Man muss Google wirklich bewundern. Nicht für das, was das Unternehmen tut — sondern für die Eleganz, mit der es tut, was es tut, während die Welt glaubt, es gehe um die Suche nach Kuchenrezepten. Neueste Meldung aus Mountain View: Google hat damit begonnen, die Fotos in Google Photos systematisch zu scannen – nicht nur zur automatischen Sortierung oder Gesichtserkennung wie bisher, sondern mittels fortschrittlicher KI-Modelle, um den gesamten Inhalt der Mediathek auf Verstösse gegen Richtlinien und sicherheitsrelevante Inhalte zu prüfen.

Die KI heisst Gemini, sie ist in alle Google-Dienste integriert, sie ist immer dabei – und sie schaut sich nun also auch deine Urlaubsfotos an. Deine Familienbilder. Deine Kinderfotos. Deine intimsten digitalen Momente. Offiziell dient die Massnahme der Sicherheit. Google stehe unter wachsendem Druck von Regulierungsbehörden weltweit, illegale Inhalte schneller zu identifizieren und zu melden. Sicherheit. Das Wort, das immer dann kommt, wenn jemand Zugriff auf etwas haben möchte, für das es eigentlich keinen Grund gibt.

Das Pikante dabei: Das Feature ist laut Forbes Opt-in und soll Gemini mehr persönlichen Kontext ohne manuelle Uploads geben. Opt-in. Freiwillig. Und wer hat schon je die Standardeinstellungen seines Smartphones geändert? Wer liest die AGB, die sich seit 2. April 2026 wieder einmal still aktualisiert haben? Niemand – und das wissen sie in Mountain View sehr genau.

Es wird lokale Speicherung der Fotos und Rückzug von der Cloud empfohlen, um KI-Nutzung privater Bilder zu vermeiden. Das empfehlen die wenigen, die noch wissen, was es bedeutet, digitale Souveränität zu besitzen. Die grosse Mehrheit lädt derweil weiter brav hoch – weil es so bequem ist, weil der Speicher auf dem Telefon voll ist, weil Google One so günstig wirkt, weil man sich nie vorgestellt hat, dass die Fotos des Kindergeburtstags irgendwann durch ein KI-System laufen, das entscheidet, ob sie richtlinienkonform sind.

Aber bleiben wir kurz bei dem, was Google eigentlich ist. Die Fassade lautet: Suchmaschine. Die Realität ist: Alphabet Inc., ein Konglomerat, dessen Tentakel in Bereiche reichen, die die meisten Nutzer von Google Photos noch nie in Zusammenhang gebracht haben.

Deine Fotos, Googles KI, Verilyies Impfstoffe - alles aus einer Hand

Verily Life Sciences, Ende 2015 aus Google X hervorgegangen, hat sich zum Flaggschiff von Alphabet im Gesundheitsbereich entwickelt. Das Unternehmen ging Joint Ventures und Forschungspartnerschaften mit GSK, Sanofi, Novartis, Pfizer und Johnson & Johnson in den Bereichen Arzneimittelentwicklung, Bioelektronik und Diabetes-Management-Plattformen ein. Richtig gelesen. Google – genauer gesagt Alphabet – sitzt mit GSK, Pfizer, Sanofi und Novartis am selben Tisch. Entwickelt Produkte gemeinsam mit ihnen. Verdient Geld gemeinsam mit ihnen. Und betreibt gleichzeitig die historisch grösste Suchmaschinenzensur, wenn es um impfkritische Inhalte geht.

Tatsächlich zensiert Google gesundheitsbezogene Inhalte, darunter auch unbequeme Fakten über Impfstoffe, schon seit langem – lange vor Covid-19. Könnte das daran liegen, dass Alphabet selbst enge finanzielle Verbindungen zur Pharma- und Biotech-Industrie hat? Eine rhetorische Frage, auf die die Antwort so offensichtlich ist, dass man sich fragt, warum sie überhaupt noch als rhetorisch gilt.

Der Zusammenhang ist folgender: 2016 gründeten Verily und GlaxoSmithKline das Unternehmen Galvani Bioelectronics zur Entwicklung implantierbarer bioelektronischer Geräte. Den Vorstand übernahm der ehemalige GSK-Impfstoffchef Moncef Slaoui – derselbe, der später Boardmitglied bei Moderna wurde und die Operation Warp Speed unter Trump leitete. Die Welt ist klein, wenn man weiss, wo man schauen muss.

Und Verily blieb nicht dabei. Während der Pandemie entwickelte Verily auf Wunsch der Regierung gemeinsam mit Apple Tools zur Kontaktverfolgung, Apps für Screenings am Arbeitsplatz und zur Erfassung des Impfstatus. Das Unternehmen erhielt zudem einen 38-Millionen-Dollar-Auftrag der Centers for Disease Control and Prevention für die Überwachung von Viren im Abwasser. Suchen, Zensieren, Impfen, Tracken, Abwasser überwachen – alles aus einer Hand, alles unter dem Dach desselben Konzerns, der jetzt auch deine Familienfotos durch eine KI schickt.

Das Geschäftsmodell ist dabei von geradezu brutaler Konsistenz. Google sammelt Suchanfragen – und weiss damit, was du denkst. Google sammelt Standortdaten – und weiss, wo du bist. Google scannt E-Mails – und weiss, mit wem du sprichst und worüber. Und jetzt scannt Google Fotos – und weiss, wie dein Leben aussieht. Wer in deiner Familie ist. Wie deine Kinder aussehen. Wo du warst. Was du fotografiert hast, wann und warum.

Symptome, Suchverhalten, Medikationspläne sind Informationen, die weit über klassische Konsumdaten hinausgehen. Sie erlauben tiefe Einblicke in die Privatsphäre von Menschen. Dass ein werbefinanzierter Konzern wie Google in diese Prozesse eingebunden ist, verschärft die Problematik erheblich.

Man addiere nun Bilddaten aus Google Photos, Gesundheitsdaten aus Verily Me, Suchdaten aus der Google-Suche, Standortdaten aus Google Maps, Kommunikationsdaten aus Gmail – und man erhält ein Profil, das vollständiger ist als jedes, das ein Staat je über seine Bürger geführt hat. Vollständiger, aktueller, detaillierter. Und im Besitz eines Unternehmens, das gleichzeitig mit den grössten Impfstoffherstellern der Welt Geschäfte macht und Inhalte zensiert, die diesen Geschäften schaden könnten.

Das ist kein Interessenkonflikt. Das ist Interessenidentität. Wer das Datenprofil besitzt, besitzt den Menschen. Wer den Menschen besitzt, weiss, was er ihm verkaufen kann. Und wer zensiert, was diesen Verkauf stört, schliesst den Kreis vollständig.

Google Photos ist nicht kostenlos. Du bezahlst mit dem Einzigen, das du nicht zurückbekommst: Mit deinem Leben, Bild für Bild, hochgeladen in die Cloud eines Unternehmens, das dir gleichzeitig erklärt, was du über Gesundheit denken darfst…

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Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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