The Crow kehrt zurück: Diesmal zeichnet ihn einer, der den Comic gelesen hat
No Masters. Just Nostr:
Hollywood hat 50 Millionen Dollar verbrannt, um Eric Draven ein zweites Mal zu begraben. Jetzt schaufelt ihn ein Zeichner nach Feierabend wieder aus der Grube, ohne Studio, ohne Geldgeber und ausgerechnet am 30. Oktober, der Devil’s Night, in der Brandon Lees Eric im Kultfilm von 1994 ermordet wurde.
Arron Quinn heisst der Mann, der James O’Barrs Comic nicht «neu interpretiert», sondern einfach zeichnet. Das Drehbuch schrieb er mit Ben Wan, der Eric gleich selbst die Stimme leiht. Laufen wird das Ganze gratis auf Quinns YouTube-Kanal, als Auftakt das erste Kapitel des Comics. Vorlage statt Fokusgruppe.
Fünfzig Millionen gegen vier Stunden pro Nacht
Rupert Sanders‘ Neuverfilmung mit Bill Skarsgård spielte zum Start ganze 4,6 Millionen Dollar ein und war nach knapp einem Monat aus den Kinos verschwunden: 24 Millionen weltweit gegen 50 Millionen Budget. Originalregisseur Alex Proyas spottete, bei dieser zynischen Geldmacherei sei offenbar nicht viel Geld zu machen gewesen. Quinn dagegen finanziert sein Projekt vollständig aus eigener Tasche, sitzt nach dem Brotjob vier bis sechs Stunden am Zeichenbrett und zählt seinen Fortschritt manchmal in einem einzigen Bild pro Abend. Grabesstimmung kann er, seine Poe-Animationen laufen in Schulzimmern.
O’Barr zeichnete die Geschichte Ende der Siebziger in Berlin, um den Tod seiner Verlobten durch einen betrunkenen Autofahrer zu verarbeiten. Die Verlage winkten ab, das Ding sei zu düster und zu verwirrend. Heute sind über eine Million Exemplare verkauft und beim Remake sass O’Barr als Berater mit am Tisch.
Die Krähe fliegt nicht für Aktionäre
Hollywood hat die Krähe drei Fortsetzungen, eine Fernsehserie und ein Remake lang gemolken, bis nur noch Federn übrig waren. Ein Mann mit Zeichentablett und Brotjob muss nun flicken, was ein Studioapparat mit 50 Millionen zertrampelt hat. Am 30. Oktober steigt Eric wieder aus dem Grab, diesmal ohne Vorstandsbeschluss. Wer 50 Millionen Dollar benötigt, um einen Untoten zu Tode zu langweilen, hat die Krähe nie verstanden!
James O'Barr's The Crow Trailer
Transparenzhinweis: Illustrationen wurden digital erstellt und dienen der Veranschaulichung. Der Beitrag wurde redaktionell geprüft und verantwortet.
«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.
Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.
Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.
Draven präsentiert Geschichten aus der Gruft mit allerlei Geheimnisvollem aus den unheimlichen Tiefen des Netzes und aus jeder Ecke der Welt. Seit dem Jahre 2007 wird Dir hier ein cooler Weblog-Mix aus Musik, Movies, Comics, Horror, Games, Kunst, Radio, Trash, Punk und Heavy Metal geboten – genau so wie es sein soll! Denn glaube mir, nichts ist trivial.
When there’s no more room in hell, the dead will dance on earth! Freunde, die Gruft präsentiert: Dravens Radio from the Crypt! Hier wird Euch ein handverlesenes Musikprogramm geboten, welches von Draven speziell für die besten Leser des Internetz zusammengestellt wurde. Von Punk bis Rock, von Folk- bis Thrash-Metal, für jeden finsteren Musikgeschmack das Richtige. Natürlich immer noch ein Stückchen lauter und besser!
Duldest du Leugner auf deiner Seite?
Nein.
Immunitätsleugner, Impfschädenverharmloser und diejenigen, die das unendliche Leid von Kindern und alten Menschen negieren, sicher nicht!
Support your local Draven!
Dass das Betreiben von dravenstales.ch mit erheblichem Zeitaufwand und auch einigen Kosten verbunden ist, dürfte klar sein. Damit Kosten und vielleicht noch ein, zwei Freigetränke gedeckt sind, könnte ich den ganzen Laden hier mit Werbung vollkleistern. Ich mag aber meine Leser, weshalb ich ihnen ein (weitgehend) werbefreies Leseerlebnis bieten möchte. Wenn dir das und/oder das Treiben auf dieser Webseite gefällt, dann wäre es nett, wenn du den Spass hier irgendwie unterstützen würdest. Danke!