Das legendäre Psion-Design kommt mit dem Gemini PDA der Firma Planet Computing, an welcher auch Martin Riddiford, der Designer der PDA-Modelle Psion 3 und 5 beteiligt war, zurück und richtet sich an Anwender, denen eine Bildschirmtastatur nicht genügt und die lieber auf einer echten Tastatur schreiben wollen. Während Smartphones immer dünner und randloser werden, sieht das Gerät aus, als würde es aus den 90er Jahren stammen.

Wie einst der legendäre Nokia Communicator klappt man den Gemini PDA wie ein Mini-Notebook auf. Das sogenannte „Clamshell“-Design schützt ein sechs Zoll grossen Display im Querformat und eine vollwertigen, physische QWERTY-Tastatur. Vorinstalliert ist Android, allerdings ist der Gemini PDA dualboot-fähig. Das heisst, zusätzlich kann jedes beliebige Linux darauf installieren: Debian, Ubuntu, Arch oder ein anderes. Mit 4 GB RAM, 64 GB Arbeitsspeicher (erweiterbar per microSD-Karte) und eine fixen Mediatek-Chipsatz sowie einem 4220 mAh grossen Akku ist das auch problemlos möglich. Das Tastaturlayout wirkt aber sehr gedrungen. Da geht es maximal mit zwei Zeigefingern schrittweise voran, um beide Hände unterzubringen, ist schlicht zu wenig Platz. Um es wiederum in beiden Händen zu halten und mit den Daumen zu tippen, liegen die Tasten dann doch wieder zu weit auseinander.

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Grundsätzlich ist das Gerät zum Betrieb mit ausgeklappter Tastatur vorgesehen. Es öffnet sich im Stile eines Nokia Communicator, hat aber keinen Bildschirm und keine Tastatur auf der Oberseite. Dafür kann man das Gerät beim Telefonieren halten wie man möchte, da es gleich zwei Mikrofone und Lautsprecher mitbringt. Dank des verbauten Gyroskops erkennt der PDA selbstständig, in welcher Richtung er gerade gehalten wird. So wird der Ton dann aus dem Lautsprecher ausgespielt, der sich oben befindet und das untere Mikrofon wird zur Aufzeichnung der Stimme genutzt. Wie erwähnt hat der Gemini PDA zwei Lautsprecher, so dass man auch in Stereo Musik hören oder Videos schauen kann. Der Bildschirm hat eine Diagonale von 5,99 Zoll, mit einem Verhältnis von 18:9. Kameratechnisch bietet der PDA nur eine Frontkamera mit 5 Megapixeln, die wohl vor allem für Videotelefonate gedacht ist. Eine Hauptkamera gibt es nicht.

Das Gerät wird in zwei Varianten angeboten. Das Basismodell hat kein Mobilfunkmodem, sondern kann nur über WLAN ins Internet. Die Variante mit LTE-Mobilfunkmodem kann auch zum Telefonieren verwendet werden. Der grosse Akku führt zu einem vergleichsweise hohen Gewicht, moderne Smartphones wiegen meist weniger. Der Gemini PDA verfügt auch über zwei USB-Typ-C-Anschlüsse, über welche allerlei Zubehör angeschlossen werden kann. So etwa Maus und Tastatur, aber auch einen Monitor oder Fernseher lassen sich mit dem Gerät verbinden. Das Gemini PDA ist klar das Gerät schlechthin für Geeks und kann per Indiegogo oder den Hersteller bestellt werden…

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