Pfizer-CEO Albert Bourla wirkt derzeit wie ein Hohepriester, dem die Gemeinde davonläuft. Beim World Economic Forum (WEF), diesem Wellness-Tempel für globale Gewissheiten, zeigte er sich «zutiefst besorgt». Der Grund: Immer mehr Menschen lehnen Impfungen ab. Für Bourla ist das keine Meinungsverschiedenheit, keine Vertrauenskrise, keine politische Reaktion auf Jahre der Bevormundung – nein, es ist eine «neue Religion». Halleluja.

Man muss sich das vorstellen. Jahrzehntelang wurde gepredigt, Vertrauen sei die wichtigste Währung der Medizin. Dann kam eine Phase aus Notfallzulassungen, Geheimverträgen, Haftungsausschlüssen, wechselnden Wahrheiten und moralischem Dauerfeuer. Und nun wundert man sich, dass die Gläubigen skeptisch werden. Die Diagnose aus der Chefetage: Wissenschaftsfeindlichkeit. Natürlich. Wenn der Hammer nur Nägel kennt, sieht jedes Problem aus wie Holz.

Bourla gibt sich frustriert. Verständlich. Nichts ist unangenehmer für ein Geschäftsmodell als mündige Kunden. Noch unangenehmer sind Kunden, die Fragen stellen. Oder schlimmer: sich erinnern. An Lockdowns, an Druck, an soziale Ausgrenzung. An Versprechen, die sich im Kleingedruckten auflösten. Doch anstatt diese Gemengelage ernsthaft zu analysieren, wird lieber ein neues Feindbild ausgerufen. Wer nicht folgt, glaubt. Wer zweifelt, ist religiös. Ironischerweise ist es exakt diese Denkfigur, die man sonst fundamentalistischen Bewegungen zuschreibt.

Besonders elegant wird es, wenn Bourla die Lösung gleich mitliefert. Die einzige Antwort auf diese «neue Religion» sei, Robert F. Kennedy Jr. umgehend zu ersetzen. Demokratie als Software-Update: Passt die Stimme nicht, wird sie deinstalliert. Ein bemerkenswerter Vorschlag von jemandem, der sonst gern die Freiheit der Wissenschaft beschwört. Offenbar endet diese Freiheit dort, wo sie unbequem wird.

Die eigentliche Ironie liegt tiefer. Wer jahrelang mit absolutem Wahrheitsanspruch auftritt, jede Abweichung moralisiert und Kritiker pauschal diskreditiert, sollte sich nicht wundern, wenn ihm irgendwann der Status des unfehlbaren Erzählers entzogen wird. Skepsis ist kein Glaubenssystem. Sie ist eine Reaktion. Und oft eine gesunde.

Stattdessen erleben wir nun die Umkehr der Rollen. Der Konzernchef als verfolgte Vernunft, die Bürger als dogmatische Sekte. Diejenigen, die Transparenz fordern, gelten als irrational. Diejenigen, die Milliarden verdienen, als missverstandene Idealisten. Das ist keine Debatte mehr, das ist Theater. Und nicht einmal besonders gutes.

Vielleicht wäre es an der Zeit, den Begriff «Religion» dort zu lassen, wo er hingehört. Denn was hier verteidigt wird, ist kein neutraler Wissenschaftsbetrieb, sondern ein komplexes Geflecht aus Macht, Geld, Politik und Kommunikation. Wer das hinterfragt, verlässt nicht die Wissenschaft. Er verlässt die Gefolgschaft.

Die wachsende Impfskepsis ist kein spirituelles Erwachen, sondern ein Vertrauensschaden. Und Vertrauen lässt sich nicht durch WEF-Panels, CEO-Klagen oder den Austausch unliebsamer Stimmen reparieren. Schon gar nicht durch den Versuch, Kritik zu pathologisieren.

Wenn das die neue Religion sein soll, dann ist sie erstaunlich simpel gestrickt: Sie heisst Erinnerung, sie predigt Verantwortung und sie glaubt nicht mehr an Heilsversprechen aus der Chefetage.

Der Hohepriester der Spritze am WEF: Warum Kritik die wahre Todsünde geworden ist
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