Der erste Teil des neuen Films von M. Night Shyamalan hat bei mir für ein wenig Gelächter gesorgt, da all die verrückten Dinge, die die Grosseltern so tun, versucht werden mit Demenz zu erklären. Das führt unweigerlich zu lustigen Erklärungsversuchen im jeweiligen Kontext. Auf Twitter wies M. Night Shyamalan darauf hin, dass es drei verschiedene Schnittfassungen des Films gibt, was auch die anfänglichen Verwirrungen um die Genrezugehörigkeit von «The Visit» erklärt. So soll es eine Fassung geben, die als Komödie gilt, eine zweite, die als Horrorfilm beschrieben werden kann und eine weitere Fassung, die irgendwo dazwischen liegt. Universal Pictures vermarktete den Film seit Erscheinen des ersten Trailers jedoch eher als Horrorthriller.
Zum Glück nimmt sich der Film selber nicht ernst und zum Glück nimmt er dann später aber doch eher düstere Formen an und man kann mit dem ganzen Setting, den Schauspielern und dem Plot eigentlich recht zufrieden sein. «The Visit» hat mich überrascht. Er ist beklemmend und creepy. Ebenfalls kommt der Humor nicht zu kurz. Die Schauspieler machen ihre Sache alle prima, vorallem der Oma nimmt man alles voll und ganz ab. Die Wertungen liegen niedriger, als dieser Streifen es eigentlich verdient hätte, denn er taugt sehr wohl für einen guten Horrorfilm-Abend.

«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








