Es gibt Momente, da wünscht man sich, Politik wäre einfach nur noch Satire. Dann kommt die Antifa – und macht genau das überflüssig. Donald Trump hat sie längst zur Terrororganisation erklärt. In Deutschland hingegen gilt sie vielen noch als so etwas wie der Pfadfinderverein des Guten. Nur mit schwarzen Kapuzen, brennenden Mülltonnen und dem moralischen Selbstverständnis einer Inquisition.
Während in den Niederlanden und Ungarn längst verstanden wurde, dass man Gewalt nicht mit Haltung rechtfertigen kann, klatscht der deutsche Politikbetrieb begeistert Beifall. SPD-Vize Klingbeil outet sich als «früherer Antifant», grüne und rote Abgeordnete tragen stolz Buttons mit Hammer-und-Sichel-Nostalgie und wenn’s im Bundestag mal richtig schräg läuft, wird auch dort noch fröhlich «Alerta, Alerta!» gegrölt – als wäre man auf einem antifaschistischen Fest.
Doch hinter der Parole steckt längst eine Bewegung, die mit Antifaschismus nur noch so viel zu tun hat wie ein Bierdeckel mit Philosophie. Die selbsternannten Kämpfer gegen den Hass zünden Autos an, bedrohen Journalisten, verkloppen Andersdenkende – und werden dafür mit Steuergeld «stabil finanziert».
Die Moralkeule ersetzt das Argument und wer widerspricht, wird gleich mit der Nazikeule erschlagen. Willkommen im neuen Tugendstaat, in dem die richtige Gesinnung über Recht und Gesetz steht.
Vielleicht hätte Trump gar nicht so unrecht: Manche Revolutionen enden nicht in Freiheit – sondern in brennenden Mülltonnen.

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