Es ist faszinierend, wie aus einem verurteilten Sexualstraftäter, einem schockierenden Justizdeal und einer realen Elite-Blase irgendwann ein Netflix-Drehbuch auf LSD wird. Jeffrey Epstein war kein Mythos. Kein Märchen. Kein Foren-Fiebertraum. Er war ein realer Multimillionär mit realen Kontakten zu realen Mächtigen, der realen Missbrauch organisiert hat. Das allein ist schon schlimm genug. Aber nein, das reicht nicht. Wir brauchen Pizza.

Sobald irgendwo das Wort «Pizza» auftaucht, geht in bestimmten Kreisen offenbar ein Alarm los wie bei Pavlovs Hund – nur mit Aluhut statt Glocke. 900 Mal Pizza in Dokumenten? Skandal. Dass ein Mann mit Jets, Anwesen und einem sozialen Netzwerk aus Politikern und Investoren möglicherweise einfach… Pizza gegessen hat? Unwahrscheinlich. Zu banal. Es muss ein Code sein, denn Zufälle gibt es nicht.

Und dann diese Symbolik. Spiralen. Dreiecke. Logos. Sicher bloss nur wieder «Zufall»! Natürlich gibt es berechtigte Fragen. Der Nonprosecution-Deal von 2008 war ein Justizskandal. Die Haftbedingungen? Lächerlich. Die Suizidnacht? Voller Ungereimtheiten. Das darf man kritisieren. Das muss man sogar.

Aber was passiert stattdessen? Aus berechtigter Empörung wird ein gigantischer Bedeutungszirkus. Kunstsammler mit düsteren Bildern werden automatisch zu Mitwissern. Bands mit geschmacklosen Namen zu Indizien. E-Mails mit Essensmetaphern zu Beweisen für globale Rituale.

Das Problem ist nicht, dass Menschen Fragen stellen. Epstein war ein Monster mit mächtigen Freunden. Das reicht völlig aus, um wütend zu sein. Und vielleicht ist die unbequeme Wahrheit am Ende viel simpler: Eliten schützen sich. Systeme versagen. Macht korrumpiert…

Epstein entlarvt Eliten – und die Leichtgläubigkeit der Masse
Epstein entlarvt Eliten – und die Leichtgläubigkeit der Masse

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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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