London, die Stadt, in der einst Kings stürzten und heute Bürger gegen QR-Codes rebellieren. Tausende Briten zogen am Wochenende durch die Strassen, um das zu verteidigen, was von «Privatsphäre» noch übrig ist – während Premierminister Keir Starmer offenbar beschlossen hat, Orwell ein Software-Update zu verpassen.

Unter dem heroischen Vorwand, «illegale Migration zu bekämpfen», will man nun bis 2029 jedem arbeitenden Menschen eine digitale ID aufzwingen. Klar, das klingt nach Sicherheit. Oder, wie es im Beamtendeutsch heisst: «Freiheit mit erweiterten Überwachungsfunktionen.» Wer glaubt, das ginge nur um Arbeitsgenehmigungen, hat die App-AGBs nicht gelesen.

Sir David Davis, ein altmodischer Konservativer mit Restbeständen an gesundem Menschenverstand, nennt das Ganze «zutiefst gefährlich für Privatsphäre und Grundrechte». Und er hat recht – doch das stört niemanden, solange die ID hübsch in Pastellfarben designt ist und mit «Face Unlock» glänzt.

Währenddessen marschiert das Volk und ruft «No to digital ID!» – ironischerweise gefilmt von hundert staatlichen Überwachungskameras, analysiert durch Algorithmen, die ihrerseits schon den passenden Risikoprofil-Score berechnen. Die Organisatoren warnen: «Wenn Sie digitale IDs jetzt akzeptieren, könnte das Ihre letzte echte Entscheidung sein.» Aber keine Sorge – künftig wird ohnehin jede Entscheidung für dich getroffen: Von Apps, die wissen, wann du arbeitest, schläfst, reist oder zu kritisch denkst.

Digitaler Fortschritt heisst heute, dass man seine Freiheit freiwillig per Update verliert. Man nennt es «Innovation» – bis jemand merkt, dass der Staat nun auch weiss, wann du aufs Klo gehst. Willkommen in Grossbritannien 2029. Die gute Nachricht: Du brauchst keinen Pass mehr. Die schlechte: Du besitzt auch keinen freien Willen mehr…

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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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