Mitten in der Nacht wurden rund 50 Millionen Mexikaner von einem Erdbeben der Stärke 8 aus dem Schlaf gerissen. Das ist verdammt viel, Mexikos Präsident Peña Nieto sprach vom schwersten Beben seit einem Jahrhundert. Während des Erdbebens wurde der Himmel über Mexiko von mysteriösen bläulichen Blitzen erhellt.

Vor der Südküste Mexikos hat sich am späten Abend ein schweres Erdbeben ereignet. Viele Menschen wurden getötet und verletzt. Es gab insgesamt 42 Nachbeben, das stärkste wurde mit 6,1 angegeben. Im Internet verbreiten sich Videoaufnahmen von Leuchterscheinungen, die am Nachthimmel über Mexiko während des Erdbebens auftraten. Die Blitze erinnern an Wetterleuchten, jedoch scheinen sie aus dem Boden zu kommen. Über die Ursache der Lichter wird nun spekuliert. Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang mit dem Erdbeben. Mehrere Auslöser kommen dafür in Frage.

So wird vermutet, dass explodierende Stromgeneratoren die Blitze ausgelöst haben. Gegen diese Theorie spricht aber die schlichte Anzahl und die Intensität der Lichter. Auch Reflexionen von Strassenbeleuchtungen werden als Ursache in Betracht gezogen oder Blitze eines Gewitters. Menschen, die das grüne Licht beobachtet haben, könnten jedoch Zeugen des seltenen Naturphänomens „Erdbebenlicht“ geworden sein.

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Laut dem „Independent“ könnte bei einem Erdbeeben frei werdende Energie für für das Leuchten verantwortlich sein. So hat ein Wissenschaftler der NASA im Jahr 2001 herausgefunden, dass Spannungen im Gestein unter der Erdoberfläche elektrische Ladungen freisetzen können. Also wie in einem piezoelektrischen Feuerzeug oder Gasanzünder, wo durch kurze Druckeinwirkung ein Funke erzeugt wird.

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Aber auch Störungen im Magnetfeld der Erde oder in der Ionosphäre kommen als Erklärung in Frage. Demnach wäre das Leuchten vergleichbar mit dem Polarlicht, nur dass es in Bodennähe auftritt. Schlussendlich könnte sich auch Gas, das aus der Erdkruste austritt, entzünden und so diese Erscheinung verursachen. Erdbebenlichter wurden schon in der Vergangenheit, wie zum Beispiel der Antike immer wieder beschrieben. Seine Existenz war lange Zeit umstritten und wurde früher in einem religiösen und in neuerer Zeit auch in einem esoterischen Kontext gesehen.



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