Der Körper als Staatseigentum: Medizinischer Zwang im Namen der Freiheit
Heute mal wieder so eine dieser herzerwärmenden Geschichten aus dem Maschinenraum des modernen Pflichtbewusstseins. Ein 18-jähriger Soldat, volljährig genug, um eine Waffe zu tragen, Befehle auszuführen und im Zweifel zu sterben – aber offenbar noch nicht reif genug, um über seinen eigenen Körper zu entscheiden. Willkommen im Erwachsenenleben, Version Staatsräson.
Der junge Mann verweigerte die experimentelle mRNA-Impfung. Nicht aus Trotz, nicht aus Dummheit, sondern aus dem naheliegenden Impuls heraus, dass «experimentell» und «Zwang» eine Kombination sind, die man sonst eher aus dunkleren Kapiteln der Geschichte kennt. Die Reaktion? Pädagogisch wertvoll, versteht sich. Disziplinarmassnahmen, sozialer Druck, subtile wie offene Demütigung. Man wollte ja nur sein Bestes. Sein gesundheitliches, moralisches und institutionelles Bestes.
Plötzlich galt nicht mehr der soldatische Leitspruch von Verantwortung, Gewissen und individueller Urteilsfähigkeit. Plötzlich war Gehorsam nicht mehr Mittel, sondern Zweck. Der Körper wurde zur staatlichen Ressource erklärt, die Abweichung zur Charakterschwäche umetikettiert. Wer nicht mitmacht, gefährdet die Truppe. Oder gleich die Nation. Dramaturgie muss sein.
Besonders elegant ist dabei die moralische Akrobatik: Man zwingt jemanden zu einer medizinischen Massnahme «zu seinem Schutz» und bestraft ihn, wenn er diesen Schutz nicht möchte. Fürsorge mit Strafandrohung – das ist keine Ironie, das ist Systemdesign.
Und nein, es geht hier nicht um Impfdebatten im Internet-Niveau. Es geht um etwas Grundsätzlicheres: Wenn ein Staat entscheidet, dass dein Körper nicht mehr dir gehört, sondern der Funktion, die du erfüllst, dann ist die Grenze längst überschritten. Dann ist der Soldat nicht mehr Bürger in Uniform, sondern Material.
Man kann das patriotisch nennen. Oder effizient. Oder notwendig. Man kann es auch das nennen, was es ist: Ein Lehrstück darüber, wie schnell Prinzipien verdampfen, wenn sie unbequem werden.
Übrigens, ähnliche «Aktionen» fanden in Psychiatrien weltweit statt, auch in der Schweiz. Ebenfalls ein Thema, das nicht öffentlich bekannt ist…
Der Körper als Staatseigentum: Medizinischer Zwang im Namen der Freiheit
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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.
Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.
Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.
Draven präsentiert Geschichten aus der Gruft mit allerlei Geheimnisvollem aus den unheimlichen Tiefen des Netzes und aus jeder Ecke der Welt. Seit dem Jahre 2007 wird Dir hier ein cooler Weblog-Mix aus Musik, Movies, Comics, Horror, Games, Kunst, Radio, Trash, Punk und Heavy Metal geboten – genau so wie es sein soll! Denn glaube mir, nichts ist trivial.
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