neutral? Offiziell ja. Aber Reverber haben eine bemerkenswerte Allergie gegen neoliberale Heilsversprechen, Finanz-Eliten und die schicke Neuauflage der Lohnsklaverei. «Kill the Clown» ist genau das: Ein wütender Mittelfinger an das Zirkuspersonal der Macht, verpackt in Highspeed-Riffs und messerscharfe Hooks. «The Satan Creation», erschienen am 5. Oktober 2024, enthält neun neue Tracks plus eine thrashige Abrissversion von Thor (The Powerhead) von Manowar.
REVERBER - Kill the Clown | Thrash Metal Official Video
Es gibt ein Wort, das scheinbar alles umfasst und doch kaum jemand wirklich befragt: Wir. Es gleitet leicht über die Lippen, klingt warm, verbindend, fast tröstlich. Doch wenn man innehält und lauscht, beginnt dieses Wort zu flimmern. Wer spricht hier eigentlich? Und aus welcher Tiefe?
Das «Wir», das heute so selbstverständlich benutzt wird, ist oft kein lebendiger Raum, sondern ein Nebel. Es ist ein Echo, gespeist aus Gewohnheit, Angst vor Trennung und dem alten Wunsch, nicht allein zu sein. In diesem Nebel verliert das Ich seine Konturen. Entscheidungen werden nicht mehr gefühlt, sondern übernommen. Gedanken nicht mehr geboren, sondern wiederholt. Das «Wir» wird dann nicht zur Gemeinschaft, sondern zur Umarmung ohne Herzschlag.
Spirituell betrachtet ist das kein Zufall. Der Mensch sucht seit jeher Zugehörigkeit. In frühen Zeiten bedeutete sie Schutz, Überleben, Wärme. Doch jede Kraft hat ihre Schattenseite. Wo Zugehörigkeit nicht aus Bewusstsein erwächst, sondern aus Flucht, entsteht Herdenbewusstsein. Kein heiliges Miteinander, sondern ein kollektiver Schlaf, in dem Verantwortung verdunstet und Wahrheit sich anpasst.
Ein wahres «Wir» kann nicht aus Verschmelzung entstehen. Es wächst aus Klarheit. Aus Menschen, die sich selbst kennen, die ihr inneres Territorium betreten haben und wissen, wo ihre Grenzen verlaufen. Erst dort, wo ein Mensch sein eigenes Licht erkennt, kann er es teilen, ohne sich zu verlieren. Erst dort, wo das Ich nicht mehr verteidigt werden muss, kann es sich öffnen.
Mystisch gesprochen ist das Ich kein Gegner des Wir. Es ist dessen Quelle. Jede Seele ist ein eigener Ton im grossen Akkord des Seins. Wird ein Ton unterdrückt, entsteht keine Harmonie, sondern Dissonanz. Ein Kollektiv, das Individualität fürchtet, ist kein Chor, sondern ein Gleichschritt ohne Musik.
Das Paradox liegt darin: Je klarer ein Mensch in sich ruht, desto weniger muss er sich an ein diffuses «Wir» klammern. Er weiss, wann er spricht und wann er lauscht. Wann er sich verbindet und wann er sich zurückzieht. Er erkennt, dass Gemeinschaft kein Zustand ist, sondern ein lebendiger Prozess. Ein Tanz zwischen Nähe und Eigenständigkeit.
Vielleicht ist das der eigentliche spirituelle Reifeprozess unserer Zeit. Nicht die Frage, zu wem wir gehören, sondern wie bewusst wir uns verbinden. Nicht das Aufgehen im Kollektiv, sondern das bewusste Nebeneinander, in dem Unterschiedlichkeit nicht als Bedrohung, sondern als Reichtum erfahren wird.
Ein echtes «Wir» ist kein Schlachtruf und kein moralischer Schutzschild. Es ist ein stiller Kreis. Menschen stehen darin nicht, weil sie müssen, sondern weil sie wollen. Jeder bringt seine Wahrheit mit, seine Verantwortung, seine innere Ordnung. Niemand verliert sich. Niemand wird verschluckt.
Vielleicht beginnt dieses neue «Wir» nicht draussen, in Parolen oder Identitäten, sondern innen. In der leisen Entscheidung, sich selbst ernst zu nehmen. In der Bereitschaft, nicht zu verschmelzen, sondern zu begegnen. Dort, wo das Selbst endet und der andere wirklich beginnt, öffnet sich kein Abgrund – sondern ein heiliger Raum.
Und vielleicht ist genau das die Einladung: das Wort «Wir» nicht länger gedankenlos zu benutzen, sondern es wieder zu verdienen. Durch Bewusstsein. Durch Präsenz. Durch die Rückkehr zu uns selbst.
Bastian Barucker hat sich etwas Unverschämtes erlaubt. Er hat sich hingesetzt, tief durchgeatmet und eine Frage gestellt, die im öffentlichen Diskurs ungefähr so willkommen ist wie ein Stromausfall in Berlin: Was, wenn das Problem nicht falsche Herrscher sind, sondern das Prinzip Herrschaft selbst?
In seinem neuen Dialogformat «Selbstbestimmung statt Herrschaft» spricht Barucker mit der Neurowissenschaftlerin und Psychotherapeutin Dr. Valeria Petkova. Und nein, es geht nicht darum, welche Partei es dieses Mal «besser meint». Es geht um etwas deutlich Unangenehmeres: Um innere Strukturen, psychische Prägungen und die kollektive Bereitschaft, sich führen zu lassen, solange jemand verspricht, es «richtig» zu tun.
Die sogenannte Demokratie wird derzeit wie ein antikes Heiligtum behandelt. Politiker beschwören sie, Medien verteidigen sie und wer zu viele Fragen stellt, gilt schnell als Gefahr für sie. Demokratie wird zum Schlagwort, zur moralischen Keule, zur Nebelmaschine. Barucker und Petkova machen den Fehler, genauer hinzusehen.
Was, wenn das Demokratieversprechen in seiner aktuellen Form weniger mit Selbstbestimmung zu tun hat als mit einem gut geölten Verwaltungssystem für Gehorsam? Was, wenn die viel zitierte «Herrschaft des Volkes» in Wahrheit eine emotionale Beruhigungstablette ist, damit sich möglichst viele Menschen freiwillig Fremdbestimmen lassen?
Im Gespräch geht es nicht um Parolen, sondern um Psyche. Um die Frage, warum Menschen überhaupt nach Führung verlangen. Warum Sicherheit oft wichtiger ist als Freiheit. Warum Verantwortung delegiert wird wie eine lästige Aufgabe. Und warum das Bedürfnis nach Herrschaft möglicherweise weniger politisch als traumatisch ist.
Die kapitalistische Demokratie, so die nüchterne Beobachtung, funktioniert hervorragend darin, Mitbestimmung zu simulieren, während echte Selbstermächtigung systematisch vermieden wird. Alle dürfen wählen, aber kaum jemand darf wirklich gestalten. Alle dürfen reden, aber nur innerhalb akzeptierter Meinungskorridore. Freiheit wird gewährt, solange sie nicht stört.
Barucker und Petkova sprechen dabei aus Erfahrung. Nicht aus theoretischen Elfenbeintürmen, sondern aus jahrelanger Arbeit mit Menschen. Mit ihren Ängsten, Anpassungsstrategien, inneren Konflikten. Mit dem tief sitzenden Wunsch, dass «da oben» bitte jemand Ordnung macht.
Der Dialog stellt deshalb eine unbequeme Frage: Ist eine Gesellschaft, die permanent nach Führung ruft, überhaupt demokratiefähig? Oder reproduziert sie lediglich alte Machtmuster mit neuen Etiketten?
Statt Herrschaft schlagen die beiden etwas vor, das im politischen Betrieb fast revolutionär klingt: Selbstverantwortung. Mitbestimmung ohne Vormundschaft. Gemeinschaft ohne Autoritätsersatz. Nicht als romantische Utopie, sondern als psychologischen Reifeprozess.
Das ist anstrengend. Selbstbestimmung bedeutet, nicht mehr alles delegieren zu können. Keine Ausreden mehr. Kein «die da oben». Keine Erlösung durch Wahlen. Sondern innere Arbeit, Konfliktfähigkeit und die Bereitschaft, Verantwortung zu tragen.
«Selbstbestimmung statt Herrschaft» ist kein Wohlfühlformat. Es ist ein Spiegel. Und wie alle guten Spiegel zeigt er Dinge, die man lieber nicht sehen möchte. Genau deshalb lohnt es sich hinzuschauen.
Selbstbestimmung statt Herrschaft mit Bastian Barucker und Valeria Petkova
Was folgt, ist kein Angriff auf Wissenschaft, sondern eine Erinnerung an ein vergessenes Bindeglied zwischen Himmel, Mensch und Zeit. Der vergessene Hüter zwischen den Zeichen. Über den Schlangenträger, die gestohlene Zeit und das verlorene Mass des Menschen.
Es gibt Wahrheiten, die nicht laut verdrängt werden. Sie werden leise verschoben, umgedeutet, vereinfacht. So lange, bis sie niemand mehr vermisst. Eine davon betrifft unsere Zeitrechnung. Eine andere den Himmel. Und eine dritte unser Verhältnis zu uns selbst.
Wenn du innehältst und genauer hinsiehst, erkennst du: Unser Jahr ist kein natürliches Mass. Es ist ein konstruiertes. Zwölf Monate, zwölf Zeichen, zwölf Abschnitte. Ordentlich, übersichtlich, beherrschbar. Doch Ordnung ist nicht immer Wahrheit.
Denn jenseits unserer Kalender und Horoskope folgt der Himmel keiner menschlichen Symmetrie.
Die verborgene Unstimmigkeit
Astronomisch betrachtet bewegt sich die Sonne nicht durch zwölf, sondern durch dreizehn Sternbilder entlang der Ekliptik. Eines davon liegt zwischen Skorpion und Schütze. Es ist real, sichtbar, messbar. Und doch wird es im westlichen astrologischen System meist ignoriert.
Sein Name: Ophiuchus, der Schlangenträger.
Kein Tier. Kein Symbol der Triebe. Sondern ein Mensch, der eine Schlange hält. Allein das macht ihn unbequem.
Der Schlangenträger als archetypische Figur
In der antiken Symbolik ist der Schlangenträger untrennbar mit Asklepios verbunden, dem Gott der Heilkunst. Die Schlange steht hier nicht für Gefahr, sondern für Erneuerung, Wandlung, Wissen, das sich häutet und neu geboren wird. Die Schlange stirbt nicht. Sie lässt Vergangenes zurück.
Der Schlangenträger ist kein Herrscher, kein Krieger, kein Liebhaber. Er ist der Vermittler. Zwischen Körper und Geist. Zwischen Krankheit und Heilung. Zwischen Tod und Leben.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum er nie bequem ins System passte.
Warum dreizehn stört
Zwölf ist eine Zahl der Ordnung. Dreizehn ist die Zahl der Überschreitung. Zwölf Monate strukturieren Arbeit. Zwölf Zeichen strukturieren Persönlichkeit. Dreizehn öffnet einen Raum, der sich nicht kontrollieren lässt.
Der Schlangenträger steht nicht für Identität im klassischen Sinn.
Er steht für Transformation.
Und Transformation lässt sich schlecht normieren.
Präzession – die langsame Verschiebung der Wahrheit
Über Jahrtausende hinweg hat sich die Erdachse verschoben. Diese Präzession sorgt dafür, dass die Sternbilder heute nicht mehr dort stehen, wo sie zur Zeit der Entstehung des tropischen Tierkreises standen. Das bedeutet etwas Unbequemes: Dein astrologisches Zeichen entspricht möglicherweise nicht der realen Position der Sonne bei deiner Geburt.
Nicht weil Astrologie «falsch» ist.
Sondern weil sie stehen geblieben ist, während sich der Himmel weiterbewegt hat.
Der Himmel ist nicht statisch.
Warum sollte es unser Selbstverständnis sein?
Die dreizehn realen Zonen der Sonne
Wenn wir den Himmel nicht symbolisch, sondern astronomisch betrachten, durchläuft die Sonne diese realen Sternbild-Zonen:
Schütze (18. Dezember – 20. Januar): Der Entdecker, der nach Wahrheit, Weisheit und Abenteuer sucht.
Steinbock (21. Januar – 16. Februar): Der entschlossene Erbauer, der durch Geduld und Disziplin Erfolg hat.
Wassermann (17. Februar – 11. März): Der Visionär, der Normen in Frage stellt und den kollektiven Fortschritt inspiriert.
Fische (12. März – 18. April): Der Träumer und Empath, geleitet von Intuition und Mitgefühl.
Widder (19. April – 13. Mai): Der mutige Initiator, der mit Courage und Enthusiasmus vorangeht.
Stier (14. Mai – 21. Juni): Der loyale Erbauer, der Komfort, Schönheit und stetigen Fortschritt schätzt.
Zwillinge (22. Juni – 20. Juli): Der intellektuelle Botschafter, voller Neugier und Kommunikationsfähigkeit.
Krebs (21. Juli – 10. August): Der fürsorgliche Beschützer, der tief empfindet und Familienbande schätzt.
Löwe (11. August – 16. September): Der strahlende Anführer, der von Kreativität, Selbstvertrauen und Ausdruckskraft lebt.
Jungfrau (17. September – 30. Oktober): Der analytische Perfektionist, der sich der Meisterschaft und dem Dienst verschrieben hat.
Waage (31. Oktober – 23. November): Der Friedensstifter, der Harmonie, Fairness und ästhetische Schönheit schätzt.
Skorpion (24. November – 29. November): Der tiefgründige Verwandler, der Leidenschaft, Intensität und Wahrheit annimmt.
Ophiuchus (30. November – 17. Dezember): Der Heiler und Weisheitssuchende, der eine Brücke zwischen Geist und Wissenschaft schlägt.
Auffällig ist, wie kurz der Skorpion in dieser realen Aufteilung ist.
Fast so, als wäre seine Intensität nicht für lange Aufenthalte gedacht.
Und auffällig ist, dass der Schlangenträger genau dort liegt, wo Übergänge stattfinden.
Zwischen Ende und Neubeginn.
Zwischen Tiefgang und Weitblick.
Die Bedeutung des Schlangenträgers
Menschen, die unter dem realen Einfluss des Schlangenträgers geboren sind, tragen oft eine besondere Spannung in sich. Sie sind Suchende. Nicht aus Mangel, sondern aus innerem Auftrag. Sie verbinden Gegensätze:
Rationalität und Intuition.
Wissenschaft und Spiritualität.
Analyse und Mitgefühl.
Der Schlangenträger heilt nicht, indem er verspricht.
Er heilt, indem er versteht.
Er ist unbequem, weil er Fragen stellt, wo andere Antworten verkaufen.
Er ist still, wo andere laut sind.
Und er weiss, dass Wissen Verantwortung trägt.
Warum er verschwand
Niemand musste den Schlangenträger «böse Absicht» stehlen.
Es reichte, ihn nicht mitzunehmen, als Systeme vereinfacht wurden.
Er erinnert daran, dass Heilung Zeit benötigt.
Dass Entwicklung zyklisch ist.
Dass der Mensch kein Produkt ist, sondern ein Prozess.
Wissenschaft und Mystik – kein Widerspruch
Die Astronomie erkennt Ophiuchus als Sternbild an. Die Astrologie ignoriert ihn oft, weil sie ein anderes Ordnungssystem bewahrt. Beides darf nebeneinander existieren.
Doch dort, wo Wissenschaft den Himmel vermisst und Spiritualität den Menschen deutet, entsteht ein Raum dazwischen.
Ein Raum der Erinnerung.
Der Schlangenträger steht genau dort.
Warum dein echtes Sternzeichen wichtig sein kann
Nicht, um alte Identitäten zu zerstören. Sondern um sie zu vertiefen. Die Beschäftigung mit dem realen Himmel kann:
dein Selbstbild erweitern
innere Spannungen verständlicher machen
alte Zuschreibungen relativieren
dein Verhältnis zu Zeit und Rhythmus verändern
Es geht nicht darum, Recht zu haben. Sondern darum, stimmiger zu werden.
Der Himmel als Spiegel
Der Himmel zwingt uns zu nichts. Er lädt ein.
Er erinnert uns daran, dass wir Teil eines grösseren Zusammenhangs sind, der sich nicht vollständig erklären lässt.
Dass Ordnung immer vorläufig ist.
Und dass Wahrheit manchmal genau dort liegt, wo Systeme eine Lücke lassen.
Der Schlangenträger ist keine Revolution.
Er ist ein vergessener Atemzug im grossen Rhythmus.
Vielleicht geht es nicht darum, ihn «wieder einzuführen».
Vielleicht reicht es, ihn wieder wahrzunehmen.
Denn manchmal beginnt Erkenntnis nicht mit neuen Antworten, sondern mit der stillen Frage:
Was habe ich nie vermisst, weil man mir nie gesagt hat, dass es da war?
Und genau dort beginnt der Weg des Schlangenträgers…
Breaking News von SRF. Und mit «Breaking» ist hier nicht der Brand in Crans-Montana gemeint, sondern das Selbstverständnis eines öffentlich-rechtlichen Senders, der es geschafft hat, seine eigene Irrelevanz als Strategie zu verkaufen. Vormittags, so lernen wir jetzt offiziell, sind die Hauptsender ungefähr so relevant wie Teletext Seite 999. Existiert. Aber halt eher aus nostalgischen Gründen.
Warum SRF 1, SRF 2 und SRF Info am Morgen des 1. Januars kein Wort über den Brand verloren haben? Ganz einfach: Weil da ja «eh niemand zuschaut». Punkt. Ende. Aussage. Und nein, das ist kein satirischer Kommentar, das ist die tatsächliche Begründung. Öffentlich-rechtlich geprüfte Gleichgültigkeit, direkt aus der Kommunikationsabteilung.
Die wichtigen Infos, beruhigt man uns, gab es natürlich trotzdem. Online. In der App. Im Radio. Also überall dort, wo man ohnehin schon ist, wenn man keinen Fernseher mehr einschaltet. Das Fernsehen selbst? Offenbar nur noch Kulisse. Oder besser: Ein teures Museumsstück, das man pflegt, weil es halt schon immer da war.
Man muss sich das kurz auf der Zunge zergehen lassen. Ein Sender, der jährlich Milliarden verschlingt, erklärt offen, dass seine Hauptkanäle vormittags praktisch bedeutungslos sind. Und zwar nicht wegen technischer Probleme oder redaktioneller Überforderung, sondern aus purem Kalkül. Quote schlägt Auftrag. Aufmerksamkeit schlägt Relevanz. Wenn niemand schaut, passiert halt nichts. Feuer hin oder her.
Das ist kein Versagen. Das ist eine Offenbarung. Und zwar ein Gratis-Argument für die Halbierungsinitiative, frei Haus geliefert. Wenn man mit App, Website und Radio «die Bevölkerung erreicht», wozu dann diese teuren Fernsehstrukturen? Warum Studios, Sendeplätze, Moderationen, wenn man selbst sagt: Braucht morgens keiner?
SRF beweist damit unfreiwillig, dass man mit weniger Geld offenbar genauso gut informiert ist. Vielleicht sogar besser, weil man sich den Umweg über einen Sender spart, der erst prüft, ob sich Information auch lohnt. Öffentlich-rechtlicher Journalismus nach dem Motto: Wichtig ist, was klickt. Der Rest kann warten. Oder brennen.
Besonders charmant ist dabei der Hinweis auf das «Mediennutzungsverhalten der Menschen». Übersetzt heisst das: Wir liefern nicht mehr, was relevant ist, sondern nur noch das, was statistisch verwertbar erscheint. Auftrag erfüllt, Verantwortung ausgelagert. Wenn niemand zuschaut, sind wir auch nicht zuständig.
Früher nannte man das Informationsauftrag. Heute nennt man es Ressourcenmanagement. Und während irgendwo Häuser brennen, erklärt uns der Sender, dass alles bestens funktioniert hat. Weil es ja einen Newsticker gab. Wer noch Fernsehen erwartet, hat das System offenbar nicht verstanden.
Man hört es immer wieder, meist mit dem Tonfall naturwissenschaftlicher Endgültigkeit: Hierarchien seien nun mal natürlich. Wie Gravitation. Oder Zahnschmerzen. Ein hübsches Argument, vor allem für jene, die zufällig oben stehen. Dass diese Behauptung weniger Wahrheit als Zweck erfüllt, ist ihr grösster Erfolg. Sie dient nicht der Erkenntnis, sondern der Beruhigung. Wer glaubt, Unterordnung sei biologisch programmiert, stellt keine Fragen mehr. Praktisch.
Autoritäre Gemüter lieben dafür den Blick ins Tierreich. Wölfe, Affen, Ameisen. Irgendwo findet sich immer ein «Alpha», der angeblich beweist, dass Dominanz gottgewollt, naturgegeben oder zumindest alternativlos ist. Dumm nur, dass genau dieses Alpha-Märchen längst von den Forschern selbst zerlegt wurde. Die berühmten Wolfsrudel mit eisernen Rangordnungen existierten vor allem in Gefangenschaft. In Freiheit kooperieren Tiere flexibel, situationsabhängig, ohne Dauerchef. Aber Freiheit ist bekanntlich kein gutes Verkaufsargument für Macht.
Hierarchien sind nicht entstanden, weil Menschen sie «brauchten». Sie wurden erfunden, weil sie nützlich waren. Als Werkzeuge. Um viele steuerbar zu machen, Ressourcen zu bündeln, Gehorsam zu standardisieren. Jahrtausende vor Königen, Staaten und Bürokratien lebten Menschen in Netzwerken gegenseitiger Hilfe. Keine Chefs, keine Untertanen, sondern Absprachen. Man blieb, solange es sinnvoll war und ging, wenn es das nicht mehr tat. Ein radikales Konzept, ich weiss.
Was gern untergeht: Freiwillige Kooperation ist genauso natürlich wie Konkurrenz. Sie entsteht nicht aus Befehlen, sondern aus Entscheidungen. Autonome Wesen handeln miteinander, weil es ihnen nützt, nicht weil sie müssen. Stärke entsteht dabei horizontal, durch Beziehungen, nicht vertikal durch Druck. Das ist weniger spektakulär als Thron und Uniform, aber erstaunlich stabil.
Wichtig ist eine saubere Trennlinie, die absichtlich verwischt wird. Zwischen freiwilligen Gemeinschaften und Kollektivismus. Ersteres entsteht, wenn Menschen sich aus freien Stücken zusammenschliessen: Aus Neigung, Interesse, gegenseitiger Unterstützung. Diese sozialen «Stämme» sind beweglich, offen, kündbar. Niemand verliert seine Souveränität, nur weil er kooperiert. Man kommt, man geht, man verhandelt. Erwachsene unter Erwachsenen.
Kollektivismus hingegen erfindet ein abstraktes «grösseres Ganzes», dem sich das Individuum unterzuordnen hat. Der Staat, das Volk, die Revolution, die Sache. Immer gibt es jemanden, der behauptet, im Namen aller zu sprechen. Und immer endet es damit, dass individuelle Entscheidungen als störend gelten. Zustimmung wird erwartet, Abweichung sanktioniert. Freiheit wird als egoistisch diffamiert. Fürsorglich, natürlich.
Der kleine Bruder davon ist der Tribalismus. Er nimmt natürliche Zugehörigkeit und verdreht sie zur Waffe. Plötzlich zählt nicht mehr der Mensch, sondern Blut, Nation, Ideologie. Loyalität wird blind, Zweifel Verrat, Aussenstehende Bedrohung. Das Muster ist identisch mit Hierarchie: ein künstliches «Wir gegen die», das Individualität opfert und Konflikte züchtet wie ein Haustier.
Wenn jemand also sagt: «Hierarchien sind natürlich», meint er meist: «Ich bin daran gewöhnt.» Gewohnheit ist kein Argument. Sie erklärt, warum etwas existiert, nicht warum es richtig ist. Jahrhunderte der Unterordnung haben tiefe Spuren hinterlassen. Das macht sie nicht legitim, nur bequem.
Eine Gesellschaft ohne aufgezwungene Hierarchien ist kein Chaos. Sie ist anspruchsvoller. Sie verlangt Verantwortung statt Gehorsam, Dialog statt Befehle, Beziehungen statt Rollen. Anarchismus in diesem Sinne ist kein Molotow, sondern ein Spiegel: Er erinnert daran, dass Ordnung auch ohne Herren entstehen kann. Dass Menschen fähig sind, selbst zu entscheiden, mit wem und wie sie leben wollen.
Was bleibt, ist eine unbequeme Wahrheit: Macht über andere ist nicht der einzige Weg zu Ordnung. Vielleicht nicht einmal der beste. Die eigentliche Bedrohung für autoritäre Systeme ist nicht der Aufstand, sondern die Erkenntnis, dass man sie gar nicht braucht. Sobald diese Illusion zerbricht, bleibt etwas Übriggebliebenes zurück: Freie Individuen, die kooperieren, weil sie es wollen. Und das ist für manche das eigentlich Unnatürliche.
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