














Ein Bundeshausjournalist mit dreissig Jahren Erfahrung stellt an einer Medienkonferenz die naheliegendste Frage der ganzen Pandemie – ob es überhaupt Belege für die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr gebe – und der zuständige Beamte gesteht vor laufender Kamera: Nein, gibt es nicht. Ein Jahr später sitzt derselbe Journalist in einer Videokonferenz mit seiner Chefredaktion und bekommt

Man muss den Schweden lassen: Wer zwei Jahrzehnte lang mit Doppelbass und Wikinger-Gebrüll ganze Festivalwiesen in Schildwall-Formation gebracht hat, kann sich den Luxus leisten, das Brett einmal beiseitezulegen. Amon Amarth haben mit «Upphaf» ihre erste rein akustische Nummer vorgelegt – und ausgerechnet die Band, die sonst klingt wie ein Langschiff beim Rammen, dreht die Verstärker

Ein Präsident greift zum Telefon, ruft beim Verbandschef an und wenige Stunden später darf ein gesperrter Spieler doch auflaufen. Die Fussballwelt kocht: «beispiellos», «unverständlich», «eine rote Linie überschritten». Und ausgerechnet jene, die vor fünf Jahren Millionen Menschen mit einem Klick vom öffentlichen Leben ausschlossen, entdecken plötzlich ihre Zuneigung zur Regel. Der Vorgang selbst ist schnell

KI-Synthwave-Musikvideo als Hommage an John Carpenters Klassiker „Sie leben!“, mit vielen attraktiven, süssen und sexy Mädchen. Video und Musik wurden von Elements of Glamour AI produziert und komponiert – und ist nicht ganz jugendfrei… ;)

Am 4. Juli hat der Himmel geliefert, worauf die Sterndeuter seit Jahren warten wie auf ein lang verheissenes Zeichen: Mars und Uranus, exakt aufeinander, bei 3°51′ in den Zwillingen. Zwei Kräfte, die einander sonst fremd bleiben, rühren für einen Wimpernschlag gemeinsam an das verborgene Getriebe der Welt. Dazu spannte sich ein grosses Dreieck aus Feuer

Ab dem 1. Juli beobachtet dich dein eigenes Auto beim Fahren – lückenlos, unbestechlich und selbstverständlich nur zu deinem Besten. Eine Infrarotkamera an der Lenksäule zählt jeden Wimpernschlag, vermisst, wohin dein Blick wandert und ruft dich per Warnton zur Ordnung, sobald du es wagst, für zu lange aus dem Seitenfenster in die Landschaft zu schauen.

In der Deckenleuchte über dir sitzt ein Bauteil, das hundert Mal pro Sekunde verlischt und wieder zündet und dein Auge ist zu träge, es zu bemerken. Dein Nervensystem ist es nicht. Die kursierende Schauergeschichte bläst das zur geheimen Regierungsstudie und zum 23-prozentigen Schlafdiebstahl auf, und dieser Teil ist genau das, ein Gerücht. Was kein Gerücht

Wer «London» sagt und an Big Ben, Doppeldecker und Sadiq Khan denkt, zeigt auf die Kulisse und übersieht den Tresor dahinter. Mitten in der britischen Hauptstadt liegt eine rund eine Quadratmeile grosse mittelalterliche Enklave, die rechtlich, politisch und historisch nicht London ist: Die City of London, ein Staat im Staat mit eigener Regierung, eigener Polizei,

Es gibt Wörter, die eine Behörde besser niemals auf ein Papier schreibt, weil sie sonst genau das verraten, was sie gerade tut. «Nationale Überwachungssysteme» ist ein solches Wort. Und der Bund schreibt es nicht nur hin, er wirbt ganz offen Architekten an, die es bauen sollen. Kostenpunkt der ersten Etappe: 45,3 Millionen Franken, freigegeben vom

Die Galionsfigur der Bewegung war einmal Journalistin. Ulrike Meinhof schrieb Kolumnen, sass in Fernsehrunden und dozierte einem ganzen Land, wer die echten Faschisten seien – ehe sie zur Waffe griff und aus dem Antifaschismus eine Mordlizenz machte. Fünfundfünfzig Jahre später jagt dieselbe Gattung Gesinnungsrichter in Erfurt Reporter über den Asphalt, tritt einem am Boden liegenden

Es gibt Männer, die entdecken den Feminismus und ab diesem Tag funktioniert ihr Leben wie ein Werbespot für Nahrungsergänzungsmittel. Vorher: Kurzsichtiger Kümmerling mit Bierbauch und schütterem Haar. Nachher: Wassergänger, Regenwaldretter, Vierlingsvater ohne Frau, sechsstelliges Sekundeneinkommen und die reinste Haut diesseits der Photoshop-Grenze. Man muss es einmal in seiner ganzen Wucht auf sich wirken lassen. Seit

Der Mensch kommt frei zur Welt und bekommt noch im Wochenbett die erste Rechnung präsentiert: Er soll werden. Er soll wachsen, sich finden, sich heilen, sich übertreffen, ein besseres Exemplar seiner selbst herauspressen, als hätte das nackte Dasein einen Konstruktionsfehler. Und während er ein ganzes Leben damit zubringt, dieses Soll abzustottern, vergisst er die eine

Ein erwachter Mann ist ein Krieger des Herzens. Er hat den tieferen Ruf vernommen. Er ist sich seiner Gefühle bewusst und spricht die Sprache der Liebe. Er sieht die Schönheit der Welt um sich herum, lebt im Hier und Jetzt und kennt die Wege des Göttlichen. Er ist mitfühlend, kümmert sich aufrichtig um Menschen und

Das Gute trägt keine Fackel vor sich her. Es benötigt keine Zeugen, keine Bühne, keinen Applaus. Es wirkt im Verborgenen, still, unsichtbar. Und genau daran erkennst Du es: Was schreien muss, um gesehen zu werden, ist niemals das Gute gewesen. Die Kabbalisten sprachen vom Or ha-Ganuz, dem verborgenen Licht der ersten Schöpfung. Es war zu

Meinung ist die einzige Ware, die jeder besitzt, keiner je bezahlt hat und trotzdem alle für persönliches Eigentum halten. Sie kostet nichts, wiegt nichts, trägt nichts – und wird verteidigt, als hinge das nackte Leben an ihr. Kein Zoll, keine Prüfung, kein Nachweis: Einfach da, laut und stolz wie ein Furz im Aufzug. Irgendwann in

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Alle Menschen nennen sich einsam, und vielleicht sind sie es auch, jeder nach dem Mass seines Anspruchs, seiner Beschaffenheit und seines Wertes, aber wahrhafte Einsamkeit empfinden doch nur diejenigen, die niemals aufgehört haben, an die Verbrüderung aller Menschen zu glauben.

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Draven präsentiert Geschichten aus der Gruft mit allerlei Geheimnisvollem aus den unheimlichen Tiefen des Netzes und aus jeder Ecke der Welt. Seit dem Jahre 2007 wird Dir hier ein cooler Weblog-Mix aus Musik, Movies, Comics, Horror, Games, Kunst, Radio, Trash, Punk und Heavy Metal geboten – genau so wie es sein soll! Denn glaube mir, nichts ist trivial.
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