Heineken-Bier mit dem roten Kommunisten-Stern kennt jeder. Heineken ist der zweitgrösste Brau-Konzern der Welt. Hinter Heineken steckt die gleichnamige Familie mit Wurzeln aus Amsterdam, die zu den reichsten der Welt gehört. Charlene de Carvalho-Heineken (*1954) ist die Tochter von dem calvinistischen Bierbrauer Alfred Heineken und Lucille Cummins. Nach dem Tod ihres Vaters erbte sie als einziges Kind dessen Vermögen. Laut dem Forbes Magazine ist sie noch vor der ehemaligen niederländischen Königin Beatrix die reichste Frau in den Niederlanden.
Carvalho-Heineken ist mit Michel de Carvalho verheiratet und hat fünf Kinder. Neben ihrer niederländischen Staatsbürgerschaft hat sie die britische und die schweizerische Staatsbürgerschaft. Unter den 300 Reichsten der Schweiz belegte sie 2018 den 8. Platz mit einem geschätzten Vermögen von 13 bis 14 Milliarden Schweizer Franken. Zum Getränkeangebot des Konzerns gehören mehr als 300 Marken. Du bekommst das Bier in fast jedem Land der Welt und der deutsche Rapper Samy Deluxe hat der Marke sogar ein eigenes Lied gewidmet. Wer keine Lust darauf hat, für den hat das Unternehmen noch einige Alternativen im Sortiment: Desperados, Apple Cider oder Biersorten aus Polen, Mexiko oder Singapur.
2017 sicherten sich Heineken und seinen dänischen Mitbewerber Carlsberg gemeinsam Patente auf Biergerste. Eigentlich dürfen nur genveränderte Pflanzen unter Patent genommen werden, da sie als eine Art Ingenieursleistung und damit als Erfindung gelten. Heineken und Carlsberg bewegen sich hier in einer Grauzone, da Pflanzen die durch eine natürliche Mutation verändert sind, nicht klar von dieser Regelung ausgenommen sind. Dieses Schlupfloch versuchen übrigens auch Saatgut-Giganten wie Bayer (Monsanto) auszunutzen. Beim Bier hört für viele der Spass auf – besonders in Deutschland ist der Protest gegen die Braukonzerne gross. Gegner und Umweltschützer kritisieren, dass Gerste keine Erfindung ist und daher nicht patentiert werden darf. Sie fürchten, dass so immer mehr Pflanzen im Besitz von grossen Konzernen landen könnten.
Eigentlich überrascht in dieser auf den Kopf gestellten Welt nichts mehr: Der Mann, der die globale Gesundheitsbehörde WHO mitfinanziert, steigt ins Alkohol-Geschäft ein. Vermutlich auch noch im Namen der Gesundheit…


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