Kein Label, kein Management, kein Konzernonkel, der im Hintergrund die Fäden zieht – die Band hat sich alles selbst erarbeitet, mit Schweiss, Stahl und einer Sturheit, gegen die jede Marketingabteilung wie ein Kindergeburtstag wirkt. Hunderttausende Streams und Aufrufe, Plätze in Spotifys «All New Metal» und in Knotfests «Pulse of the Maggots», Auftritte beim Brutal Assault und weiteren Festival-Schwergewichten, regionale Top 5 beim Wacken Metal Battle und ein Gastauftritt bei Bloodstocks «Metal to the Masses». Alles ohne Vertrag, alles ohne Vitamin B, alles aus eigener Kraft. Während andere Bands auf die rettende Unterschrift warten wie auf den Sensenmann, hat diese Truppe einfach abgeliefert.
Vor fünf Monaten erschien «Unbroken», ein Brocken aus Hardcore, Groove und Thrash, gebaut auf zermalmenden Riffs und einer Rhythmusarbeit, die enger sitzt als eine Zwangsjacke. Das Ding wurde für den Moshpit geschmiedet und für die grösseren Bühnen, welche die Band ohnehin schon umkreist wie der Raubvogel das Aas. Die Veröffentlichung fiel zusammen mit einer EU-Festivalreise durch Deutschland, Österreich, Belgien, Serbien, die Niederlande und Dänemark. Wenige Wochen später sollte bereits die nächste Single folgen, denn der ganze Fahrplan zielt ohne Umweg auf das kommende Album. Wer hier noch vom Aussenseiter redet, hat nicht zugehört: Das ist keine Hoffnung auf den Durchbruch mehr, das ist die Abrissbirne kurz vor der Wand!


«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.







