Am 19. März 2021 publizierte die von Bill Gates kofinanzierte Impfallianz GAVI einen Beitrag, in dem Ebola als möglicher Auslöser der «nächsten Pandemie» benannt wurde. Am 17. Mai 2026 erklärte die WHO einen Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda zur Public Health Emergency of International Concern. Dazwischen liegen rund fünf Jahre und zwei Monate – und die Information, dass die beiden Impfstoffkandidaten, die GAVI und CEPI nun gegen das Bundibugyo-Virus prüfen, im Januar 2026 und 2023 in passgenauen Partnerschaften ins Rennen gebracht wurden.

Ebola nach Plan: Wie Gates, GAVI und WHO sich die Pandemien selbst bestellen

Wer in dieser Konstellation noch von Zufall spricht, hat entweder die Pressemitteilungen nicht gelesen oder die Geldströme nicht verfolgt – vermutlich beides.

Eine Liste, die niemand zufällig schreibt
GAVI publizierte zwischen März und Mai 2021 eine ganze Serie unter dem Tag «Next Pandemic». Auf der hauseigenen Vorschauliste standen: Hantavirus, ein weiteres Coronavirus, Lassa-Fieber, Gelbfieber, Marburg, H5N1- und H7N9-Influenza, Nipah, Chikungunya, Rift-Valley-Fieber, Krim-Kongo-hämorrhagisches Fieber und – Ebola.

Pikant: Acht dieser elf Erreger stehen auch auf der «Select Agents and Toxins List» des US-amerikanischen CDC, der offiziellen Auflistung biologischer Agenzien mit Bioterror- und Massenvernichtungspotenzial. Die drei Ausreisser sind Gelbfieber, Chikungunya und Hantavirus. Letzteres gehörte nach Einschätzung der Medizinerin Dr. Meryl Nass eigentlich auf die CDC-Liste, da das US-Militär seit vier Jahrzehnten mit Hantaviren experimentiert hat.

Eine Impfallianz, deren Vorschauliste der «nächsten Pandemien» zu rund drei Vierteln deckungsgleich ist mit der Biowaffen-Auflistung des amerikanischen Seuchenamtes. In der Wahrscheinlichkeitsrechnung würde man solche Übereinstimmungen mindestens als auffällig protokollieren.

Wer hinter GAVI steht
GAVI, die Vaccine Alliance, ist eine im Jahr 2000 gegründete Public-Private Partnership mit Sitz in Genf. Finanziert wird sie zu rund drei Vierteln von Geberstaaten – allen voran Grossbritannien, der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung (heute «Gates Foundation») und den USA. Die WHO ist Gründungspartner. Die Gates Foundation ist seit Jahren der zweitgrösste Einzelgeber der WHO. Wer in dieses Geflecht hineinleuchtet, findet überall denselben Hauptaktionär.

CEPI, mit dem GAVI für die Ebola-Impfstoffbewertung kooperiert, wurde 2017 ausgerechnet auf dem World Economic Forum in Davos lanciert. Finanziert von Gates Foundation, Wellcome Trust, Norwegen, Indien, dem Vereinigten Königreich und der EU. Schwerpunkt: Entwicklung von Impfstoffen gegen die «Blueprint Priority Diseases» der WHO – darunter MERS, Lassa, Nipah, Rift Valley und das wunderbar nebulöse «Disease X».

Ebola nach Plan: Wie Gates, GAVI und WHO sich die Pandemien selbst bestellen

Die Impfstoffe stehen längst in der Pipeline
Genau hier verdichtet sich das Bild. Im Januar 2026 ging Merck eine strategische Partnerschaft mit CEPI ein, um eine neue Variante des bereits zugelassenen Ebola-Impfstoffs Ervebo (rVSV-ZEBOV) zu entwickeln. Bereits 2023 hatte CEPI mit der Universität Oxford eine Kooperation auf Basis der ChAdOx-Plattform unterzeichnet – exakt jener Plattform, die bei AstraZeneca die Corona-Impfung trug. Beide Kandidaten sind nun gemäss eigenem GAVI-Statement jene, die für die aktuelle Ebola-Lage geprüft werden.

Übersetzt heisst das: Die zwei Kandidaten, die jetzt gegen den Bundibugyo-Ausbruch ins Rennen gehen sollen, wurden in den vergangenen drei Jahren mit Gates-naher Finanzierung in exakt diese Startposition gebracht. Zufall, selbstverständlich.

Hundert Tage von der Bedrohung zur Spritze
Zentral in CEPIs Pandemievorbereitungsplan ist die «100 Days Mission» – eine G7-Initiative unter britischer Federführung mit dem ausdrücklichen Ziel, binnen hundert Tagen nach Identifikation einer Pandemie-Bedrohung durch die WHO einen Impfstoff zur Einsatzbereitschaft zu bringen. Die WHO definiert die Bedrohung. Die WHO ruft den PHEIC aus. CEPI hat die Pipeline. GAVI liefert aus. Die Gates Foundation finanziert WHO, GAVI und CEPI gleichzeitig.

Das ist kein Pandemiemanagement. Das ist ein vertikal integriertes Geschäftsmodell, das sich seine Krise gleich selbst produziert.

Was die WHO selbst zu Protokoll gibt
In der PHEIC-Erklärung vom 17. Mai 2026 schreibt die WHO selbst, dass im Gegensatz zu Ebola-Zaire «aktuell keine zugelassenen Bundibugyo-spezifischen Therapeutika oder Impfstoffe» existieren. Das ist die offizielle Begründung, warum dieses Ereignis als «aussergewöhnlich» eingestuft wird. Übersetzt: Die Lücke, die jetzt rapide gefüllt werden muss, ist genau jene, in die Merck und Oxford seit Jahren ihre Kandidaten hineingebaut haben.

Stand 16. Mai 2026: Acht laborbestätigte Fälle, 246 Verdachtsfälle und 80 vermutete Todesfälle in der DRC-Provinz Ituri. Zwei Laborfälle in Kampala. Aus dieser Datenlage destilliert die WHO einen «Public Health Emergency of International Concern» und triggert die gesamte Mobilisierungs-Maschinerie der «100 Days Mission». Käme dieselbe Zahl aus einem westlichen Statistik-Bericht über Treppenstürze, würde sie niemand zur Kenntnis nehmen. Wer aus acht Fällen einen globalen Notstand baut, hat ein Geschäftsmodell, das Verhältnismässigkeit nicht erträgt.

Im März 2021 schreibt GAVI in einem Vorschau-Stück, Ebola könnte die nächste Pandemie sein. Im Mai 2026 ruft die WHO genau das aus. Die Impfstoffe sind hergerichtet, die Geldströme bereit. Und sämtliche Glieder dieser Kette tragen denselben Namen im Förderverzeichnis – und nennen dies «Globale Gesundheit»! Erst die Vorhersage, dann der Ausbruch, dann der Impfstoff, dann das nächste Listenelement. Hantavirus, Marburg, Nipah, Lassa, H5N1 warten geduldig in der GAVI-Schublade. Das ist keine Gesundheitspolitik mehr. Das ist Geschäftsplanung mit Notarsiegel! Fünf Jahre Vorlauf. Zwei Impfstoff-Kandidaten in der Pipeline. Acht Laborfälle als Zündkontakt. Pünktlich klingelt die Kasse – und nennt dies «Public Health Emergency»!

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