So blutrünstig und böse wie in «Silent Night» war Santa lange nicht unterwegs, zu seinem bevorzugten Arbeitswerkzeugen gehören unter anderem Messer, Flammenwerfer, die Doppel-Axt, Häcksler, und das aus dem Original bekannte Hirschgeweih und glaubt mir, diese weiss er auch kompromisslos einzusetzen. Genre Liebhaber und Freunde des Originals sollten hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Kontrastprogramm für all jene, bei denen die gelebte Harmonie zu Weihnachten Brechreiz verursacht.
«Silent Night» ist kein 1:1 Remake zu «Silent Night, Deadly Night» von 1984, er beruht nur lose auf diesem. Leider ist die FSK geprüfte Version geschnitten und obwohl es nur knapp 37 Sekunden sind rate ich zur ungeschnittenen, da beinahe an jeder harten Szene etwas rumgeschnippelt wurde. Der sadistische Santa killt hier frei nach dem Motto «Alle Sünder müssen sterben» aber ganz so genau nimmt er es dann doch nicht und auch mehr oder weniger unschuldige müssen ins Gras beissen. Und die Tötungen sind teilweise recht kreativ. «Silent Night» hat durch die Polizeiarbeit und dadurch das wir und sie nicht wissen wer der Killer ist, auch noch einen Hauch von einem Krimi. Ich mag das Original und ich muss sagen, dieses Remake ist kein schlechtes und setzt in Sachen Blut noch ordentlich einen drauf. Schauspielerisch war ich etwas überrascht, denn der Film ist für einen Slasher prima besetzt, neben Malcolm McDowell macht vor allem Jaime King eine gute Figur und wirkt hier doch sehr sympathisch. Der Film recycelt die Idee eines Killers, der ein schweres Kindheitstrauma in der Weihnachtszeit erlitten hat, das Original aber zeichnet ein detailliertes Bild vom Täter, während die Neuverfilmung dafür lediglich eine Fussnote übrig hat.
Richtig schöner Weihnachsslasher der in der Vorweihnachtszeit bei mir zum Fest wohl ab jetzt jedes Jahr zum Zug kommen dürfte. Ein paar richtig schön fiese Ideen hat das Teil auf jeden Fall zu bieten. Hier kann das Remake mal ordentlich im Vergleich zum Original punkten. Der wahnsinnige Killer, verkleidet als Weihnachtsmann, verbreitet Ho-Ho-Horror im amerikanischen Städtchen und hinterlässt eine blutige Spur an verstümmelten Leichen. Steven C. Millers «Silent Night» ist kein direktes Remake des 1984 Kult-Klassikers, sondern eine Hommage an das Original, es finden sich lediglich Hinweise auf die ursprüngliche Vorlage. «Silent Night» ist ein traditioneller Slasher im Stil der 80er Jahre Klassiker, was bedeutet, es gibt eine hohe Anzahl an Toten und etwas Nacktheit, aber auch eine vollständige Abwesenheit von zupackender Spannung, Logik oder Charaktertiefe. Mit Sinn für groteske Details lebt der Film von seinem Widerspruch zwischen expliziter Gewalt und unbeschwerter Weihnachtlichkeit. Handwerklich ist der Film gut gemacht und ist durch seinen ruppigen Härtegrat zumindest keine Schlaftablette, irgendwer wird immer zu Kleinholz verarbeitet. Als reiner Hackepeter nicht von schlechten Eltern, kann man sich gerne anschauen.
Bewertung6/10
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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.
Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.
Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.
Draven präsentiert Geschichten aus der Gruft mit allerlei Geheimnisvollem aus den unheimlichen Tiefen des Netzes und aus jeder Ecke der Welt. Seit dem Jahre 2007 wird Dir hier ein cooler Weblog-Mix aus Musik, Movies, Comics, Horror, Games, Kunst, Radio, Trash, Punk und Heavy Metal geboten – genau so wie es sein soll! Denn glaube mir, nichts ist trivial.
When there’s no more room in hell, the dead will dance on earth! Freunde, die Gruft präsentiert: Dravens Radio from the Crypt! Hier wird Euch ein handverlesenes Musikprogramm geboten, welches von Draven speziell für die besten Leser des Internetz zusammengestellt wurde. Von Punk bis Rock, von Folk- bis Thrash-Metal, für jeden finsteren Musikgeschmack das Richtige. Natürlich immer noch ein Stückchen lauter und besser!
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