Wie die Figuren in Rogue One animiert wurden

Industrial Light and Magic haben für den neuesten Film der Star Wars-Reihe zwei Figuren quasi komplett virtuell auf die Leinwand gebracht. Grand Moff Tarkin und Princess Leia sind also Mithilfe von CGI wieder auferstanden. Wir fanden das beide Male nicht wirklich gelungen und teils unnötig. Gerade bei Leia hätten Andeutungen gereicht und auch Tarkin hätte die ein oder andere kürzere Einstellung gut getan. Hier und da sah es ja wirklich nicht schlecht aus, am Ende fällt es aber eben komplett auf und man selbst aus der Story raus. Naja. ABC News hat jedenfalls die Macher besucht und schenkt uns Einblicke in die Entstehung der Szenen…

How Rogue One Created Princess Leia, Grand Moff Tarkin
How Rogue One Created Princess Leia, Grand Moff Tarkin

Typ verschläft Doom Metal-Show auf der Bühne

Die langsam-schleppenden Grooves und das generell eher gemässigte Tempo im Doom Metal ist bekanntermassen nicht jedermanns Sache. Ob man deshalb allerdings gleich einschlafen muss? Einem jungen Herren ist genau das bei einem Konzert der Doom-Formation «Fórn» am 30. Dezember 2016 passiert. Wie man in folgendem Video sehen kann, verschläft der Besucher im roten Longsleeve seelenruhig die gesamten Show, während die Band um ihn herum performt. Auch die Band teilte den Clip auf Facebook und kommentierte süffisant: «Anscheinend ist 3 Uhr morgens für einige Leute zu spät, wie der Typ, der auf der Bühne eingeschlafen ist – was irgendwie niemand von uns mitbekommen hat. Kann jemand überprüfen, dass er nicht tot ist?» Die Entwarnung folgt wenig später in den Kommentaren, der Bühnen-Schläfer gibt sich zu erkennen und betont: «Das was ich gehört habe, hat mir sehr gut gefallen!»…

FÓRN live Dec. 30th, 2016 (FULL SET)
FÓRN live Dec. 30th, 2016 (FULL SET)

Handstand

Eine interessante Sicht auf die Dinge hat Eusong Lee, der uns nicht nur motiviert, unsere Ziele auch wirklich anzugehen, sondern auch demonstriert, dass die Kleinen für einen persönlich verdammt gross sein können…

Handstand
Handstand

Flammenwerfer in Zeitlupe

Die Jungs von YouTube-Kanal The Slo Mo Guys haben sich einen Flammenwerfer besorgt und das ganze Spektakel mit einer High-Speed-Kamera gefilmt. So haben wir nun die Möglichkeit in Slow Motion zu sehen wie die Flammen aus dem Metallrohr schiessen. 15 Meter weit spritzt die Fontäne aus leicht entzündbarer Flüssigkeit nach vorne, um nur einen Augenblick später Feuer zu fangen. Entsprechend weit reichen auch die Flammen, die in Zeitlupe einfach spektakulär aussehen.

50 ft Flamethrower in 4K Slow Motion - The Slow Mo Guys
50 ft Flamethrower in 4K Slow Motion - The Slow Mo Guys

Siren – Trailer

Im Horrorfilm «Siren» von Gregg Bishop werden unter anderem Hannah Fierman und Chase Williamson während einer Bachelor-Party von einem Wesen heimgesucht. Aus der Party wird ein schrecklicher Überlebenskampf…

SiREN Official Trailer 1 (2016) - Hannah Fierman Movie
SiREN Official Trailer 1 (2016) - Hannah Fierman Movie

Skateboarding on Fire

Yeah! Jump in the Fire! BeyondSlowmotion hat tolle Aufnahmen geschossen von Skateboarden, die durchs Feuer springen. Bei leichtem Regenwetter wurde eine brenzlige Skate-Session auf die Beine gestellt, an welcher diese beeindruckenden Bilder entstanden sind…

Skateboarding on FIRE in the RAIN (BURN 2)
Skateboarding on FIRE in the RAIN (BURN 2)

TV-Tipp: Anime-Filmreihe bei Super RTL

Freunde, ab heute Samstag präsentiert Super RTL wöchentlich die beliebte Anime-Filmreihe, bei der unter anderem Studio-Ghibli-Klassiker wie «Chihiros Reise ins Zauberland» und «Mein Nachbar Totoro» ausgestrahlt werden. Auch «Prinzessin Mononoke» steht am 4. Februar um 21:45 Uhr auf dem Programm und die japanisch-amerikanische Koproduktion «Astro Boy – Der Film» wird am 17. Februar um 20:15 Uhr ausgestrahlt. Alle Filme und Sendetermine hier im Überblick:

07. Januar, 20:15 Uhr: Chihiros Reise ins Zauberland
07. Januar, 22:35 Uhr: Die Legende des Millennium-Drachens
14. Januar, 20:15 Uhr: Haruka und der Zauberspiegel
14. Januar, 22:05 Uhr: Das Schloss im Himmel
21. Januar, 20:15 Uhr: Das Königreich der Katzen
21. Januar, 21:35 Uhr: Mein Nachbar Totoro
28. Januar, 21:50 Uhr: Brave Story
04. Februar, 21:45 Uhr: Prinzessin Mononoke
17. Februar, 20:15 Uhr: Astro Boy – Der Film

DBD: Voice Of Rebellion – Pro-Pain

Hier das Video zum Titeltrack des aktuellen Pro-Pain Langspielers «Voice Of Rebellion»…

Pro-Pain - "Voice Of Rebellion" (Official Video)
Pro-Pain - "Voice Of Rebellion" (Official Video)

Wenn dich ein Bär jagt – und du es nicht mal mitbekommst

Diese Snowboarderin dürfte froh darüber gewesen sein, diese Abfahrt überhaupt heil überstanden zu haben. Kelly Murphy wollte eigentlich nur gemütlich auf die Piste und sich dabei filmen – das tat sie zwar auch, hatte allerdings nicht mit der Gesellschaft in Form eines Bären gerechnet, der sie auf ihrer Abfahrt jagte. Der wollte sicher nur spielen…. ;)

Snowboarder Girl Chased By Bear - I Was Singing Rihanna Work And Didn't Know It Was Behind Me!
Snowboarder Girl Chased By Bear - I Was Singing Rihanna Work And Didn't Know It Was Behind Me!

Katzen zum ersten Mal im Schnee

Freunde, bestimmt kennt ihr das Prinzip von Schnee, es ist halt so kaltes Wasser, dass es sogar gefroren zur Erde fällt und jeglichen Untergrund sehr glatt macht. Dass wissen diese Katzen, die zum ersten Mal im Schnee spielen und sich darüber freuen, nicht. Noch nicht…

Kittens Discovering Snow For The First Time
Kittens Discovering Snow For The First Time

Ghost Dog – Der Weg des Samurai

«Ghost Dog – Der Weg des Samurai» ist ein wahrlich brillantes Actiondrama mit einem mehr als hervorragenden Soundtrack. In «Ghost Dog – Der Weg des Samurai» macht Jim Jarmusch Forest Whitaker zur Killermaschine. Der Film ist eine Art «Zeitlupenthriller», bei dem der Weg das Ziel ist. Der Film gleitet ebenso wie seine Hauptfigur dahin und lässt eine bruchfreie Bild-und-Ton-Sinfonie entstehen. Eine ungewöhnliche Mischung aus Poesie und Trash in der Machart von Tarantinos «Pulp Fiction». Jim Jarmuschs ebenso unorthodoxe wie atmosphärische Meditation über den Tod bietet ein absolut betörendes Kinoerlebnis – poetisch, musikalisch, mafiös.

Eigentlich schert sich Jim Jarmusch keinen Deut um die Geschichte, sondern interessiert sich vielmehr für die Schönheit ihrer Gesten, den rhythmisch schwingenden Gang des massigen Ghost Dog, seine weissen Handschuhe, den Klang zuschnappender Autotüren und die Sounds aus den Musikanlagen der geklauten Wagen. Das Spiel der Rituale generiert eine Ode an die Schönheit des Killerhandwerks und an die Sinnlichkeit des Kinos. Der Film hat eine enge Bindung zum Hip Hop. So wurde der komplette Soundtrack vom Wu-Tang-Clan-Gründer RZA komponiert und es sind auch weitere Songs des New Yorker Rappers und Produzenten im Film zu hören. Darüber hinaus haben RZA und andere Mitglieder aus dem Umfeld des Wu-Tang-Clans kurze Gastauftritte. Der Club «Liquid Swords», der in einer Szene kurz zu sehen ist, verdankt seinen Namen einem Album des Rappers «The GZA GZA», welches ebenfalls von RZA produziert wurde. Der Running Gag im Film, dass der Mafiosi Sonny Valerio ein grosser Fan der Gruppe Public Enemy ist, basiert auf einen Artikel über inhaftierte Mafiosi, die im Gefängnis ihre Vorliebe für Hip Hop entdeckten, den der Regiesseur Jim Jarmusch zuvor gelesen hatte.

Zwei Stunden verbringen wir in der Welt des «Ghost Dog», einem Profikiller, der um sich selber in dem dreckigen Randbezirk der urbanen Metropole der Neuzeit eine Art modernen Samurai kreiert. Gespielt von einem wirklich starken Forest Whitaker entwickelt sich hier eine ebenso faszinierende wie zunächst unrealistisch wirkende Figur. Jedenfalls wird manch einer sich schon erstmal wundern, wenn ein Schwarzer in einer Gegend wie aus Eminems «8 Mile» beschliesst, sein Dasein als professioneller Mörder nach dem Samurai Kodex zu verbringen. Umso erstaunlicher, dass es Jarmusch tatsächlich gelingt, einen Film zu drehen, dem es gerade zum Ende hin kein bisschen an Glaubwürdigkeit mangelt und der beängstigend authentisch wirkt. Begleitet vom nahezu immer präsenten, simplen wie grossartigen und vor allem passgenauen Soundtrack entwickelt sich ein spannendes, ungewöhnliches und vor allem interessantes Portrait über den etwas anderen Serienkiller. Philophische Ansätze und die Coolness eines Tarantinos reichen sich dabei die Hand und erreichen eine wirklich aussergewöhnliche Mischung, die den Film für den ein oder anderen sicher einfach nur skurril wirken lässt, für andere aber zu einem wunderschönen Stück Independent Kino sind.

Jim Jarmusch und seinen Filmen nähert man sich am besten über drei Begriffe: Minimalismus, Independent und Postmoderne. Denn wie bei kaum einem anderen Regisseur tragen sie alle die typischen Erkennungszeichen seines Stils – die reduzierten Dialoge, endlos langen Einstellungen und handlungsarmen Plots. Und doch gleicht kein Film dem anderen, zu vielschichtig sind die sorgsam gesetzten Details, zu komplex seine filmischen Baupläne. Die zahllosen Referenzen an Literatur, Kino und Popkultur, so wie der narrative Faden, der sie alle in gewisser Weise miteinander verbindet. Geradezu exemplarisch für dieses Prinzip der Kontinuität und Weiterentwicklung steht «Ghost Dog – Der Weg des Samurai», der sowohl thematisch als auch stilistisch an Jarmuschs apokalyptisches Western-Epos (Dead Man) erinnert. Wie gewohnt konzentrierte sich Jarmusch auch diesmal ganz auf seinen Hauptdarsteller, Forest Whitaker (Der letzte König von Schottland, Platoon). Und das aus gutem Grund, denn mit seiner emotionalen Präsenz und physischen Stärke spielt Whitaker so gut wie nie zuvor und erzeugt dabei eine Atmosphäre, wie sie eindringlicher kaum hätte sein können.

Es ist bemerkenswert, mit welchem Geschick Jarmusch Versatzstücke aus verschiedenen Genres und Kulturtraditionen immer wieder aufs Neue miteinander verknüpft, gleichzeitig aber die Gesamtgestaltung zu keinem Moment aus den Augen verliert. Doch nicht nur inhaltlich – etwa durch Ghost Dogs Adaption der Samurai-Identität – sondern auch auf formaler Ebene stehen Thematik und Ästhetik in ständigem Austausch. Ebenfalls eine wichtige Rolle erfüllen diverse Zitate und Referenzen, wie der Ausschnitt eines «Itchy & Scratchy»-Cartoons, in dem sich der lokale Streit über die Gewaltspirale in einen symbolischen Weltkrieg potenziert. Jarmusch unterbricht an diesen Stellen zum einen den Handlungsfluss, setzt reflexive Ruhepunkte, zum anderen überzeichnet er den inneren Konflikt bis ins Groteske und deutet zugleich den weiteren Verlauf des Geschehens voraus. Am Ende ist es der bedingungslose Glaube an den Ehrenkodex, aus dem das Drama des Films entspringt. Denn wie seine Identität als Samurai, die Ghost Dog über den Wert des eigenen Lebens stellt, beruht auch der Racheplot gegen die Mafia auf dem fatalen Missverständnis, Louie hätte ihm damals aus Überzeugung und nicht aus reinem Selbstschutz das Leben gerettet. Die Wahrheit ist: Die Wirklichkeit ist immer nur ein Konstrukt, eine Fülle von Einzelheiten, die je nach Wertetradition und eigenem Interesse unterschiedlich gedeutet wird. In dieser Erkenntnis liegt Jarmuschs eigentliche Botschaft, sie bedingt den gegenseitigen Respekt im Pluralismus der Kulturen. Einfach ein toller Film, der sich traut andersartig zu sein.

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