Wohl wahr: Impfen ist tatsächlich die Rettung der Menschen gewesen – vor den schlimmsten Krankheiten der Welt. Zum Beispiel Pocken (Sterblichkeit 30% aller Infizierten), Wundstarrkrampf (Sterblichkeit je nach Klinikversorgung 20-80 aller Infizierten), Cholera (60 % aller Infizierten), Beulenpest (50-60 Prozent), Masern (Kinder bis 5 Jahre bis zu 75 Prozent). (Quellen für alle vorgenannten Zahlen: WHO/JHU/CDC). Bei all diesen (auch ohne Vorerkrankungen, für ALLE Altersstufen potentiell tödlichen!) Seuchen wurden durch die Impfungen zahllose Menschenleben gerettet – und zwar dank gut erforschter, ausreichend getesteter und über viele Jahre entwickelter Impfstoffe. Soweit, so korrekt.

Wenn Politiker zu gemeingefährlichen Schwätzern werden...

Doch Corona ist definitiv keine der «schlimmsten Krankheiten der Welt». Es ist, nach EMA-Kriterien, eine «seltene Krankheit», eine überwiegend labordiagnostisch ermittelte, in den meisten Fällen ohne jeden Krankheitswert verlaufende Viruserkältung. Ihre Letalität beträgt weltweit, wohlgemerkt sogar nur «an und mit», laut Destasis derzeit gemittelt 2,3 Prozent (kausal «an» wird sie gar auf nur 0,3 bis 0,5 Prozent geschätzt). Das Durchschnittsalter aller Verstorbenen liegt in Deutschland zudem über der durchschnittlichen Lebenserwartung).

Die sogenannten Covid-Impfstoffe – Vektor oder mRNA – sind nach allen gängigen Definitionen (Herdenimmunität, Schutz vor Eigen- und Fremdansteckung, dauerhafte Immunisierung) aus Sicht vieler Experten eigentlich eher Gen-Therapien, die noch am Anfang ihrer klinischen Testphase stehen – mit der Weltbevölkerung als Studienpopulation.

Einmal die zunehmend schrillen, zuweilen offen faschistoiden Forderungen nach Stigmatisierung und Diskriminierung jener, die von ihrer «freien Impfentscheidung» Gebrauch machen, ganz beiseite gelassen, denen Söder auch mit diesem Posting wieder den Rücken stärkt (wie auch die Frage, wo im GG eigentlich die «maximale Rückgabe von Rechten» geregelt wird): Sein falsches Ködern mit Privilegien ist längst als Rattenfängerei entlarvt. Denn der Zugang für «bestimmte Bereiche» wird – wie sich nun ausgerechnet in den meisten Ländern zeigt, die das von Söder wahlweise durch Gesundheitsapartheid oder Erpressung mit vorenthaltenen Grundrechten angestrebte «Impfziel» längst erreicht oder sogar übertroffen haben – sehr wohl auch für Geimpfte und Genesene eingeschränkt.

Beispiel Island, wo der «Freedom Day», die Rückgabe der «Lebensnormalität» und Freiheiten an die Bürger, bereits am 26. Juni (bei damals übrigens gerade noch 12 aktiven Positivfällen) erfolgt war – freilich ohne, dass dies hierzulande auch nur annähernd so skandalisiert worden wäre wie der britische «Freedom Day» drei Wochen später.

Nun rauschen die Zahlen auch in Island wieder steil nach oben, bei einer zu 90 Prozent erst- und über 75 Prozent vollgeimpften Bevölkerung, und es sorgen mehrheitlich die Geimpften für die hohen Inzidenzen. Nach eigener Logik der Impf-Kampagneros wäre dies ja unproblematisch: Die Impfungen, so erzählen sie uns ja, verhinderten keine Infektionen, wohl aber schwere Verläufe. Wenn somit die «Zahlen» steigen, die tatsächliche Krankheitslast jedoch unauffällig bleibt, besteht kein Grund zur Sorge. Dies aber muss zwingend gleichbedeutend sein mit einem völligen Bedeutungsschwund der «Inzidenzen», die dann ja nicht mehr mit Intensivbelegungen und Todeszahlen korrelieren, sondern nur mehr symptomlose bis harmlose, laborermittelte Fälle abbilden.

Doch das Gegenteil passiert: Nach wie vor werden freiheitsbeschränkende Massnahmen ausschliesslich auf Grundlage der Inzidenzwerte verhängt – nach Israel, den Seychellen oder Portugal nun auch in Island. Und siehe da: Prompt sind Abstands- und Kontaktbeschränkungen sowie Maskenpflicht zurück, selbst ein Lockdown ist nicht ausgeschlossen. Der isländische Chefepidemiologe Thorolfur Gudnason redet bereits davon, die Welt müsse sich auf fünf, zehn oder fünfzehn Jahre Ausnahmezustand gefasst machen.

Wenn dir die Impfung nicht gefällt, probier doch mal die Krankheit!

Glaubt irgendeiner ernsthaft, dass es bei uns anders kommen wird? Nicht nur Söder (auch in seinem aktuellen Post), sondern das halbe Land schwadroniert wieder nur von steigenden Inzidenzen durch Delta, von neuen Wellen – und das RKI beharrt in seinem Katastrophenpapier von vergangener Woche, das getrost als Masterplan des nächsten Lockdowns gelesen werden kann, auf der Inzidenz als einzigem Leitindex der Pandemie. Warum wohl?

All die keiner Hochrisikogruppe angehörenden Deutschen (vor allem die Jüngeren), die legitime Zweifel an Sicherheit, gesundheitlicher Unbedenklichkeit und Verträglichkeit der Impfstoffe – in jedem Fall aber an deren praktischen Nutzen – verdrängten, werden sich noch umsehen. Die meisten von ihnen liessen sich schliesslich vor allem deshalb impfen, weil sie dem Ammenmärchen nachhängen, nur so kehrten sie alle bald wieder «zur Normalität» zurück, bekämen sie die «Freiheiten» wieder. Denn so lautet ja die Hauptargumentation der Impfbefürworter – viele davon übrigens ausgerechnet diejenigen, die uns Massnahmenkritiker bisher immer spöttisch fragten, welche «Freiheiten» und «Grundrechte» man ihnen denn genommen hätte.

Vielleicht wird es Söder, der deutschen Corona-Politik und ihren Erfüllungsgehilfen gelingen, den treugläubigen Deutschen ihre Zweifel ein weiteres Mal zu nehmen, vielleicht durch die erfolgreiche Schuldzuweisung an die «unsolidarischen Impfverweigerer», die das erlösende Impfziel durchkreuzt hätten, vielleicht auch nur durch «Delta» oder kommende Mutanten. Viele werden sich bereitwillig auch nochmals die dritte, vierte und fünfte Impfung abholen, weil sie glauben, danach sei der Spuk vorbei. Doch irgendwann, wenn ihre Oberarme mit mehr Einstichstellen als die von Junkies übersät sind, wird den meisten dämmern, dass es aus diesem Alptraum kein Erwachen gibt.
Daniel Matissek


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